„Filmreif“ – mit diesem Wort beschreibt die Polizei Ravensburg eine wilde Verfolgungsjagd, die die Beamten am Sonntagmorgen (06.11.2022) erlebt haben.
Weil sich ein 31-Jähriger einer Verkehrskontrolle entziehen wollte, ist er mit Karacho davongedüst. Laut einer Pressemitteilung der Polizei ignorierte der Mann dabei eine rote Ampel, fuhr in falscher Fahrtrichtung und beschleunigte seinen Wagen innerorts auf ganze 130 Stundenkilometer, außerorts sogar auf 170 Stundenkilometer.

Mit 100 km/h über Bahnübergang „geschanzt“

Während der wilden Verfolgungsjagd sei das Auto, in dem noch zwei weitere Insassen waren, laut Polizei mehr als 20 Kilometer weiter in der Gemeinde Wangen mit 100 km/h über einen Bahnübergang „geschanzt“. Im Bereich Epplingser Halde stoppte der Fahrer seine Fahrt abrupt und flüchtete mit seinem 29-jährigen Beifahrer zu Fuß. Beide Flüchtigen konnten von den Beamten jedoch schnell gefasst werden. Bei der Festnahme verletzte der 29-Jährige einen Polizisten leicht. Der dritte Mitfahrer, ein 30-jähriger Mann, habe sich ohne Widerstand festnehmen lassen.

Raser war ohne Führerschein unterwegs

Nachdem die Beamten im Auto eine geringe Menge Betäubungsmittel finden konnten, ordnete ein Richter die Durchsuchungen der Wohnungen der drei Männer an. Das Resultat? In allen drei Wohnungen fanden die Beamten erneut Drogen.
Gegen alle drei Männer wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzt ermittelt. Der 29-Jährige muss sich ebenfalls wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Und der 31-jährige Raser? Auf ihn warten nun Ermittlungen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens. Außerdem besitzt der Mann gar keinen Führerschein, weswegen die Beamten nun auch wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis ermitteln.