Urlaub 2026: Für diese Länder gelten aktuell Reisewarnungen

Ein Fischerboot in Thailand. Für einige beliebte Reiseländer gelten aktuell (Teil-)Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Welche das sind, zeigt unsere Übersicht.
picture alliance / Visually / Pavel MuravevWer in diesem Jahr nach Ägypten, Thailand oder in die Türkei fliegen will, sollte sich mit den aktuellen Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts (AA) vertraut machen. Auch für weitere, beliebte Reiseziele hat das AA Warnungen ausgesprochen. Ein Überblick.
Reisewarnungen für diese Urlaubsländer
Aktuell warnt das AA für kein Urlaubsland vollständig, es gibt aber für bestimmte Regionen beliebter Reiseziele sogenannte Teilreisewarnungen. Diese Warnungen spricht das Auswärtige Amt aus, wenn von Reisen in bestimmte Regionen eines Landes abgeraten wird. Solche Teilreisewarnungen gelten aktuell für die folgenden Urlaubsländer:
Türkei: Die Sicherheitslage in der Türkei ist 2026 eng mit den Krisen im Nahen Osten verknüpft. Seit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 und der folgenden Eskalation herrscht in der Region erhöhte Spannung. In Nord- und Ostsyrien dauern die Kämpfe zwischen der syrischen Armee und kurdischen Milizen an, zudem kommt es seit März 2025 in Westsyrien zu Massakern an Minderheiten. Ein mögliches Übergreifen der Gewalt auf die Südosttürkei ist nach einschlägiger Expertenmeinung nicht ausgeschlossen. Aktuell besteht darum eine Teilreisewarnung für die Türkei für die Grenzgebiete zu Syrien und Irak. Das betrifft die Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri.
Ägypten: Die Sicherheitslage in Ägypten gilt derzeit als insgesamt stabil. Dennoch besteht landesweit ein Risiko terroristischer Anschläge, die in der Vergangenheit vorwiegend auf der Sinai-Halbinsel stattfanden und sich meist gegen Sicherheitskräfte, teilweise gegen koptische Einrichtungen und vereinzelt gegen ausländische Ziele richteten. Trotz Aufhebung des Ausnahmezustands 2021 verfügen Militär und Sicherheitskräfte weiterhin über weitreichende Befugnisse,. Besonders nachts kommt es zu verstärkten Kontrollen. Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, in das Grenzgebiet zum Gazastreifen sowie in entlegene Sahara-Regionen an den Grenzen zu Libyen und Sudan wird gewarnt. Auch im Süden der Sinai-Halbinsel wird von individuellen Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung abgeraten. Wüsten- und Abenteuerreisen sollten ausschließlich mit lizenzierten, anerkannten Anbietern erfolgen, da militärische Operationen stattfinden und Genehmigungen kurzfristig entzogen werden können.
Reisewarnungen für Asien
Eine weitere Teilreisewarnung besteht aktuell für die Philippinen. Dort rät das Auswärtige Amt von Reisen in bestimmte Gebiete ab, da es in diesen Gebieten für die deutsche Botschaft vor Ort sehr schwer oder nur begrenzt möglich ist, Nothilfe für Deutsche zu leisten.
Angesichts dessen wird vor Reisen auf die Zamboanga-Halbinsel (Region IX), in die Provinzen Misamis Occidental und Lanao del Norte (Region X), in die Bangsamoro Autonomous Region in Muslim Mindanao (BARMM), nach Soccsksargen (Region XII) sowie auf alle Inseln des Sulu-Archipels einschließlich der umliegenden Seegebiete gewarnt. Von nicht notwendigen Reisen in andere Teile Mindanaos und in die Mindanao-See wird ebenfalls abgeraten. Ausgenommen sind Davao City sowie die Inseln Camiguin, Dinagat und Siargao.
Auch Thailand ist nicht vollumfänglich sicher zu bereisen, wenn auch die Risikoregionen relativ weitab der typischen Touristendomizile liegen. Allerdings sind im Land traditionell auch Rucksackreisende unterwegs, die möglicherweise von den touristischen Routen abweichen. Das AA warnt für Thailand vor Reisen in das Grenzgebiet zu Kambodscha im Umkreis von 50 Kilometern. Seit Juli 2025 kam es dort zu militärischen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten. Trotz Waffenstillstands im Dezember 2025 gilt entlang der Grenze weiterhin das Kriegsrecht, die Grenzübergänge bleiben geschlossen und eine erneute Eskalation ist nicht ausgeschlossen. Dringend abgeraten wird zudem von Reisen in die südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie in Teile von Songkhla; von nicht notwendigen Reisen auf die Inseln Ko Chang, Ko Mak und Ko Kut wird ebenfalls abgeraten.

