Sydney Sweeney: Wird sie das neue Bond-Girl - oder sogar James Bond selbst?

Sydney Sweeney äußert sich zu den Gerüchten, sie könnte das neue Bond-Girl sein.
dpa/Invision, Jordan StraussSeit Wochen scheint kein Tag zu vergehen, an dem Sydney Sweeney nicht in den Schlagzeilen auftaucht – mal mit einem provokanten Werbespot, mal mit politischer Rückendeckung von Donald Trump, mal mit einer Seife, die angeblich ihr eigenes Badewasser enthält. Dabei vergisst man fast, dass die 27-Jährige in erster Linie eines ist: eine Schauspielerin. Und zwar eine, die offenbar bald in einem der größten Filmfranchises der Welt mitmischen könnte – James Bond.
Nervöser Moment bei „Variety“
Im Interview mit dem Branchenmagazin Variety zeigte sich Sweeney ungewohnt verunsichert. Auf die Frage, ob an den Gerüchten etwas dran sei, dass sie das neue Bond-Girl werde, reagierte sie zunächst nervös: „Ich kann nicht“, sagte sie – dann folgte eine sieben Sekunden lange Pause.
Schließlich ergänzte sie: „Ich weiß es nicht.“
Sekundenlange Stille – für jemanden, der sonst auf jedes Thema charmant und souverän reagiert, ein bemerkenswerter Moment.
Bezos als möglicher Fürsprecher
Die Spekulationen sind nicht aus der Luft gegriffen. Seitdem Amazon die Bond-Rechte übernommen hat, soll Jeff Bezos persönlich Interesse daran haben, Sweeney in das 007-Universum zu holen. Die Schauspielerin kennt den Milliardär privat – im Juni war sie Gast bei seiner Hochzeit mit Lauren Sánchez. Über Sweeneys eigene Lingerie-Linie sollen die drei zudem geschäftlich verbunden sein. Eine Konstellation, die in Hollywood oft mehr bedeutet, als man auf den ersten Blick denkt.
Mehr als ein Bond-Girl
Nach dem kurzen Schreckmoment fand Sweeney im Interview wieder zu ihrer Gelassenheit zurück – und überraschte mit einer ehrlichen Antwort: „Ich kenne nicht alle Gerüchte, aber ich war schon immer ein großer Fan. Und ehrlich gesagt: Ich glaube, ich hätte mehr Spaß als James Bond.“
Damit deutet sie an, dass sie sich nicht in die klassische Bond-Girl-Schublade stecken lassen möchte. Wer sie in den letzten Monaten beobachtet hat, versteht, warum: Sydney Sweeney inszeniert sich längst selbst als Marke, irgendwo zwischen Schauspielkunst, Popkultur und kalkulierter Provokation.
Von der Wanne bis zur Wahlurne
Ob es ihr „Bathwater Bliss“-Projekt mit Dr. Squatch war – eine Seife mit einem Spritzer ihres Badewassers – oder die umstrittene Jeanskampagne mit American Eagle, deren Wortspiel („Great Jeans“ / „Great Genes“) hitzige Reaktionen auslöste: Sweeney beherrscht die Kunst, Themen zu setzen. Dass sie sich dabei als eingetragene Republikanerin outete und von Donald Trump öffentlich gelobt wurde, machte sie endgültig zu einer der polarisierendsten Persönlichkeiten Hollywoods.

AFI Fest - LA-Premiere von „Christy“: 26.10.2025, USA, Los Angeles: Sydney Sweeney kommt bei der AFI Fest-Premiere von «Christy» im TCL Chinese Theatre. Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Jordan Strauss/Invision/AP/dpaDoch während das Internet über politische Haltungen, Marketingstrategien und PR-Stunts diskutiert, scheint man leicht zu vergessen, dass Sweeney tatsächlich ein beeindruckendes Arbeitspensum vorlegt. Beim Toronto Film Festival präsentierte sie gerade ihren neuen Film „Christy“, in dem sie die Box-Legende Christy Martin spielt – mit 30 Pfund zusätzlicher Muskelmasse und echter Blessuren, inklusive einer Gehirnerschütterung.
Bond-Franchise in Bewegung
Dass Sweeney nun mit dem Bond-Franchise in Verbindung gebracht wird, kommt zu einem passenden Zeitpunkt. Nach Daniel Craigs Abschied steht die Reihe vor einer Neuausrichtung – mit Amazon als neuem Rechteinhaber und offenen Fragen, wohin sich das 007-Universum entwickeln soll. Eine selbstbewusste, moderne Schauspielerin wie Sydney Sweeney könnte darin mehr verkörpern als nur die hübsche Begleitung des Agenten. Vielleicht sogar den Agenten selbst.

