Sturm Höhepunkt: Sturmtief „Antonia“ wütet am Montag in Deutschland – Wie lange dauert das Unwetter an?

Der schwere Sturm „Zeynep“ hat in Teilen Deutschlands viele Schäden hinterlassen. Am Sonntag folgt nun „Antonia“. Wann ist der Sturm vorbei?
Jens Büttner/dpaIn Deutschland folgt aktuell ein Sturm auf den nächsten. Wirklich Ruhe soll erst am Dienstag einkehren - zuvor erfasste Sturmtief am Sonntag „Antonia„ Deutschland. Große Gefahr geht dabei einem Experten zufolge von Bäumen aus. Die Serie schwerer Stürme geht weiter und dürfte vielen Menschen in Deutschland eine unruhige Nacht gebracht haben. Doch die Wetteraussichten machen auch Hoffnung.
Was wird für Montag und die nächsten Tage vorhergesagt? Und wann lässt der Sturm nach?
Schäden durch Sturmtief in Deutschland
Erneut ist ein Sturmtief über Deutschland gezogen und hat in Teilen des Landes für Schäden und Störungen des Bahnverkehrs gesorgt. Nach Angaben von Rettungskräften beschädigte „Antonia“ vor allem im Westen des Landes Gebäude und ließ zahlreiche Bäume umstürzen. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländer war der Bahnverkehr am Montag teilweise gestört.
Sturmtief „Antonia“ bringt Orkanböen - Gefahr in Nacht zu Montag
Die Serie heftiger Stürme über weiten Teilen Deutschlands ist in der Nacht zu Montag weitergegangen. Sturmtief „Antonia„ sorgte erneut für schwere Sturmböen, nachdem in den vergangenen Tagen bereits durch die Orkantiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ reihenweise Bäume umgestürzt und Gebäude beschädigt worden waren. Für die deutsche Nordseeküste bestand wieder Sturmflutgefahr, warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Bahnreisende müssen sich zum Wochenstart wegen erheblicher Schäden auf Beeinträchtigungen einstellen.
DWD: Warnung vor Sturm in der Nacht zu Montag
Für etliche Regionen von der Ostseeküste bis zum Alpenrand war die Warnkarte des DWD in der Nacht auf Montag orange bis rot eingefärbt - dort bestanden Unwetterwarnungen vor Sturm- und Orkanböen. Bäume könnten entwurzelt werden, Dachziegel oder andere Gegenstände herabstürzen. „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien!“, hieß es vom DWD für die betreffenden Regionen. „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“
Wie lange hält der Sturm diese Woche an? Wann ist er vorbei?
„Die Sturmlage müssen wir bis zum Montag noch durchstehen“, hatte ein DWD-Meteorologe in Offenbach am Sonntag vorhergesagt. Erst ab dem Abend beruhige sich das Wetter. „Der Wind wird die Woche aber weiter Thema bleiben“, erklärte er. „Allerdings wird das eine ganz andere Hausnummer als das, was wir in diesen Tagen erleben.“
Wegen Sturm „Antonia“: Bahnverkehr der DB weiter eingeschränkt
Die Deutsche Bahn (DB) bat ihre Fahrgäste, sich zu informieren, ob die geplante Fahrt möglich sei. Dies gelte insbesondere für Pendler im Berufsverkehr. Wer könne, solle die Reise verschieben. Die Deutsche Bahn warnte im bevölkerungsreichsten Bundesland vor Verspätungen und Ausfällen „mindestens bis Montagnachmittag“ auf zahlreichen Strecken der S- und Regionalbahnen. Grundsätzlich lief der Zugverkehr bis auf wenige Ausnahme demnach im Laufe des Montags aber wieder. Am Sonntagabend hatte die Bahn den Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen wegen des herannahenden Sturms zunächst ganz gestoppt.
Auch der Regionalverkehr in anderen Bundesländern war teilweise betroffen. So bot das Bahnunternehmen Metronom in Niedersachsen am Montag wegen des stürmischen Wetters zunächst weiter keine Fahrten an. Es betreibt unter anderem Regionalbahnverbindungen von Hamburg in Richtung Bremen und Hannover. Die Deutsche Bahn warnte auch vor Störungen etwa in Rheinland-Pfalz, Thüringen und Baden-Württemberg.
Wie lange dauert der Sturm in Deutschland an?
Das Orkantief zog am Samstag über das Baltikum nach Russland weiter, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Vorübergehend soll es ruhiger werden, bis am Sonntag vor allem im Süden und in der Mitte nochmal stärkere Böen erwartet werden - verbreitet mit bis zu 60 Kilometern pro Stunde, auf höheren Bergen auch teils schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde. Es soll mindestens bis Montag, 21.02.2022, stürmisch bleiben, wie es vom DWD heißt. „Es kehrt einfach keine Ruhe ein“, sagte ein Meteorologe.
Bis zum Montag ließ der Wind dann größtenteils nach, der Wetterdienst hob praktisch alle Unwetterwarnungen auf. Ausnahmen galten nur noch für die besonders exponierten Gipfel von Harz, Fichtelgebirge und Bayerischem Wald. Es sollte zunächst aber weiter stürmisch bleiben. Im Westen war demnach teilweise außerdem mit Dauerregen zu rechnen.

