Wegen Waldbrandgefahr: Erstes Urlaubsland verbietet Aufenthalt im Wald

Waldbrände in Südeuropa sind keine Seltenheit. Das erste Urlaubsland verbietet nun Aufenthalte im Wald. Wer dagegen verstößt, muss mit vierstelligen Geldstrafen rechnen. (Symbolbild)
Str / dpaDie Waldbrandgefahr in Südeuropa ist in den Sommermonaten schon immer hoch gewesen. Die Türkei, Griechenland, Italien, Portugal, Spanien und Südfrankreich erleben jedes Jahr Waldbrände, die auch touristische Ziele bedrohen. Hauptauslöser der Feuer ist meistens der Mensch.
Ein Funkenflug, ein nicht richtig gelöschter Grill oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können verheerende Brände auslösen. Ein aufstrebendes Urlaubsland versucht nun, diese Gefahr zu bannen und verbietet Aufenthalte im Wald in den Sommermonaten. Beim Nichtbeachten drohen hohe Geldstrafen.
Waldspaziergang verboten: Dieses Land verbietet Waldaufenthalte
Es geht um Nordmazedonien. Das aufstrebende Urlaubsland grenzt an Griechenland und Bulgarien. Die Region war vor der Pandemie ein absoluter Geheimtipp, speziell bei Rucksacktouristen. Seit Ende der Pandemie kommen aber immer mehr Touristen. Im Vergleich zu Griechenland sind die Zahlen zwar noch klein, allerdings bewegen sie sich bereits auf die Eine-Millionen-Marke jährlich zu.
Wer hierher reist, kommt für die kulturellen Schätze, beispielsweise den Ohridsee, ein UNESCO-Welterbe, die Hauptstadt Skopje oder zum Wandern. Hauptreisezeit ist von Mai bis September und in dieser Zeit wird zumindest das Wandern jetzt deutlich erschwert, denn in den Wald darf zwischen Juli und August niemand mehr.
Auswärtiges Amt informiert deutsche Reisende über Waldverbot
Deutsche Reisende werden vom Auswärtigen Amt (AA) seit dem 8. Juli 2025 über das Waldverbot informiert. Demnach gilt aufgrund erhöhter Waldbrandgefahr seit dem 1. Juli und noch bis zum 31. August 2025 ein Aufenthaltsverbot in den Wäldern Nordmazedoniens. Bei Missachtung können Geldstrafen zwischen 1.500 und 2.000 EUR verhängt werden.
Ausnahmegenehmigungen soll es geben, diese können laut AA nur von den zuständigen Behörden der Nationalparks (Pelister, Mavrovo, Sar Gebirge und Galichica) bzw. der Nationalwälder erteilt werden. Inwieweit Touristen so eine Ausnahmegenehmigung beantragen können, wird nicht erklärt.
Das sollte Reisende in Nordmazedonien auch beachten
Wie auch der Nachbar Griechenland befindet sich Nordmazedonien in einer seismisch aktiven Zone. Es sind also auch Erdbeben möglich. Das Klima ist kontinental, mit sehr heißen Sommern und feucht-kalten Wintern. In den Sommermonaten komme es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden, schreibt das AA. „Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.“
Einreise nach Nordmazedonien
Darüber hinaus ist Nordmazedonien für Urlauber aus Deutschland ein Reiseland mit relativ niedrigen Hürden. Einreisen kann man für touristische Aufenthalte ohne Visum für bis zu 90 Tage. Als Ausweisdokumente genügen ein Reisepass oder Personalausweis. Auch spezielle Impfungen sind nicht nötig, um einzureisen. In die Hauptstadt Skopje können Reisende beispielsweise ab Berlin nonstop fliegen. Der Flug dauert 2 Stunden und 15 Minuten.
