Spätfrost-Alarm
: Der Süden Deutschlands muss nochmal zittern

Spätfrost-Alarm im Südwesten Deutschlands. Eine Liste zeigt die Regionen, die heute Nacht noch einmal zittern müssen.
Von
Nicole Züge
Ulm/München
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Wann sind die Eisheiligen 2023? Warum heißen sie überhaupt so? Und was muss man für Pflanzen im Garten und auf dem Balkon beachten?

Es kommt immer mal wieder vor: Spätfröste auch spät im Frühjahr. Sie können zu früh ausgesetzten und schutzlosen Pflanzen schaden.

Das Wetter im Südwesten wird nochmal kühl, sogar Spätfrost bzw. Bodenfrost ist heute Nacht möglich. Diese Regionen in Bayern, BW, RLP und dem Saarland müssen zittern. (Symbolbild)

Christin Klose/dpa

Die Eisheiligen Mitte Mai sollten wettertechnisch eigentlich den Umschwung bringen, zumal es im April und Anfang Mai in ganz Deutschland schon sehr warm war. Aber jetzt drohen im Südwesten nochmal Spätfröste! Diese Regionen in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen müssen heute Nacht doch noch einmal zittern.

Bodenfrost im Südwesten möglich: Diese Regionen müssen zittern

Nach einem viel zu warmen Start in den Frühling lässt ein Tief über Skandinavien Deutschland noch einmal zittern. Manche Regionen müssen sich heute Nacht (23. Mai) noch einmal mit dem Gedanken von leichtem Frost anfreunden. Grund ist kühle Meeresluft, die am Rande eines Tiefs über Südschweden mit westlicher bis nordwestlicher Strömung in den Südwesten Deutschlands gelangt.

In diesen Regionen kann es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) heute Nacht zu leichtem Spätfrost bis -2 Grad kommen:

  • in ungünstigen Lagen Nordbayerns,
  • im Nordosten sowie in ungünstigen Tallagen Baden-Württembergs,
  • in einzelnen Tal- und Muldenlagen der hessischen Mittelgebirge,
  • in ungünstigen Tal- und Muldenlagen des Berglandes in Rheinland-Pfalz sowie dem Saarland.

Auch interessant: Der 23. Mai ist ein wichtiger Tag für Weinfans – was der St.-Urban-Tag im Bauernkalender über das Weinjahr verrät.

Wetter heute: auch Gewitter möglich

An den Alpen sowie in Südostbayern sind heute im Laufe des Tages zudem einzelne kurze Gewitter nicht ausgeschlossen. In der Nacht zum Samstag (24. Mai) lässt der Regen an den Alpen nach. Oberhalb von 1.500 Metern ist Schnee zu erwarten. Die Temperaturen sinken in der Nacht im Süden und Südwesten auf 6 bis -1 Grad.

Wettertrend für die letzte Maiwoche: Islandtief wird kräftiger

Nach Angaben der Experten vom Wetterportal wetteronline.de kommt in der letzten Maiwoche feuchtwarme Luft ins Land, das Regenrisiko steigt, aber auch längere, freundliche Abschnitte sind zu erwarten. In einigen Regionen dürfte sich die Trockenheit damit etwas lindern, vielerorts ist es aber auch nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Ob es zum Start in den Juni wieder trocken und sommerlich warm wird, bleibt abzuwarten.