Streik im ÖPNV: Wann streikt Verdi wieder?

Wird bald wieder gestreikt?
Michael Ukas/dpaOb und wann Verdi erneut zu Streiks aufruft, hängt nach Angaben der Gewerkschaft maßgeblich vom Verlauf der weiteren Tarifverhandlungen ab. Sollte es aus Sicht von Verdi weiterhin kein „annehmbares Angebot“ der Arbeitgeber geben, seien weitere Warnstreiks ein mögliches Mittel im Arbeitskampf.
Die Gewerkschaft betont, dass Streiks im ÖPNV nicht nach einem festen Zeitplan stattfinden. Vielmehr würden sie kurzfristig beschlossen, abhängig davon, wie sich die Gespräche mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden entwickeln. Fahrgäste müssten daher auch in den kommenden Wochen mit neuen Ankündigungen rechnen, falls es in den Verhandlungen zu keiner Annäherung kommt.
Nächster Termin steht in Bayern fest
Konkret hat Verdi für Mittwoch, 11. Februar 2026, einen ganztägigen Warnstreik im Nahverkehr in München und Nürnberg angekündigt. Nach Angaben der Gewerkschaft sind U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien betroffen, sofern sie nicht von privaten Dienstleistern betrieben werden. S-Bahn und Regionalbahnen seien davon nicht betroffen.
Alle Infos zum Streik am Mittwoch finden Sie hier.
Wie lange kann sich der Konflikt hinziehen?
Ein Ende der Tarifauseinandersetzung ist derzeit nicht absehbar. Nach Darstellung von Verdi könne sich die Tarifrunde noch über mehrere Wochen ziehen, falls keine Einigung erzielt werde. In diesem Zeitraum seien weitere Warnstreiks im ÖPNV grundsätzlich möglich. Erst wenn es zu einer Einigung oder zu einem neuen Tarifabschluss kommt, endet nach Angaben der Gewerkschaft die Phase der Arbeitskämpfe. Bis dahin bleibe das Streikrisiko bestehen – auch wenn konkrete Termine jeweils neu entschieden würden.
Tarifrunde im ÖPNV läuft weiter
Nach Angaben von Verdi befindet sich der kommunale Nahverkehr bundesweit weiterhin in einer laufenden Tarifrunde. Verhandelt wird über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in rund 150 kommunalen Verkehrsunternehmen. Im Fokus stehen laut Verdi vor allem Entlastungen bei Arbeitszeiten und Schichtmodellen sowie Verbesserungen bei Ruhezeiten und Zuschlägen. In mehreren Bundesländern, darunter Bayern, geht es zusätzlich um höhere Löhne und Gehälter. Die bisherigen Verhandlungsrunden hätten aus Sicht der Gewerkschaft keine ausreichenden Fortschritte gebracht. Deshalb habe Verdi Anfang Februar 2026 zu bundesweiten Warnstreiks im ÖPNV aufgerufen. Ziel sei es gewesen, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.
