Türkei
: Neue Details zur Todesursache der Familie in Istanbul erwartet

Eine Familie aus Hamburg war vor mehr als einer Woche nach Istanbul gereist. Innerhalb kurzer Zeit starben die beiden Kinder und ihre Eltern. Was ist zur Todesursache aktuell bekannt?
Von
David Hahn
Istanbul
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Krankenwagen in der Türkei

Krankenwagen in der Türkei (Symboldbild). Die Todesfälle der vierköpfigen Familie aus Hamburg geben Ermittlern Rätsel auf.

Francisco Seco/AP/dpa

Eine vierköpfige Familie aus Hamburg ist im Türkei-Urlaub tragisch ums Leben gekommen. Warum starben die Mutter, der Vater und ihre beiden kleinen Kinder innerhalb weniger Tage in Istanbul?

Türkei: Vergiftung möglich - Rätsel um Todesursache

Die Familie war vor mehr als einer Woche nach Istanbul gereist. Am Mittwoch suchten die Eltern mit ihren Kindern erstmals ein Krankenhaus auf, nachdem alle über starke Übelkeit und Erbrechen geklagt hatten. Trotz zwischenzeitlicher Entlassung verschlechterte sich ihr Zustand in der folgenden Nacht dramatisch. Die beiden Kinder starben noch kurz darauf, die Mutter am Freitag. Der Vater kämpfte mehrere Tage im Krankenhaus um sein Leben und erlag am Montagabend in einem Krankenhaus seinen schweren Symptomen. Eine erste Autopsie hatte jedoch keine eindeutigen Hinweise geliefert. Nun sollen Untersuchungen der Gerichtsmedizin sowie detaillierte toxikologische Analysen weitere Erkenntnisse zur Todesursache ermöglichen. Die Ergebnisse stehen aktuell noch aus.

Die Ermittler prüfen mehrere Szenarien. Im Vordergrund steht bislang der Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung. Gleichzeitig wird aber auch untersucht, ob eine chemische Substanz eine Rolle gespielt haben könnte. Medienberichten zufolge soll im Hotelzimmer der Familie kurz zuvor ein Mittel zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt worden sein. Zwei weitere Hotelgäste mussten wegen Übelkeit und Erbrechen medizinisch behandelt werden. Das Hotel wurde vorsorglich evakuiert und versiegelt.

Lebensmittelvergiftung in Istanbul? Bereits 11 Festnahmen

Im Zusammenhang mit möglichen verunreinigten Speisen nahm die Polizei inzwischen elf Verdächtige fest. Gegen vier von ihnen, darunter Verkäufer von Süßigkeiten, Muscheln und Kokoreç sowie ein Cafébesitzer, erließ ein Gericht einen Haftbefehl. Die vier Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft. Die Familie hatte zuvor bei ihnen gegessen. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Der Verdacht auf eine Lebensmittelvergiftung und die mediale Berichterstattung rücken aktuell die Lebensmittelhygiene in der Türkei in den Fokus. Hier gibt es die Informationen, wie man sich vor einer Lebensmittelvergiftung schützt, zusammengefasst.