Unwetter in Spanien aktuell: Chaos in Madrid – Regenrekord und Überflutungen

Rekordregenfälle haben in Madrid für Chaos gesorgt – aber nicht nur die spanische Hauptstadt war betroffen.
picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Diego RadamésStarke Unwetter haben Teile Spaniens ins Chaos gestürzt, es gab Rekordregenfälle und Überschwemmungen. Selbst eine der bedeutendsten Verkehrsadern des Landes musste vorübergehend gesperrt werden.
Neuer Regenrekord führt zu Chaos in Madrid
Ein Regenrekord seit Beginn der Erfassungen vor mehr als hundert Jahren hat am Donnerstag in Madrid Chaos verursacht. Allein zwischen neun und 18 Uhr sei in der spanischen Hauptstadt eine Regenmenge von gut 90 Litern pro Quadratmeter registriert worden, teilte der nationale Wetterdienst Aemet am Abend mit. Es wurde erwartet, dass diese Zahl bis Mitternacht noch ansteigen würde. Aber bereits vor Ende des Tages sei der alte Madrider Tagesrekord vom 21. September 1972 (87 Liter) übertroffen worden, hieß es.
Zahlreiche Überschwemmungen in der spanischen Hauptstadt
Am Nachmittag bereitete das Sturmtief „Aline“ erhebliche Probleme. Berichten des staatlichen Fernsehsenders RTVE zufolge kam es zu Überschwemmungen auf zahlreichen Straßen, in Kellern, U-Bahn-Stationen und sogar in Krankenhäusern. Einige Straßen mussten gesperrt werden, der U- und S-Bahn-Verkehr kam teilweise zum Stillstand. Darüber hinaus wurden mehrere Bäume entwurzelt. Aus Sicherheitsgründen wurde der beliebte Stadtpark Retiro im Zentrum der Stadt, der sowohl bei Einheimischen ("Madrileños") als auch bei Touristen sehr beliebt ist, geschlossen. Bis 17 Uhr verzeichnete die Feuerwehr fast 200 Einsätze, jedoch gab es zum Glück keine Verletzten.
Auch andere Teile Spaniens von Unwettern betroffen
Auch in anderen Teilen Spaniens verursachte das Unwetter zahlreiche Probleme. Das wohl größte: Die täglich von vielen Tausenden benutzte Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung zwischen den beiden größten Metropolen des Landes, Madrid und Barcelona, habe nachmittags wegen eines witterungsbedingten Defekts eingestellt werden müssen, teilte die Bahnnetz-Verwaltungsbehörde Adif mit. Am späten Abend war die Verbindung noch nicht wiederhergestellt worden.
(mit Material von dpa)
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