Tote Hasen in der Region
: Ansteckende Hasenpest in Schwaben nachgewiesen

Mehrere Feldhasen sind im Landkreis Donau-Ries an Tularämie – besser bekannt als Hasenpest – gestorben. Auch Menschen und andere Tiere können sich infizieren.
Von
Isabelle Jahn
Donauwörth
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Bei mehreren toten Feldhasen im Raum Donauwörth wurde Hasenpest, eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit, als Todesursache nachgewiesen. (Symbolbilder)

Pixabay

Nach mehreren Fällen in der Region vergangenes Jahr sind jetzt wieder Hasen gestorben, die an Tularämie – Hasenpest – erkrankt waren. Die auch für Menschen ansteckende Krankheit ist in Schwaben nachgewiesen worden. Nachdem vermehrt tote Feldhasen gefunden worden seien, habe eine Untersuchung Tularämie als Todesursache festgestellt, teilte das Landratsamt Donau-Ries am Montag (26.2.) in Donauwörth mit. Betroffen sei der südliche Landkreis. Auch im Kreis Neu-Ulm gab es Fälle von Hasenpest, vor einem Jahr verendeten zwei Hasen bei Nersingen. Bei einem Ende April 2022 in Sigmaringen tot aufgefundenen Feldhasen war ebenfalls der Erreger der Tularämie nachgewiesen worden.

Hasenpest-Fälle bei Menschen in Bayern und Baden-Württemberg

Die Tularämie, auch Hasenpest oder Nagerpest genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Diese können nach Angaben des Landesamts für Gesundheit (LGL) über Wochen oder Monate in der Umwelt überleben. Tularämie kommt demnach überwiegend bei Feldhasen vor, kann aber auch auf andere Tiere oder Menschen übertragen werden. Im vergangenen Jahr sind dem LGL zufolge 19 Menschen in Bayern an Tularämie erkrankt. Vergleichbar hohe Zahlen sind aus Baden-Württemberg bekannt.

Wann sich Menschen mit Tularämie infizieren

Menschen infizieren sich vor allem bei Kontakt mit erkrankten Tieren und deren Ausscheidungen oder Kadavern. „Die Tularämie des Menschen ist daher in erster Linie eine Berufskrankheit von Jägern, aber auch von Köchen, Metzgern und Tierärzten“, heißt es beim LGL. Aber auch Infektionen durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch oder Wasser, Stiche durch blutsaugende Insekten oder Zecken, kontaminierte Stäube und Aerosole seien möglich, teilte das Landratsamt mit.

Kranke und tote Feldhasen nicht berühren!

Bei Menschen kann Tularämie laut dem Landratsamt Fieber, Lymphknotenschwellung, Durchfall, Erbrechen, Atemnot und verschiedene Entzündungen verursachen. Das Landratsamt rät deshalb, kranke und tote Feldhasen nicht zu berühren. Auch Hunde sollten ferngehalten werden, weil diese die Bakterien auf den Menschen übertragen können.

(Mit Informationen von dpa)