Streik bei der MVG: Wo wird am Mittwoch gestreikt?

Am Mittwoch kommt es erneut zu Streiks im ÖPNV in München.
Sven Hoppe/dpaFahrgäste in München müssen sich am Mittwoch, 11. Februar 2026, auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im Zuge der Tarifverhandlungen im TV-N Bayern zu einem ganztägigen Warnstreik bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) aufgerufen.
Diese Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen
Der Warnstreik richtet sich gegen die MVG und betrifft am Mittwoch grundsätzlich U-Bahn, Tram und Buslinien bis einschließlich der Liniennummer 199. Damit ist ein Großteil des MVG-Angebots in München von Einschränkungen betroffen. Auch Serviceeinrichtungen wie Kundencenter und Fundbüro können im Rahmen des Streiks geschlossen bleiben oder nur eingeschränkt erreichbar sein.
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U-Bahn fährt voraussichtlich gar nicht
Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf die Münchner U-Bahn. Die MVG geht davon aus, dass die U-Bahn aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb bleibt. Ob überhaupt ein Betrieb aufgenommen werden kann, hängt laut MVG davon ab, ob genügend Personal in der Leitstelle verfügbar ist. Zusätzlich wird ausreichend Fahrpersonal benötigt, um zumindest einzelne Linien betreiben zu können. Fahrgäste müssen daher damit rechnen, dass die U-Bahn am Mittwoch weitgehend oder vollständig ausfällt.
Auch die Tram ist stark eingeschränkt
Auch bei der Tram ist mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen. Welche Linien verkehren können, hängt ebenfalls davon ab, wie viele Beschäftigte sich am Warnstreik beteiligen. Sollten einzelne Fahrzeuge eingesetzt werden können, plant die MVG, diese zunächst auf der Linie 20 in der Dachauer Straße einzusetzen. Diese gilt als eine der am stärksten nachgefragten Tramlinien in München. Ein regulärer Betrieb im gesamten Tramnetz ist jedoch nicht zu erwarten.
Busse könnten teilweise fahren – aber unregelmäßig
Beim Busverkehr ist die Lage etwas weniger eindeutig. Die MVG weist darauf hin, dass ein stark eingeschränkter Betrieb möglich ist, weil nicht alle Busunternehmen direkt von dem Streik betroffen sind. Private Busunternehmen, die im Auftrag der MVG fahren, werden nicht bestreikt. Trotzdem rechnet die MVG mit einem unregelmäßigen Betrieb. Es ist möglich, dass nur einzelne Linien oder Teilabschnitte bedient werden und Busse deutlich seltener fahren als üblich. Fahrgäste müssen daher mit längeren Wartezeiten und kurzfristigen Ausfällen rechnen.
Diese Verkehrsmittel sind nicht betroffen
Nicht vom MVG-Warnstreik betroffen sind die S-Bahn in München sowie Regionalbusse. Diese sollen nach aktuellem Stand regulär fahren. Die MVG empfiehlt, am Streiktag nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Auch Fahrgemeinschaften oder Homeoffice könnten helfen, Wege zu vermeiden.
Wer trotzdem unterwegs sein muss, sollte sich kurzfristig informieren. Die MVG verweist dafür auf aktuelle Live-Daten in der Verbindungsauskunft sowie auf die Störungsseiten auf mvg.de und in der App MVGO. Dort werde laufend aktualisiert, welche Fahrzeuge und Linien tatsächlich im Einsatz sind. Die MVG weist außerdem darauf hin, dass Vorab-Verbindungssuchen nicht zuverlässig sind, weil sich das Angebot im Laufe des Tages ändern kann.
Zusätzlich macht die MVG deutlich, dass die MVG-Garantie im Streikfall nicht gilt. Auch eine Erstattung oder anteilige Rückzahlung bei Zeitkarten wie Wochen- oder Monatskarten sowie Abonnements ist nach Angaben des Unternehmens nicht vorgesehen.
