Unwetter in Ulm/Neu-Ulm
: Umgestürzte Bäume und Unfälle auf der A8

Die Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Ulm, Neu-Ulm und Region hat sich am Donnerstagabend bewahrheitet. Es gab schwere Gewitter mit Hagel.
Von
Laura Mensch,
Nico Pannewitz
Ulm/Neu-Ulm
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Unwetter in Baden-Württemberg

Die Feuerwehren sind in den vergangenen Tagen aufgrund von schweren Gewittern an vielen Stellen in Baden-Württemberg im Einsatz gewesen. Und noch ist die Unwettergefahr nicht vorbei – auch nicht in der Region Ulm.

Jason Tschepljakow/dpa
  • DWD warnt vor schweren Gewittern in Ulm, Neu-Ulm und Region ab Donnerstagnachmittag.
  • Vorabinformation gilt für Alb-Donau-Kreis, Stadt Ulm und Kreis Neu-Ulm von 15 Uhr bis Mitternacht.
  • Möglich sind großer Hagel bis vier Zentimeter, Starkregen bis 30 l/qm und Orkanböen bis 130 km/h.
  • Am Abend können Gewitter zu größeren Komplexen zusammengehen – Gefahr bleibt regional bestehen.
  • Unwetter treten meist lokal auf, genaue Orte nennt der DWD erst mit späteren amtlichen Warnungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bereits am Morgen hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Ulm, Neu-Ulm und die Region vor einer gefährlichen Wetterlage am Donnerstag (16.7.2026) gewarnt – konkret vor schweren Unwettern bis Mitternacht.

Am späten Nachmittag und frühen Abend zogen dann erste starke bis schwere Gewitter über den Alb-Donau-Kreis und den Kreis Neu-Ulm. Die Feuerwehr Ulm berichtete unter anderem von herabfallenden Ästen und Dachziegeln. Im Norden der Stadt sei ein Baum auf ein fahrendes Auto gekracht, die Insassen konnten sich demnach nicht mehr aus dem Fahrzeug befreien und setzten einen Notruf ab. Ein weiterer Baum sei auf eine Stromleitung gestürzt, ein anderer auf ein Bahngleis zwischen Ulm und Söflingen. Verletzt wurde niemand.

Laut dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West gab es auf der A8 zudem einige Unfälle aufgrund des Unwetters, größere Schäden ergaben sich dabei aber nicht. „Hoffen wir, dass es so bleibt“, meinte ein Polizeisprecher am Abend.

Keine größeren Schäden in Ulm und Region

Die Bilanz am Freitagmorgen: Das Polizeipräsidium Ulm berichtet von etwa 20 unwetterbedingten Einsätzen in Ulm sowie den Landkreisen Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und Biberach. Unter anderem seien Bäume auf Straßen und Radwege gefallen und ein Strommast umgeknickt. Von Stromausfällen wusste eine Sprecherin allerdings nichts. Außerdem sei eine Autofahrerin in Böfingen von einer nassen Straße abgekommen. Sie habe sie aber weder verletzt noch sei ihr Auto beschädigt worden. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West berichtete für den Landkreis Neu-Ulm lediglich von einigen Feuerwehreinsätzen. Größere Schäden oder Unfälle seien nicht bekannt.

Der DWD warnte auch für die Nacht weiterhin vor heftigem Starkregen mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagelkörnern mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern,  sowie schweren Sturm- bis Orkanböen zwischen 100 und 130 Stundenkilometern.

Schwere Unwetter treten lokal auf

Der DWD wies darauf hin, dass es sich um eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotenzial handelt. Die Vorabinformation soll Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, sich frühzeitig auf mögliche Unwetter vorzubereiten. Zugleich betonte der Wetterdienst, dass Gewitter mit diesen Begleiterscheinungen meist nur lokal auftreten und oft nur wenige Orte mit voller Intensität treffen. Wo und wann die schwersten Gewitter tatsächlich auftreten, lasse sich erst mit den später ausgegebenen amtlichen Warnungen genauer eingrenzen.

Zahlreiche Einsätze am Mittwoch

Heftige Unwetter mit Hagel, Gewitter, Sturm und Starkregen hatten bereits am Mittwoch in Baden-Württemberg zahlreiche Einsätze ausgelöst. Besonders betroffen waren die Bodenseeregion und der Raum Reutlingen. Am Bodensee rückte die Feuerwehr vor allem wegen umgestürzter Bäume aus, in Kressbronn stürzte auf einem Campingplatz ein Baum auf ein Wohnmobil.

Mit Informationen der dpa.