Wal in der Ostsee: Livestream aktuell - Geht die Rettung von Timmy heute weiter?

Eine Helferin bespritzt beim Sonnenuntergang im Gegenlicht den Buckelwal vor der Insel Poel.
Jens Büttner/dpaAm heutigen Samstag soll weiter um das Leben des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals gekämpft werden. Rund um die Rettungsaktion gibt es aber weiter viele Fragezeichen. Hoffnung macht währenddessen eine andere Entwicklung.
Wal im Livestream - Was passiert aktuell in der Ostsee?
Gestrandeter Buckelwal - Heute soll weiter gebaggert werden
Die Helfer des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Buckelwals stehen unter zunehmendem Druck. Die Behörden stimmten ihrem neuen Rettungskonzept für den Meeressäuger am Freitagabend nicht zu. Es seien noch immer einige Fragen zu beantworten, sagte ein Sprecher von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Die letzten offenen Punkte sollten nun möglichst heute geklärt werden.
Dem beauftragten Bagger-Unternehmer Fred Babbel zufolge soll heute auch die mehr als 100 Meter lange Rinne vom Liegeplatz von Wal Timmy zum tiefen Fahrwasser fertig werden. Möglichst am Sonntag oder Montag soll nach seinen Worten das rund zwölf Meter lange und zwölf Tonnen schwere Tier aus seiner Notlage befreit werden. Im Fahrwasser soll ein 50 mal 30 Meter großer, mit Wasser gefüllter Lastkahn warten, der den Meeressäuger - wenn alles glattläuft - in Richtung Nordsee schippern wird.
Hoffen auf steigenden Wasserstand - Das ist die Vorhersage
Für die Bucht mit dem gestrandeten Wal wird für Sonntagmittag ein deutlich steigender Wasserstand vorhergesagt. Die Situation werde ähnlich sein wie am Montag, als das Tier nach rund drei Wochen Liegezeit von selbst losschwamm, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Kirchdorf auf Poel. „Es kann auch genauso gut sein, dass der Wal sich wieder losmacht.»
Um zu verhindern, dass er sich dann noch weiter in das Flachwassergebiet hineinbewegt, sollen hinter ihm große Sandsäcke, sogenannte Big Bags, als Barriere im Wasser platziert werden. Zwei Lkw-Ladungen wurde am Freitag in den Hafen von Kirchdorf auf Poel geliefert.
