Vor den Kommunalwahlen in NRW: Zahl der verstorbenen AfD-Kandidaten steigt auf sechs

Im Vorfeld der Kommunalwahlen in NRW sind bereits sechs AfD-Politiker verstorben.
Hannes P AlbertKurz vor den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der verstorbenen AfD-Politiker auf sechs gestiegen. Neben den vier bereits bekannten Fällen handelt es sich um zwei Kandidaten der Reserveliste. Laut Angaben eines Sprechers der AfD in NRW gegenüber Politico litt einer der Verstorbenen an einer Leber-Vorerkrankung und starb an Nierenversagen, während der andere Suizid beging.
AfD warnt vor Verschwörungstheorien
Trotz zahlreicher Spekulationen im Netz betont AfD-Landesvize Kay Gottschalk, dass derzeit keine Hinweise auf ein fremdverschuldetes Handeln vorlägen. Die Partei wolle die Vorfälle sorgfältig prüfen, ohne dabei auf Verschwörungstheorien hereinzufallen.
Bereits vor zwei Wochen hatten Medienberichte die Todesfälle von vier AfD-Kandidaten veröffentlicht. Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel kommentierte die Situation auf X, was die öffentliche Diskussion zusätzlich anheizte.
Auch Politiker anderer Parteien betroffen
Nicht nur AfD-Kandidaten sind verstorben. Recherchen der Polizei ergaben, dass alle Fälle natürliche Todesursachen hatten und es keine Ermittlungen wegen Fremdverschuldens gibt. Insgesamt wurden im laufenden Wahlkampf mindestens sechs Todesfälle bei Kandidaten anderer Parteien registriert, darunter Vertreter der Tierschutzpartei, Freien Wähler, FDP und der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG).

