Feuerpause in Gaza: UN-Sicherheitsrat fordert erstmals Waffenruhe im Gazastreifen

Fast sechs Monate nach Kriegsbeginn hat der Weltsicherheitsrat erstmals eine «sofortige Waffenruhe» im Gazastreifen gefordert.
Yuki Iwamura/dpaZuletzt scheiterten die USA mit einem Antrag im UN-Sicherheitsrat, der eine Feuerpause im Gazastreifen forderte, an dem Veto von China und Russland. Bei der Abstimmung über eine neue Resolution enthielten sich die Vereinigten Staaten. Damit fordert der UN-Sicherheitsrat erstmals eine Waffenruhe im Gazastreifen.
UN-Sicherheitsrat fordert erstmals Waffenruhe im Gazastreifen
Der Weltsicherheitsrat hat erstmals, nach fast sechs Monaten seit Kriegsbeginn, eine „sofortige Waffenruhe“ im Gazastreifen gefordert. Bei der Abstimmung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen am Montag enthielt sich die Vetomacht USA und ermöglichte somit die Annahme der völkerrechtlich bindenden Resolution.
Waffenruhe für Dauer des Ramadan
Die Resolution fordert eine „sofortige Waffenruhe“ für den derzeit von Muslimen in aller Welt begangenen Fastenmonat Ramadan. Diese solle dann zu einem „dauerhaften“ Waffenstillstand führen. Für die Resolution stimmten 14 Mitglieder des Sicherheitsrates, die USA enthielten sich.
Internationale Kritik an Vorgehen Israels
Washington hatte bisher in derartigen Abstimmungen immer die Position seines Verbündeten Israel eingenommen, das eine sofortige Waffenruhe ablehnt. Zuletzt hatten die US-Regierung und auch Präsident Joe Biden das israelische Vorgehen im Gazastreifen aber immer offener kritisiert.
Die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet ist nach mehr als fünf Monaten Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas katastrophal. Laut dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) befinden sich die dort lebenden 2,4 Millionen Palästinenser am Rande einer Hungersnot.
(Mit Material der dpa und AFP)

