Unwetter in BW: Ein Toter und mehrere Verletzte – die Folgen schwerer Gewitter

Nach den Unwettern räumen die Einsatzkräfte auf.
Jason Tschepljakow/dpa- Heftige Gewitter trafen Baden-Württemberg – ein Mensch starb in Karlsruhe.
- Dort gab es über 250 Einsätze, viele Überflutungen und beschädigte Ampeln sowie Fahrzeuge.
- In Ulm fielen Äste und Dachziegel, Bäume blockierten Straße, Stromleitung und ein Bahngleis.
- Pforzheim meldete rund 30 Einsätze ohne Verletzte, Ludwigsburg etwa 70 mit leichten Verletzungen.
- In Besigheim schlug ein Blitz ins Dach und löste einen Brand aus, im Rems-Murr-Kreis gab es hohe Schäden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen haben am Donnerstagabend in vielen Regionen Baden-Württembergs erhebliche Schäden angerichtet. Nach ersten Erkenntnissen kam in Karlsruhe ein Mensch ums Leben: Ein Baum stürzte während des Unwetters um und traf die Person tödlich, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben machte sie zunächst nicht.
Auch über Ulm zog am Donnerstagabend eine Gewitterzelle. Die Feuerwehr Ulm berichtete unter anderem von herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Mehrere Bäume seien umgestürzt. Einer traf ein fahrendes Auto, einer stürzte auf eine Stromleitung und ein anderer blockierte ein Bahngleis zwischen Ulm und Söflingen.
Hunderte Einsätze wegen Unwetter
Allein in Karlsruhe waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk mit Hunderten Einsatzkräften im Dauereinsatz. Die Branddirektion registrierte mehr als 250 wetterbedingte Einsätze bis in die Nacht. Zwischen 19 und 23 Uhr kam es laut Polizei zu zahlreichen Überflutungen und Überschwemmungen. Beschädigt wurden außerdem Ampeln und Fahrzeuge. Herabfallende Äste trafen mehrere Radfahrer sowie ein Kind, die leicht verletzt wurden. Eine Person wurde tödlich verletzt. Wegen der Vielzahl der Notrufe rief die Stadt eine sogenannte außergewöhnliche Einsatzlage aus, um die Einsätze zentral zu koordinieren.
Auch in anderen Teilen des Landes beschäftigte das Unwetter die Rettungskräfte. Im Raum Pforzheim registrierte die Polizei rund 30 Einsätze. Umgestürzte Bäume und hochgedrückte Gullydeckel sorgten für Behinderungen, verletzt wurde dort niemand.
Kaputte Dächer und vollgelaufene Keller
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wurden rund 70 Einsätze gezählt. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem wegen herabgestürzter Dachziegel und vollgelaufener Keller aus. In Besigheim schlug nach ersten Erkenntnissen ein Blitz in das Dach eines Gebäudes ein und löste einen Brand aus. Mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt.
In der Gemeinde Neckartailfingen im Kreis Esslingen stürzte ein Carport im Unwetter auf vier Fahrzeuge. Die Polizei bestätigte den Vorfall und sprach von einem geschätzten Schaden von 60.000 bis 70.000 Euro.
Im Rems-Murr-Kreis beschädigten umstürzende Bäume zwei Häuser stark, es entstand ein Schaden von etwa 100.000 Euro. Insgesamt gab es wegen der Unwetter 37 Einsätze, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Auch Stromausfälle seien gemeldet worden.
Aquaplaning auf der Autobahn 8
Auf der Autobahn 8 in Schwaben kam es zu einer Unfallserie mit sechs Unfällen durch Aquaplaning. Ein Mensch wurde dabei am Donnerstagabend schwer verletzt, zwei weitere Menschen leicht, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Unfälle ereigneten sich demnach zwischen den Anschlussstellen Burgau (Landkreis Günzburg) und Günzburg in Fahrtrichtung Stuttgart.
Im Einsatzgebiet des Polizeipräsidiums Offenburg gab es am Abend eine einstellige Zahl an Einsätzen. Glimpflicher kam der übrige Südwesten davon: Andere Polizeipräsidien meldeten keine oder nur vereinzelte kleinere Schäden.
Superzelle über Baden-Württemberg
Der Deutsche Wetterdienst hatte am Donnerstag von einer sogenannten Superzelle gesprochen, die sich am Nachmittag von Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm geschoben habe. Die Superzelle hatte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine im Gepäck, wie ein Sprecher berichtete. Der DWD hatte am Donnerstag auch eine Unwetterwarnung für alle vier Regierungsbezirke veröffentlicht, die bis in die frühen Morgenstunden des Freitags galt.
Vergleichsweise glimpflich verlief das Unwetter in anderen Landesteilen. Das Polizeipräsidium Offenburg meldete lediglich wenige Einsätze, weitere Polizeipräsidien berichteten nur von vereinzelten kleineren Schäden.

