Stromrechnung für letztes Jahr schon erhalten? Die Preise für Energie sind bekanntlich im vergangenen Jahr durch die Decke gegangen. Die Strompreise sind aber nicht überall gleich – lokale und regionale Versorger unterscheiden sich zum Teil erheblich. Der Strompreis-Atlas des Portals StromAuskunft gibt einen Überblick über die Unterschiede, runtergebrochen auf die Bundesländer, Städte und Landkreise. Wo zahlt man also in Bayern 2023 besonders viel Geld für Strom?

München, Bamberg, Schweinfurt & Co: Das sind die teuersten bayerischen Städte

Verglichen werden im Strompreis-Atlas die durchschnittlichen Strompreise bei einem Jahresverbrauch von 3500 kWh. Das ist etwa der Verbrauch einer Familie mit drei bis vier Personen. In Bayern zahlen Verbraucher mit besonders günstigen Strompreisen für 3500 kWh/Jahr unter 1400 Euro. Wer einen teuren Vertrag hat, zahlt mehr als 2000 Euro im Jahr. Die teuersten Städte und Landkreise sind:
  • Schweinfurt 1500 - 2700 Euro/Jahr
  • Bad Kissingen 1600 - 2500 Euro/Jahr
  • Garmisch-Partenkirchen 1500 - 2300 Euro/Jahr
  • Ansbach 1500 - 2400 Euro/Jahr
  • Aschaffenburg 1300 - 2400 Euro/Jahr
  • Kitzingen 1500 - 2400 Euro/Jahr
  • Coburg 1500 - 2300 Euro/Jahr
  • Haßberge 1500 - 2300 Euro/Jahr
  • München 1400 - 2300 Euro/Jahr
  • Weißenburg-Gunzenhausen 1500 - 2200 Euro/Jahr
  • Miltenberg 1500 - 2200 Euro/Jahr
  • Bamberg 1500 - 2200 Euro/Jahr
  • Dachau 1500 - 2100 Euro/Jahr
  • Hof 1500 - 2100 Euro/Jahr
Das sind die Städte und Landkreise, die im Strompreis-Atlas der Kategorie „dunkelrot“ zugeordnet wurden. Die teuersten Anbieter verlangen teils weit über 2000 Euro im Jahr für 3500 kWh. Allerdings kann man auch in diesen Landkreisen noch Schnäppchen bekommen. So ist in Schweinfurt der lokale Versorger Stadtwerke Schweinfurt der mit den teuersten Preisen. Bei Anbietern wie ElVeBe oder NEW Energie & Wasser können Verbraucher aber auch bei 1500 Euro/Jahr noch sehr gute Preise bekommen.

Strompreise in Bayern: Hier ist der Strom noch günstig

Neben der Kategorie „dunkelrot“ gibt es aber natürlich auch die Kategorie „dunkelgrün“. Dort kostet der Strom für 3500 kWh/Jahr höchstens 1400 Euro/Jahr. In Bayern gehören mehr Landkreise und Städte in den grünen Bereich, als im roten. Die günstigsten Stromtarife gibt es aber in folgenden Gemeinden zu ergattern:
  • Landshut: 1200 - 1400 Euro/Jahr
  • Passau: 1200 - 1400 Euro/Jahr
  • Dingolfing-Landau: 1300 - 1400 Euro/Jahr
  • Kelheim: 1300 - 1400 Euro/Jahr
  • Pfaffenhofen an der Ilm: 1300 - 1400 Euro/Jahr
  • Kronach: 1400 Euro/Jahr
  • Lichtenfels: 1400 Euro/Jahr
  • Bayreuth: 1400 Euro/Jahr
  • Kulmbach: 1400 Euro/Jahr
  • Neustadt an der Waldnaab: 1400 Euro/Jahr
  • Neiden in der Oberpfalz: 1400 Euro/Jahr
  • Schwandorf: 1400 Euro/Jahr
  • Neumarkt in der Oberpfalz: 1400 Euro/Jahr
  • Regen: 1400 Euro/Jahr
  • Freyung-Grafenau: 1400 Euro/Jahr
  • Altötting: 1400 Euro/Jahr
  • Ebersberg: 1400 Euro/Jahr
  • Starnberg: 1400 Euro/Jahr
  • Fürstenfeldbruck: 1400 Euro/Jahr
  • Miesbach: 1400 Euro/Jahr
  • Regensburg: 1400 Euro/Jahr
Der lokale Versorger der Stadt Passau, die Stadtwerke Pasau, gehört sogar in die Top 20 der günstigsten Stromanbieter in Deutschland.

Bundesländer im Vergleich: Bayern solide im Mittelfeld

Im Bundesland-Vergleich befindet sich laut StomAuskunft Bayern im Mittelfeld. Die günstigsten Strompreise zahlen die Bewohner der Ländern Nordrhein-Westfalen und Berlin. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hingegen wird es besonders teuer. Im Schnitt zahlen die Bayern pro Kilowattstunde aktuell zwischen 44,88 Cent/kWh und 42,04 Cent/kWh.
Alle Angaben beziehen sich auf die Preise für Neuverträge im Januar 2023.