Traurige Gewissheit: Toter Wal vor Dänemark ist „Timmy“

Ein toter Wal wurde vor der dänischen Insel Anholt entdeckt. Jetzt ist klar: Es handelt sich um den zuvor gestrandeten Buckelwal „Timmy“.
Marcus Golejewski/dpa- Vor Anholt wurde ein toter Buckelwal gefunden – es ist der zuvor gestrandete „Timmy“.
- Ein zuvor angebrachter Tracker brachte die eindeutige Identifizierung.
- „Timmy“ strandete mehrfach in der Ostsee und irrte in flachen Gewässern umher.
- Eine private Initiative brachte den geschwächten Wal per Lastkahn vor Dänemark frei.
- Das Umweltministerium verteidigt den Rettungsversuch; über den Kadaver wird noch entschieden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der vor der dänischen Insel Anholt entdeckte tote Buckelwal ist zweifelsfrei als „Timmy“ identifiziert worden. Das teilten die dänische Umweltschutzbehörde sowie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern mit. Letzte Gewissheit brachte ein an dem Tier gefundener Tracker, der zuvor angebracht worden war.
„Timmy“ hatte in den vergangenen Wochen für große Aufmerksamkeit gesorgt. Der Buckelwal war wiederholt vor der deutschen Ostseeküste gestrandet und irrte längere Zeit in flachen Gewässern umher. Eine private Rettungsinitiative hatte das geschwächte Tier schließlich mit einem Lastkahn vor die Nordspitze Dänemarks gebracht und dort freigesetzt – in der Hoffnung, ihm eine letzte Chance zu geben.
Trauer um Timmy
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus bedauerte nun den Tod des Tieres. Viele Menschen hätten gehofft, dass der Wal den Weg zurück in die Freiheit schaffen würde. Trotz des tragischen Ausgangs verteidigte der Minister den Rettungsversuch. Man habe vor einer schwierigen Entscheidung gestanden: entweder den sicheren Tod des Wals abzuwarten oder ihm noch eine Chance einzuräumen – auch wenn dies zusätzlichen Stress für das Tier bedeuten konnte.
Der Einsatz war jedoch von Beginn an umstritten. Fachleute hatten Zweifel geäußert, ob der offenbar stark geschwächte und möglicherweise schwer kranke Wal den Transport und eine Rückkehr ins offene Meer überhaupt überstehen könne. Experten des Deutschen Meeresmuseums hatten bereits nach der Freilassung befürchtet, dass dem Meeressäuger die Kraft für längere Strecken fehlen könnte.
Das Schicksal von „Timmy“ hatte in den vergangenen Wochen bundesweit Diskussionen ausgelöst – nicht nur über die Rettung des Tieres selbst, sondern auch über die Frage, wie in solchen Fällen gehandelt werden sollte. Nun soll gemeinsam mit den dänischen Behörden und der privaten Initiative entschieden werden, wie mit dem Kadaver des Wals weiter verfahren wird.