Urlaub 2026 in Portugal und Spanien
: Reiseexperte gibt wichtigen Tipp

Die Überschwemmungen in Portugal und Spanien reihen sich in eine Kette von Naturkatastrophen in der Region. Diesen Tipp gibt ein Reiseexperte allen Urlaubshungrigen für 2026.
Von
Nicole Züge
Berlin
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ARCHIV - Deutsche Urlauber liegen am 09.06.2013 am Strand an der Plaja de Muro im Norden der Mittelmeerinsel Mallorca (Spanien). Bei der Planung des perfekten Urlaubsglücks sind die meisten Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge in erster Linie preisbewusst. «Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist für mehr als drei Viertel aller Deutschen eine Kernanforderung an den Urlaub», berichtete die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg am Dienstag (01.07.2014). Foto: Julian Stratenschulte/dpa (zu dpa: "Umfrage: Beim perfekten Urlaub müssen Preis und Leistung stimmen" vom 01.07.2014) +++ dpa-Bildfunk +++

Urlaub am Mittelmeer ist beliebt, aber auch sicher? Ein Reiseexperte gibt Tipps, wie man den Urlaub 2026 strategisch absichern kann. (Symbolbild)

Julian Stratenschulte / dpa

Die teilweise schweren Überschwemmungen in Portugal und Spanien rücken aktuell auch wieder die Reisesicherheit bestimmter Urlaubsländer in den Fokus. Bereits im Jahr 2025 kam es in Portugal, Spanien und Griechenland zu extremen Hitzewellen und anschließenden Waldbränden. Griechenland war zudem durch diverse Erdbeben immer wieder in den Medien. Auch die unsichere politische Lage ist in beliebten Urlaubsländern wie der Türkei oder Ägypten ein Risiko. Für diese Länder gelten aktuell sogar Teilreisewarnungen.

Es stellt sich die Frage: Kann man 2026 noch am Mittelmeer Urlaub machen, und wenn ja, wie können Urlauberinnen und Urlauber sich gegen Katastrophen am Reiseort möglichst gut absichern?

Reiseexperten raten zur Pauschalreise

Die Überschwemmungen aktuell in Portugal und Spanien werden in dieser Jahreszeit zwar weniger Reisende treffen, als in der Hauptreisezeit im Sommer. Dennoch bleibt das Risiko für Naturkatastrophen bestehen: So treten Waldbrände in Europa vor allem im Mittelmeerraum auf. Häufig sind Griechenland, Portugal, Süditalien, Südfrankreich oder die Türkei  in den Hauptreisezeiträumen betroffen. „Wir beobachten in den vergangenen Jahren in der Tat, dass es im Hochsommer vermehrt zu Bränden und Hitzeperioden, vor allem im östlichen Mittelmeer, kommt“, sagt Samed Kizgin, Chief Content Officer beim Krisenfrühwarnspezialisten A3M, der jährlich eine globale Risikokarte erarbeitet.

Demzufolge raten Reiseexperten, bei Reisen in gefährdete Gebiete in jedem Fall eine Pauschalreise zu buchen, also Flug und Hotel über einen Reiseanbieter. Solche Pauschalreisen bieten ein Sicherheitsnetz für medizinische Notfälle und bei extremen Wetterlagen. Denn dann kümmert sich der Veranstalter um Rückreise oder Unterkunft.

Individualtouristen, die sich Flüge, Züge und Unterkünfte selbst und einzeln buchen, bekommen in vielen Fällen ihr Geld nicht zurück. Das gilt auch bei Streiks und anderen Situationen, die zu Flugausfällen führen können. Ein gutes Beispiel dafür sind die anstehenden Streiks der Piloten. Pauschalreisende haben also deutlich bessere Chancen, eine Reise bei Gefahren kostenfrei zu stornieren oder umzubuchen.

Versicherungsschutz vorher prüfen!

Sinnvoll kann es auch sein, vor der Buchung schon zu klären, wie flexibel die Angebote sind und welcher Versicherungsschutz (etwa Reiserücktrittsversicherungen oder Absicherungen gegen außergewöhnliche Umstände wie Naturkatastrophen) ggf. dazugebucht werden muss. Auch aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts helfen, Risiken richtig einzuschätzen.