Überschwemmungen in Portugal und Spanien: Diese Regionen sind betroffen

In Südeuropa sorgt Stumtief Marta aktuell für Hochwasser und Überschwemmungen. Diese Regionen sind betroffen.
Ana Brigida/AP/dpaIn Portugal, Spanien und Marokko bleibt die Lage in den Hochwassergebieten auch nach einer Regenpause am Sonntag (8. Februar 2026) angespannt. Eine Liste zeigt, welche Orte und Regionen noch immer von Überschwemmungen betroffen oder bedroht sind.
Hochwasser in Portugal und Spanien
Nach einer ungewöhnlichen Serie schwerer Winterstürme standen weite Teile Portugals und Südspaniens unter Wasser. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notunterkünften untergebracht. Die Gefahr von Erdrutschen ist vielerorts noch immer hoch, berichteten die staatlichen Sender RTVE und RTP.
Hochwasser in Portugal, Spanien, Marokka und Frankreich: Diese Regionen sind betroffen
In den folgenden Orten kann es weiterhin gebietsweise zu Hochwasser kommen:
- Distrikt Beja,
- Distrikt Santarém,
- Distrikt Évora,
- Distrikt Portalegre,
- Distrikt Coimbra,
- Distrikt Viseu,
- Distrikt Vila Real,
- Distrikt Setúbal,
- Distrikt Leiria,
- Distrikt Braga,
- Distrikt Aveiro,
- Distrikt Guarda,
- Distrikt Porto,
- Distrikt Castelo Branco,
- Distrikt Viana do Castelo,
- Distrikt Faro,
- Distrikt Bragança,
- Lissabon,
- Fès-Meknès,
- Rabat-Salé-Kénitra,
- Béni Mellal-Khénifra,
- Tanger-Tétouan-Al Hoceïma,
- Casablanca-Settat,
- Marrakesch-Safi,
- Oriental,
- Drâa-Tafilalet,
- Nouvelle-Aquitaine,
- Okzitanien,
- Auvergne-Rhône-Alpes,
- Centre,
- Andalusien,
- Kastilien-La Mancha,
- Kastilien und León,
- Extremadura,
- Galicien,
- Aragonien,
- Autonome Gemeinschaft Madrid,
- Navarra,
- La Rioja,
- Land Valencia,
- Asturien,
- Murcia,
- Katalonien
- und Kantabrien.
Ausblick: So wird das Wetter in den betroffenen Gebieten
Für die kommende Woche sind erneut Regenfälle angekündigt und damit steigt auch das Risiko für Überschwemmungen wieder an. Grund sind die bereits gesättigten Böden, hinzu kommen volle Stauseen und über die Ufer getretene Flüsse. Besonders dramatisch ist die Situation in Marokko. Vor allem der Norden des Landes ist betroffen, darunter die Stadt Ksar al-Kebir nordöstlich von Rabat. Dort wurden große Teile der Bevölkerung evakuiert. Insgesamt mussten mehr als 154.000 Menschen ihre Wohnorte verlassen, teilte das Innenministerium mit. Auch am Sonntag kam es in Städten wie Tanger, Salé und Casablanca zu schweren Überschwemmungen. Der Schiffsverkehr war eingeschränkt, es kam zu Engpässen bei Treibstoff und Tierfutter.
Sturmtief „Marta“
Auslöser für die Überschwemmungen war das Sturmtief „Marta“, das am Samstag Portugal, Südspanien und Marokko mit Starkregen, Orkanböen und hohen Wellen traf. Es war bereits das siebte Sturmtief seit Jahresbeginn. Zuvor hatte „Leonardo“ die Region heimgesucht. In Spanien starb dabei eine Frau in der Region Málaga. In Portugal kamen seit vergangener Woche insgesamt 13 Menschen ums Leben, Hunderte wurden bei Aufräumarbeiten verletzt.
In Portugal und Spanien unterstützte das Militär die Katastrophenschutzkräfte. Die Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft werden auf mehr als sieben Milliarden Euro geschätzt. Auch in Marokko drohen hohe Verluste in der Landwirtschaft. Positiv wirkt sich der viele Regen auf die Wasserversorgung aus. Die Stauseen sind gefüllt, im Sommer dürfte es trotz Hitze weniger Wassermangel geben. In Andalusien musste die Kleinstadt Grazalema vollständig geräumt werden.
Wassermassen, die unterirdisch aus höheren Lagen in den Ort strömten, verursachten Erschütterungen. Medien sprachen von einem seltenen „Wasserbeben“. Meteorologen erklären die extreme Wetterserie mit einer ungewöhnlichen Druckverteilung über dem Atlantik. Ein weit nach Süden reichendes Hoch über Grönland und Island habe die Zugbahnen der Tiefdruckgebiete verschoben. Stürme, die sonst Nord- und Mitteleuropa treffen, zogen so ungewöhnlich weit südlich über die Iberische Halbinsel und Nordafrika.
