Versuchter Angriff auf US-Präsidenten?: Bewaffneter Eindringling an Trumps Anwesen erschossen

Sicherheitskräfte haben einen Mann bei Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida erschossen.
Steve Helber/AP/dpa- Bewaffneter dringt nachts in Sicherheitsbereich von Mar-a-Lago ein
- US-Secret Service: Mann Anfang 20 wird von Sicherheitskräften erschossen
- Eindringling trug laut Secret Service auch einen Kanister mit Brennstoff
- Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht in Palm Beach auf
- Weitere Informationen folgen laut Secret Service
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben einen Bewaffneten beim Privatanwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida von Präsident Donald Trump erschossen. Der Mann Anfang 20 sei in der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) unbefugt in den Sicherheitsbereich des Anwesens in Florida eingedrungen, teilte der für den Schutz des Präsidenten zuständige Secret Service mit.
Trump, der häufig am Wochenende zu seinem Privatclub nach Palm Beach fliegt, hielt sich zu diesem Zeitpunkt nicht dort auf. Der US-Präsident war am Samstagabend in Washington Gastgeber für ein Dinner mit Gouverneuren. Der Mann soll nach Angaben des Secret Service auch einen Kanister mit Brennstoff bei sich getragen haben.
Nach Angaben des Secret Service wurde der Mann um 1.30 Uhr nachts erschossen. Zuvor wurde er am Nord-Eingang der Trump-Residenz gesichtet. Dabei soll er eine Schrotflinte und einen Benzinkanister bei sich getragen haben. Wie aus einem X-Post von Anthony Guglielmi, Sprecher des Secret Service, zu entnehmen ist, werden weitere Details zu dem Vorfall jetzt vom FBI, dem US-Geheimdienst und der örtlichen Polizeibehörde ermittelt. Dazu gehört auch das mögliche Motiv des Eindringlings. Die Identität des Mannes wird laut Secret Service zurückgehalten, bis seine nächsten Angehörigen benachrichtigt wurden.
FBI bittet Anwohner um Hilfe bei den Ermittlungen
Bei einer Pressekonferenz gaben örtliche Ermittler, Ermittler des Geheimdienstes und des FBI weitere Informationen zu dem Vorfall bekannt. Laut Angaben von Ric Bradshaw, Sheriff vom Palm Beach County, hatten die Sicherheitskräfte in der Nacht einen „weißen Mann“ konfrontiert, der eine Schrotflinte und einen Benzinkanister bei sich trug. „Er wurde aufgefordert, diese beiden Gegenstände fallen zu lassen. Daraufhin stellte er den Benzinkanister ab und hob die Schrotflinte in Schussposition.“ Wie Bradshaw berichtet, soll der Mann die Waffe in Richtung der Beamten gehalten haben. In diesem Moment feuerten die drei anwesenden Beamten auf den Mann.
„Er ist vor Ort verstorben“, so Bradshaw. Wie viele Schüsse die Beamten auf den Mann abgegeben haben sollen, war noch nicht bekannt. Bei der Pressekonferenz sprach auch ein Agent des FBI, Brett Skiles. Er bat die Bevölkerung um Unterstützung bei den Ermittlungen: „Wenn Sie in der Gegend des Tatorts wohnen, bitte überprüfen Sie ihre Außenkameras auf Aufnahmen von gestern Abend und heute Morgen. Wenn Sie etwas Verdächtiges oder Ungewöhnliches sehen, kontaktieren Sie uns bitte.“
Mar-a-Lago ist neben dem Weißen Haus ein zentrales Anwesen für Präsident Trump. Er hält sich häufig an Wochenenden und Feiertagen dort auf. Er empfängt in dem prunkvollen Anwesen immer wieder auch hochrangige Staatsgäste.
Bereits mehrere Anschlagsversuche auf Trump
Trump war bereits mehrfach das Ziel von Attentatsversuchen. Im Sommer 2024 kam der damalige Präsidentschaftskandidat nur knapp mit dem Leben davon, als ein Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania auf ihn schoss, eine Kugel verletzte ihn damals leicht am Ohr. Ein Besucher starb, zwei weitere wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet. Die Szene, wie der blutverschmierte Trump nach dem Attentat die Faust in die Höhe reckte, ging in die Geschichte ein.

Donald Trump im Wahlkampf 2024: Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania schoss ein Atentäter auf den damaligen Präsidentschaftskandidaten. Die Kugel traf ihn am Ohr.
Gene J. Puskar/AP/dpaIm September 2024 schoss der Secret Service dann auf einen bewaffneten Mann, der sich in Büschen bei Trumps Golfplatz in West Palm Beach versteckt hatte und einen Anschlag geplant haben soll. Der Mann selbst feuerte keine Kugel ab – stattdessen floh er, wurde wenig später aber festgenommen. Vor kurzem wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt.