• In Südtirol und der Lombardei herrscht nach starken Regenfällen Hochwasser-Alarm.
  • Probleme mit Schlamm und Wasser gibt es auch in der Lombardei, darunter am Comer See. Am Gardasee spülte es Schlamm in ein Hotel.
  • Im Süden kämpften dafür die Feuerwehrleute weiter gegen schwere Brände.
In Südtirol mussten wegen Erdrutschen Straßen gesperrt werden, darunter die Brennerstaatsstraße. In Klausen warnte der Zivilschutz in der Nacht zu Donnerstag vor Hochwasser, weil der Fluss Eisack über die Ufer getreten war. Bewohner sollten Autos aus Tiefgaragen fahren und Vorbereitungen treffen, erklärte die Feuerwehr. Die Situation beruhigte sich tagsüber wieder.

Erdrutsch in Südtirol – Haus und Fahrzeuge getroffen

n Südtirol haben starke Regenfälle die Pegel steigen lassen und zu Erdrutschen geführt. Die Feuerwehr in der norditalienischen autonomen Provinz berichtete am Sonntag von Murenabgängen im Ridnauntal. Dort wurden ein Haus und Fahrzeuge von den Erdmassen getroffen. Verletzte gab es demnach nicht.
Andernorts stiegen die Wasserstände von Bächen und Flüssen. Die Feuerwehr in Sterzing rückte zu einer überschwemmten Tiefgarage aus. Bei Meran verschüttete ein Steinschlag einen Wanderweg. Die Landesverwaltung hatte einen Tag zuvor vor heftigen Niederschlägen und Gewittern gewarnt. Der Wetterdienst registrierte besonders im Norden Südtirols starke Niederschläge mit teils 87 Litern je Quadratmeter binnen 24 Stunden.

Brenner nach Erdrutschen gesperrt: Unwetter in Italien

Norditalien ist von Unwettern getroffen worden. In Südtirol musste unter anderem die viel befahrene Brennerstaatsstraße wegen eines Erdrutsches gesperrt werden. Es kam auch zu Überschwemmungen.

Bozen, Klausen und Brixen: Hochwasser und Überschwemmungen nach Unwetter

Auch Brixen war von Überschwemmungen betroffen. Landesweit war die Feuerwehr laut Zivilschutz mit rund 1000 Männern und Frauen im Einsatz. Es galt die zweithöchste von vier Warnstufen.
Ein Mensch musste in der Nacht beim Zusammenfluss zwischen Talfer und Eisack nördlich von Sterzing gerettet werden. Er wurde mit einer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch die Etsch im Unterland hat Hochwasser.

Gardasee: Schlammmassen schieben sich in Hotel in Limone

Am Gardasee schoben sich Schlammmassen in Limone sul Garda in ein Hotel. Betroffen seien nur die Essensräume, die Gäste könnten in ihren Zimmern bleiben, sagte eine Hotelmitarbeiterin der dpa. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, dass 100 Gäste in der Nacht in Sicherheit gebracht werden mussten. Es gab demnach keine Verletzten.

Hochwasser in Italien: Comer See tritt über die Ufer

In der Lombardei trat laut Ansa der Comer See zeitweise über die Ufer und überspülte in Como Straßen. Ein Campingplatz in der Ortschaft Dervio musste demnach evakuiert werden. Um Mailand warnte die Feuerwehr vor Hochwasser am Fluss Seveso.

Sizilien und Kalabrien: Süditalien kämpft gegen Brände

Ganz anders sah die Lage in Süditalien aus. Unter anderem in Sizilien und Kalabrien kämpften Feuerwehrleute mit Löschflugzeugen weiter gegen Brände.
Rund 70 Prozent der Feuer gingen auf den Menschen zurück, sagte Umweltminister Roberto Cingolani. Hinzu kämen die Folgen des Klimawandels. Der Zivilschutz auf Sizilien sagte für Donnerstag wieder die höchste Brandrisikostufe für den Norden und Osten voraus.