Gewitter und Starkregen haben am Wochenende die Einsatzkräfte auf Trab gehalten: Vor allem über den Süden Deutschlands sind am Pfingstwochenende immer wieder Unwetter hinweggezogen. Heftige Hagelschauer haben in Teilen von Bayern Felder und Orte überzogen. Schneeschippen und sogar ein Radlader waren zum Räumen im Einsatz. Welche Folgen hatte das Unwetter in Bayern gestern, an Pfingstsonntag? Und gibt es heute aktuell eine Unwetterwarnung? Alle Infos zum Wetter in Bayern an Pfingstmontag und in den kommenden Tagen im Überblick.

Unwetter in Bayern gestern: Das waren die Folgen

Ganz große Schäden blieben in Folge des Unwetters am 5.6.2022 zwar aus, trotzdem waren die Einsatzkräfte vielerorts gefragt. Weiße Pfingsten gab es etwa im Allgäu: Der Hagel lag im Landkreis Lindau an Pfingstsonntag stellenweise so dick, dass es einer verschneiten Winterlandschaft glich. Anwohner schippten das eisige Weiß mit Schneeschiebern beiseite, sogar ein Radlader war im Einsatz und türmte den Hagel meterhoch.
Vielerorts verursachten die Unwetter in Bayern Schäden wie herabfallende Dachziegel, Blitzeinschläge oder vollgelaufene Keller. In Biessenhofen blieb ein Auto in einer vollgelaufenen Unterführung stecken. Die Insassen konnten unverletzt befreit werden. In Immenstadt blieben die Gondeln der Mittagbahn aufgrund des Unwetters stehen, vier Menschen wurden daraus befreit.
Einsatzkräfte der Feuerwehr pumpen Wasser von einer überfluteten Straße. In Bayern hat es am Pfingstsonntag neben starken Regenfällen auch schwere Gewitter und starke Windböen gegeben. Es seien teils heftige Hagelschauer niedergegangen, hieß es von der Polizei. Foto: André März/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Einsatzkräfte der Feuerwehr pumpen Wasser von einer überfluteten Straße. In Bayern hat es am Pfingstsonntag neben starken Regenfällen auch schwere Gewitter und starke Windböen gegeben. Es seien teils heftige Hagelschauer niedergegangen, hieß es von der Polizei. Foto: André März/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
© Foto: André März/dpa

Heftige Gewitter in Bayern gestern: Einsätze der Feuerwehr und Polizei

Auch in Niederbayern brachten die Unwetter am Pfingstsonntag zahlreiche Einsätze für Polizei und Feuerwehr. Bei Neukirchen (Landkreis Straubing-Bogen) sei ein Baum auf ein Auto gestürzt, teilte die Polizei am frühen Montagmorgen mit. Auch auf der Bundesstraße 388 nahe Velden (Landkreis Landshut) fiel ein Baum auf ein fahrendes Auto. In beiden Fällen wurde niemand verletzt. In Pilsting (Landkreis Dingolfing-Landau) musste wegen eines Gewitters ein Bierzelt mit rund 2500 Besuchern geräumt und die Veranstaltung beendet werden.

Unwetter an Pfingstsonntag in Bayern: „Ikarus“ kurz unterbrochen

Während der Gewitter seien Feuerwehr und Polizei zu mehr als 50 Einsätzen ausgerückt, teilte die Polizei in Schwaben mit. In Memmingen wurde das Musikfestival „Ikarus“ am Nachmittag kurzzeitig unterbrochen. Zwischen 15 und 16 Uhr hätten keine Bands gespielt, die Gäste seien gebeten worden, sich nicht in ihre Zelte, sondern in ihre Autos zu begeben. Ab 16 Uhr wurde das Konzertprogramm dann fortgesetzt.

Gewitter in Bayern: Gilt aktuell eine Unwetterwarnung?

Nach dem starken Unwetter, das vielerorts Gewitter, Starkregen und sogar Hagel mit sich brachte, fragen sich die Menschen in Bayern an Pfingstmontag, ob auch heute eine Unwetterwarnung vorliegt. Von der UnwetterZentrale lag am Montagnachmittag (Stand: 15 Uhr) keine Warnung für ein neues Unwetter in Bayern vor. Laut des Deutschen Wetterdiensts (DWD) ist das Wetter aber heute, am 6. Juni 2022, weiter unbeständig. Während das Risiko für Gewitter am Nachmittag gering ist, könnte es gegen Abend in der Nähe der Alpen einzelne Gewitter geben. In der Nacht zum Dienstag wird es dann vielerorts ungemütlich und zunehmend stark bewölkt. Von Südwesten her ziehen laut DWD schauerartige Regenfälle und einzelne Gewitter auf. Außerdem kühlt es ab.

Wetter in Bayern: Droht an kommenden Tagen Unwetter?

Die Meteorologen erwarten auch in den kommenden Tagen wieder viele Wolken, Schauer und Gewitter. In der neuen Woche bestimmten Tiefdruckgebiete das Wetter, hieß es am Montag vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Es werde zwar unbeständig, Unwettergefahr bestehe jedoch keine mehr.