Tödliche Attacke auf Zugbegleiter
: Deutsche Bahn stellt Bodycams für 2000 Beschäftigte zur Verfügung

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalverkehr hat die Bahn mehrere Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Eine davon: Bodycams für Beschäftigte auch im Fernverkehr. Die kommen jetzt.
Von
dpa
Berlin
Jetzt in der App anhören

Mehr Sicherheit durch Bodycams? Die deutsche Bahn startet ein Experiment.

Florian Wiegand/dpa
  • Deutsche Bahn rüstet etwa 2000 Fernverkehrsbeschäftigte mit Bodycams aus.
  • Betroffen sind Zugbegleiter, Bordgastronomie und DB-Lounges – Nutzung ist freiwillig.
  • Ziel ist mehr Sicherheit: präventive Wirkung und bessere Beweissicherung bei Übergriffen.
  • Maßnahme folgt auf tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalverkehr.
  • Zusätzliche Schritte: 200 neue Sicherheitskräfte und ein weiterentwickelter Hilferufknopf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Deutsche Bahn stattet ab sofort rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fernverkehr mit sogenannten Bodycams aus. Das umfasse Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter sowie Beschäftigte in der Bordgastronomie und in den DB Lounges, wie der bundeseigene Konzern mitteilte. Die Nutzung der Kameras, die an der Dienstkleidung befestigt werden, bleibe freiwillig.

Mit der Maßnahme sollen die Mitarbeiter Übergriffe durch Fahrgäste besser dokumentieren können. Die Sicherheit der Beschäftigten soll sich dadurch erhöhen. „Bodycams tragen dazu bei, dass sich Reisende und Mitarbeitende gleichermaßen sicher in den Zügen des Fernverkehrs fühlen“, teilte die Bahn mit. „Sie haben eine präventive Wirkung und dienen der Abwehr und Reduktion von Gewalttaten sowie der Beweissicherung.“

Bahn will zusätzliche Sicherheitskräfte einstellen

Bahnchefin Evelyn Palla hatte nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalverkehr im Februar angekündigt, dass noch in diesem Jahr alle Beschäftigten mit Kundenkontakt mit einer solchen Kamera auf freiwilliger Basis ausgestattet werden sollen. Bisher war das nur im Regionalverkehr der Fall.

Die Maßnahme ist eine von mehreren im sogenannten Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene. Weitere sind die Einstellung von 200 zusätzlichen Sicherheitskräften sowie die Weiterentwicklung eines sogenannten Hilferufknopfs, mit dem die Mitarbeiter in Gefahrensituationen schon jetzt unauffällig die Leitstelle informieren können.