Eigentlich wissen wir alle, dass wir uns im Sommer gar nicht genug mit Sonnencreme einreiben können. Und doch passiert es uns, dass wir diese goldene Regel vergessen – und schon hat man Sonnenbrand. Im schlimmsten Fall kann der auch richtig böse werden. Die Haut wird rot, brennt, juckt und schält sich nach einigen Tagen. In ganz schlimmen Fällen muss aber ein Arzt aufgesucht werden.
Wenn es sich um „normalen“ Sonnenbrand handelt, dann gibt es ein paar Tricks und Tipps, die helfen können, die Heilung zügig anzuregen. Außerdem haben wir hier ein paar Hausmittel, die die Schmerzen lindern.

Was hilft gegen Sonnenbrand? Hausmittel gegen Schmerzen

Der brennende Schmerz bei Sonnenbrand kann sehr sehr unangenehm sein. Besonders für Kinder ist Sonnenbrand eine Qual. Es gibt ein paar Hausmittel, die helfen können:
  • Kühlen: Eine kalte Dusche, kalte Tücher auf die Stellen legen, nasse T-Shirts tragen
  • Schwarztee: Kühler Schwarztee als Wickel kann lindern
  • Viel Trinken: Bei einer Verbrennung braucht der Körper viel Wasser
  • Quark oder Joghurt: Kühlt ebenfalls wenn direkt aufgetragen oder eingewickelt
  • Aloe Vera: Die Pflanze kann ebenfalls Feuchtigkeit & Kühle spenden. Außerdem hemmt sie Entzündungen
  • Sprays, Gele und Cremes: In der Apotheke gibt es zahlreiche Mittel, die helfen können. Aber Achtung: Keine fettigen Cremes kaufen! Das Fett kann die Haut weiter reizen
Leider können diese Mittelchen alle nur ein wenig lindern und das ganze erträglicher machen. Ganz heilen werden sie den Sonnenbrand nicht. Dagegen kann nur die Zeit helfen.

Wie lange braucht Sonnenbrand zum Heilen?

Das gemeine an Sonnenbrand ist, dass man ihn nicht sofort merkt. Bis man die Rötung der Haut tatsächlich erkennt, ist es oft schon zu spät: Die Sonne hat einen schon erwischt. Trotzdem sollte man, wenn man gerötete Haut sieht, direkt aus der Sonne gehen und sich mit Sonnenschutz eincremen. Das schlimmste kann dann noch verhindert werden. Doch erst nach ungefähr sechs Stunden ist zu erkennen, wie schlimm es einen erwischt hat. Wie Professor Eckhard Breitbart von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) in der „Apotheken Umschau“ erläutert, stellen Betroffene nach dieser Zeit die ersten Schmerzen fest.
Über die nächsten 24 bis 36 Stunden ist der Sonnenbrand am schlimmsten. Wer einen ganz leichten Sonnenbrand bekommen hat, stellt vielleicht fest, dass die Rötung schon über Nacht weg ist. Nach etwa 48-72 Stunden beginnt sich die Haut langsam zu schälen. Meistens sind die schlimmsten Schmerzen bis dahin vorüber. Allerdings kann das Schälen den Juckreiz manchmal schlimmer machen. Kratzen sollte man aber nicht, da die Haut sehr empfindlich ist und noch entzündet ist. Meistens tut kratzen dann auch weh.
Sonnenbrand heilt von alleine nach spätestens zwei Wochen, oft schon schneller. Bis dahin sollte die Haut vollständig regeneriert sein.

Schnelle Heilung von Sonnenbrand: Kann ich helfen?

Im Grunde muss man bei Sonnenbrand vor allem Geduld haben. Die Haut wird von alleine heilen. Um diesen Prozess zu unterstützen, kann man die oben bereits genannten Dinge tun: Kühlen, Wasser trinken, Aloe Vera oder andere Hausmittel auftragen. Zudem kann es helfen, weite Kleidung zu tragen, die die Haut möglichst wenig berührt und dadurch nicht weiter reizt. Aber alles in allem kann man nur eines empfehlen: Lass die Haut in Ruhe!

Gefährlicher Sonnenbrand: Achtung bei diesen Symptomen

Sonnenbrand ersten Grades lässt sich gut von selber behandeln. Es gibt aber auch Verbrennungssymptome, die eine ärztliche Behandlung erfordern. Dazu gehören:
  • Blasen auf der Haut (Sonnenbrand 2. Grades)
  • Kreislaufprobleme (Achtung! Sofort Arzt aufsuchen)
  • Kopfschmerzen
  • Frieren / Schüttelfrost
  • Sehstörungen
  • Fieber
  • Übelkeit
Bei Kleinkindern und Babys wird geraten, immer aus Vorsicht einen Arzt aufzusuchen.