Unwetter BW: Umweltministerin: Wegen Klimawandel auf häufige Gewitter vorbereiten

Immer wieder kam es in den vergangenen Tagen in vielen Teilen Baden-Württembergs zu Unwettern – auch in Ulm.
Lars SchwerdtfegerDie Gewitter, Stürme und Überschwemmungen der vergangenen Tage sind nach Überzeugung der baden-württembergischen Umweltministerin eine Folge des Klimawandels. „Die Unwetter mahnen uns, unsere Anstrengungen beim Klimaschutz zu erhöhen“, sagte Thekla Walker (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. „Und sie erinnern uns daran, dass wir uns darauf vorbereiten müssen, dass es künftig verstärkt zu Starkregen- und Hochwasserereignissen kommen kann. Auch am eigenen Wohnort“, mahnte sie.
Walker rief die Kommunen auf, die extremen Wetterlagen im Blick zu haben und sich vorzubereiten. Für die Hochwasser an Flüssen lägen Hochwassergefahrenkarten vor, mit denen sich die Kommunen ausmalen könnten, wie wahrscheinlich und wie stark sich verheerende Hochwasserereignisse in ihrer Region ereignen könnten. Außerdem lasse sich dort ablesen, wie hoch die zu erwartenden Schäden ausfallen könnten.
Hochwasser BW: 83,5 Millionen Euro für Schutz
Nach Angaben des Landesumweltministeriums sind bislang 51 kommunale Starkregenkonzepte - unter anderem Dämme, Risikoanalysen und Umleitungen von Gewässern - fertiggestellt, für weitere 163 seien die Fördermittel bewilligt. Acht Programme seien beantragt. Für den Hochwasserschutz an landeseigenen Gewässern stellt das Land in diesem Jahr rund 83,5 Millionen Euro bereit.
Unwetter in Baden-Württemberg: umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller
In den vergangenen Tagen waren wiederholt Unwetter über Baden-Württemberg hinweggezogen und hatten hohen Schaden verursacht. In der Nacht zum Dienstag etwa stürzten Bäume um, Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Landesweit waren nach Angaben des Innenministeriums rund 4000 Einsatzkräfte im Einsatz, bei der Polizei im Land gingen rund 1100 Notrufe ein. Besonders betroffen von dem Unwetter waren demnach der Großraum Stuttgart und die Kreise Reutlingen und Calw.
Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten liegt bei 6,6
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist erneut gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt nun bei 6,6 nach 6,8 am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Der Anteil der Infektionen mit der Delta-Variante liegt bei 8,99 Prozent. Bei weiteren 3,1 Prozent liegt ein Verdacht auf die Delta-Variante vor.
Alle 44 Stadt- und Landkreise liegen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Schwelle von 35. Den höchsten Wert hat nach wie vor die Stadt Heilbronn mit 30,8.
Im Vergleich zum Vortag kamen am Dienstag 145 Corona-Neuinfektionen und 8 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung dazu. Damit sind nun
500.802 Infektionsfälle und 10 243 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus im Südwesten registriert.

