Türkei-Urlaub 2026
: Auswärtiges Amt warnt - das sollten Touristen besser lassen

Das Auswärtige Amt warnt vor bestimmten Aktivitäten, die Reisende in der Türkei unterlassen sollten. Dazu gehören auch beliebte Urlaubsaktivitäten.
Von
Nicole Züge
Berlin
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ARCHIV - Die Hagia Sopia in Istanbul (Tuerkei), aufgenommen am 05.12.2012 kurz nach Sonnenaufgang. Die Hagia-Sopia war eine byzantinische Kirche, später eine Moschee und beherbergt heute ein Museum, das Hagia-Sophia-Moschee-Museum. (zu dpa «Veranstalter: Türkei-Touristen unbeeindruckt von Gabriels Warnung» vom 20.08.2017) Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wer 2026 einen Türkei-Urlaub plant, sollte diese Dinge wissen.

Marius Becker/dpa

Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland und Touristenhochburgen wie Ankara, Istanbul und die türkische Riviera versprechen Sonne pur, Kultur und atemberaubende Strände. Es gibt allerdings auch einige Dinge, die man in der Türkei nicht tun sollte. Das Auswärtige Amt warnt vor bestimmten Touristenaktivitäten und Handlungen, die möglicherweise für deutsche Urlauber auf den ersten Blick ganz ungefährlich wirken, es aber nicht sind. Für einige Regionen gilt zudem eine Reisewarnung.

Reisewarnungen für die Türkei: Diese Regionen sind betroffen

Das Auswärtige Amt (AA) warnt deutsche Türkei-Reisende vor der Reise in bestimmte Regionen. Die typischen Touristenhochburgen sind von der Reisewarnung nicht betroffen, allerdings gibt es auch einige „Geheimtipps“ für nicht so überlaufene Gegenden. Betroffen sind die Regionen im Grenzgebiet der Türkei zu Irak und zu Syrien in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri. Von nicht notwendigen Reisen in diese Gegenden wird abgeraten.

In allen Teilen der Türkei muss „grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden“, schreibt das AA in seinen Reisehinweisen. Weiter heißt es: „Meiden Sie größere Menschenansammlungen auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie den Aufenthalt in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen.“

Achtung bei Jeep-Safaris

Es gibt aber durchaus auch in den touristisch stark ausgebauten Gebieten der Türkei einiges, das Reisende lieber nicht tun sollten oder bei denen Vorsicht geboten ist. Dazu gehören unter anderem Jeep-Safaris.

Laut dem Auswärtigen Amt entsprechen die Fahrzeuge bei den beliebten Jeep-Safaris nicht immer den üblichen Sicherheitsstandards. Bei Jeep-Touren, auf denen Urlauber selbst fahren dürfen, ist besondere Vorsicht geboten. Sowohl die Fahrzeugtypen, als auch das Offroad-Gelände sind für Ungeübte eine Herausforderung. eb durch unwegsames Gelände zu fahren. Sollte es zu einem Unfall kommen, ist besondere Vorsicht geboten. Reiseveranstalter übernehmen häufig keine Gewähr. Darüber hinaus besteht laut dem Amt – unabhängig von der Schuld- oder Verursacherfrage – ein hohes Risiko, dass türkische Gerichte eine Ausreisesperre bis zur endgültigen Klärung des Unfalls verhängen.

Drogen: Darf man CBD oder medizinisches Cannabis in die Türkei mitnehmen?

Ganz klar: Nein! In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft: 10 bis 20 Jahre Gefängnis stehen auf die Einfuhr, 6 bis 12 Jahre auf die Ausfuhr von Drogen. Auch der Gebrauch von Cannabis ist in der Türkei sowie im Transitbereich türkischer Flughäfen weiterhin verboten. Das Verbot gilt ebenfalls für die Ein- und Ausfuhr von medizinischem Cannabis oder CBD-Produkten.

Fotografieren im Türkei-Urlaub: das ist erlaubt, das verboten

Das harmlose Foto am Strand oder vor einer Sehenswürdigkeit ist natürlich auch in der Türkei erlaubt. Vorsichtig sollten Reisende bei militärischen Einrichtungen, Grenzanlagen und Angehörigen der Sicherheitskräfte sein. Hier sind Fotos nicht gestattet. Auch an bestimmten Orten wie Friedhöfen, religiösen Stätten oder privaten Anwesen kann das Fotografieren „zu negativen Reaktionen bei Bevölkerung und Sicherheitskräften führen“, heißt es beim Auswärtigen Amt.

Autofahren und Camping in der Türkei

Die Promillegrenze beträgt in der Türkei 0,5. Wer mit Anhängern unterwegs ist, muss komplett nüchtern sein. Empfohlen wird, Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen, möglichst zu vermeiden, da die Straßen oft nicht ausreichend beleuchtet sind und das Autofahren daher mit erhöhten Gefahren verbunden ist. Unbewachte Parkplätze oder Campingplätze stellen laut Auswärtigem Amt ebenfalls ein Risiko für Reisende dar. Übrigens: Die Einfuhr von Messern und anderen Schneidwerkzeugen, also auch Campingmessern, ist nicht erlaubt.

Taxifahren in der Türkei

Empfehlenswert ist es laut der Reiseempfehlungen, bei Taxifahrten auf das Einschalten des Taxameters zu beharren. In Istanbul ist es darüber hinaus ratsam, vorab den Fahrpreis zu verhandeln.

Likes und Kommentare in den sozialen Medien

Das Auswärtige Amt informiert Türkeireisende darüber, dass es aufgrund des sehr weit gefassten Terrorismusbegriffs in der Türkei zu Problemen bei der Aus- oder Einreise kommen kann. Was in Deutschland vom Grundrecht der freien Meinungsäußerung gedeckt ist, kann in der Türkei unter Umständen für eine Strafverfolgung ausreichen. Das gilt für kritische Äußerungen, das Teilen, Kommentieren oder „Liken“ von fremden Beiträgen in sozialen Medien oder die Teilnahme an Demonstrationen. Betroffen seien „insbesondere, aber nicht ausschließlich deutsche Staatsangehörige mit privaten und persönlichen Bindungen in die Türkei“ sowie Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft.

Sicherheit: Reisewarnung für bestimmte Regionen der Türkei

Im unmittelbaren Grenzgebiet der Türkei zu Syrien (hauptsächlich in den Provinzen Şanlıurfa und Mardin) und zu Irak bestehen laut Auswärtigem Amt Gefahren durch angrenzende Auseinandersetzungen. Von Reisen in die Provinzen Sırnak und Hakkâri wird dringend abgeraten. 

Türkeireisen während des Ramadan: Tipps für Individualreisende

Während des Ramadan kann es außerhalb der Touristengebiete Einschränkungen geben, vor allem was das Essen, Trinken und Rauchen betrifft. Gegebenenfalls werden diese Dinge nicht geduldet.

Shopping in der Türkei

Das eine oder andere Souvenir ist natürlich erlaubt, allerdings sollten Reisende vorsichtig bei sogenannten „Kultur- und Naturgütern“ sein, worunter beispielsweise auch Antiquitäten, Fossilien oder alte Münzen gefasst werden. Sogar zunächst harmlos wirkende, dekorative bzw. speziell bearbeitete Steine können zum Problem werden. Darum sollte man alles, was „alt“ aussieht sowie Münzen, Steine, Fossilien und andere Antiquitäten auf keinen Fall kaufen. Auf die Ausfuhr solcher Güter stehen Gefängnisstrafen von bis zu 10 Jahren.

Ausweisdokumente für die Einreise in die Türkei

Die Einreise in die Türkei ist mit Reisepass (auch vorläufigem), Kinderreisepass sowie Personalausweis möglich. Nicht empfohlen wird die Einreise mit einem vorläufigen Personalausweis. Ein Reisepass sollte noch über mindestens eine leere Seite verfügen.