Getöteter Zugbegleiter
: Staatsanwaltschaft klagt mutmaßlichen Täter wegen Mordes an

Aus Ärger über die Fahrkartenkontrolle soll ein 26-Jähriger im Februar einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz zu Tode geprügelt haben. Offenbar hat er die Attacke inzwischen zugegeben.
Von
kna
Zweibrücken
Zugbegleiter stirbt nach Angriff bei Ticketkontrolle: ARCHIV - 04.02.2026, Rheinland-Pfalz, Landstuhl: Eine Blume und Kerzen liegen am Bahnsteig nach dem Tod eines Zugbegleiters. Der Mann war bei einem Angriff im Zug von einem Fahrgast in Rheinland-Pfalz lebensgefährlich verletzt worden und in Folge der Verletzungen verstorben. (zu dpa: «Zugbegleiter bei Kontrolle tödlich verletzt - Mordanklage») Foto: Patrick von Frankenberg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Blume und Kerzen liegen am Bahnsteig in Landstuhl nach dem Tod des Zugbegleiters. (Archivbild)

Patrick von Frankenberg/dpa
  • Anklage wegen Mordes: 26-Jähriger soll einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz getötet haben.
  • Tat laut Staatsanwaltschaft: massive Faustschläge nach einer Fahrkartenkontrolle ohne Ticket.
  • Der Angriff passierte im Regionalzug von Landstuhl nach Homburg – Opfer wurde bewusstlos.
  • Der Zugbegleiter starb zwei Tage später an einer Hirnblutung infolge der Gewalt.
  • Der Beschuldigte sitzt in U-Haft und gestand laut Psychologe die Attacke, ohne Tötungsabsicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Diese Tat hatte ganz Deutschland erschüttert: Knapp vier Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter bei einer Fahrkartenkontrolle in Rheinland-Pfalz hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Das teilte die Behörde in Zweibrücken am Donnerstag mit. Ein 26-jähriger Mann soll den Zugbegleiter am 2. Februar in einem Regionalexpress tödlich verletzt haben. Das Motiv des Mannes soll laut Mitteilung Verärgerung über eine Ticketkontrolle gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft rekonstruiert die Tat so: Der 26-Jährige saß am späten Nachmittag im Regionalzug von Landstuhl nach Homburg. Kurz nach Verlassen des Bahnhofs wurde er vom Zugbegleiter kontrolliert. Der Fahrgast hatte aber kein Ticket und weigerte sich auch, sich auszuweisen. Auch die Aufforderung auszusteigen ignorierte er.

Zugbegleiter starb zwei Tage später

Stattdessen griff der Mann den Bahnbeschäftigten an und versetzte ihm mehrere massive Faustschläge gegen den Kopf. Das Opfer ging bewusstlos zu Boden. Daraufhin ließ der Angeschuldigte von ihm ab und setzte sich zurück auf seinen Platz. Der Zugbegleiter starb zwei Tage später an einer Hirnblutung als Folge der Gewalttat.

Der 26-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Im Gespräch mit einem Psychologen habe er die Attacke zugegeben. Er habe den Mann aber nicht töten wollen. Der tödliche Angriff hatte im Februar eine breite Debatte über Gewalt in der Gesellschaft und Forderungen nach einem besseren Schutz für Bahnbeschäftigte ausgelöst.