In Deutschland beginnt wieder die Mückensaison. Die kleinen, summenden Insekten können in manchen Jahren zu einer echten Plage werden. Besonders in Regionen mit feuchten Sumpfgebieten und Wäldern sind sie weit verbreitet.
Mücken sind meistens in Deutschland „nur“ nervig. Das heißt, dass ihre Stiche jucken und unangenehm sind – aber, dass weiter nichts passiert. Doch gibt es auch die eine oder andere gefährliche Art, die zu echten Problemen führen kann. Wir beantworten hier folgende Fragen:
  • Welche Mücken gibt es in Deutschland?
  • Welche sind gefährlich?
  • Was hilft gegen Mücken?
  • Was tun, wenn man gestochen wurde?

Gefährliche Mücken in Deutschland? Welche Mücken es gibt

In Deutschland gibt es sehr viele Mückenarten. So viele, dass man sie nicht alle aufzählen kann. Zu den Stechmückenarten zählen 50 verschiedene hierzulande. Aber es gibt einige Mückenarten, die sich in Deutschland immer mehr verbreiten und die wirklich gefährlich sein können. Diese Mücken verbreiten nämlich Krankheiten, die für Menschen zu einem echten Problem werden können. Folgende „gefährliche“ Stechmücken gibt es mittlerweile hier in Deutschland:
  • Asiatische Tigermücke
  • Japanische Buschmücke
  • Aedes koreicus
Diese drei Mückenarten kommen eigentlich aus tropischen Gebieten. Sie fühlen sich in Europa aber immer wohler. Die tropischen Stechmücken können diese Krankheiten verbreiten:
  • West-Nil-Virus
  • Dengue-Fieber
  • Zika
  • Japanische Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • Chikungunya-Fieber
  • Fadenwürmer
Nicht immer gibt es bei diesen Krankheiten schwere Verläufe. Genau das macht die Verbreitung aber so gefährlich: Wenn die meisten Menschen nicht merken, dass sie keine herkömmliche Grippe haben, sondern z.B. das West-Nil-Virus, dann kann sich das Virus unbemerkt weiter verbreiten. Und in manchen Fällen kann das Virus tödlich sein.

Was hilft gegen Mücken?

Egal ob man nun vor einer tropischen Krankheit Angst hat, oder einfach nur die lästigen Stiche vermeiden will: Es lohnt sich herauszufinden, wie man Mücken loswird. Vor allem in Regionen, in denen die Stechmücke besonders glücklich ist, kann ein Mückenschutz das Leben sehr viel einfacher machen.
Es gibt eine Reihe von Tricks, die angeblich gegen Stechmücken helfen sollen. An dieser Stelle muss betont werden, dass nicht jedes Hausmittel gegen jede Mücke helfen wird. Wenn das eine also nichts bringt, könnte ein anderer Trick doch helfen. Nicht aufgaben, ist die Devise!

Pflanzen gegen Mücken

Es gibt bestimmte Pflanzensorten, die Mücken nicht leiden können. Das liegt wohl an dem Geruch, den sie verbreiten. Dazu zählen folgende Pflanzen:
  • Lavendel
  • Thymian
  • Minze (besonders Katzenminze)
  • Eukalyptus
  • Zitronenmelisse
  • Zitronengras
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Tomatenpflanzen
  • Studentenblumen
  • Duftpelargonien
Das schöne an diesem Trick: Diese Pflanzen riechen für den Menschen in der Regel besonders gut. Man tut sich selbst also einen Gefallen, während man die Stechmücke bekämpft.

Die Anti-Mücken-Kerze und die Spirale

Es gibt eine Reihe von Dingen, die man kaufen kann, die versprechen Stechmücken zu vertreiben. Zu den beliebtesten gehören die Kerze und die Spirale, die wie ein Räucherstäbchen funktioniert. Beide sollen Gerüche produzieren, die die Mücken nicht leiden können. Bei diesen beiden kann man aber feststellen: Die bringen keinen großen Erfolg. Zum einen muss es für die Spirale windstill sein, damit man überhaupt was merkt. Zum anderen können Kerze und Spirale nicht genug Duftaromen produzieren, um effektiv jede Mücke fernzuhalten. Das Geld kann man sich also sparen.

Sprays und Öle

Ja, ätherische Öle können gegen Mücken helfen. Am wirkvollsten ist es, wenn man diese Öle auf die Haut aufträgt, da sie den körpereigenen Geruch dann überdecken. Der Geruch des Menschen – also Schweiß – lockt nämlich Stechmücken an. Folgende ätherische Öle können helfen:
  • Teebaumöl
  • Basilikum
  • Pfefferminze
  • Zitronengras
  • Eukalyptus
  • Zimt
Es gibt auch Raumsprays, die ätherische Öle durch die Wohnung verbreiten können. Allerdings sind diese etwas weniger effektiv – aber können ihren Beitrag leisten.
Zu den besten Mückenschutzmitteln zählen Mückensprays, die DEET enthalten. Allerdings ist DEET auch für den Menschen nicht ganz ungefährlich. Es steht im Verdacht Hautreizungen auszulösen. Daher sollte man das Zeug nicht zu viel benutzen – es riecht auch für Menschen sehr unangenehm. Icaridin ist auch ein sehr effektiver Stoff gegen bestimmten Stechmücken.
Diese Mückensprays sind 2022 die Testsieger:
  • Anti-Brumm Forte
  • Nobite
  • Jungle Formula

Was hilft gegen Mückenstiche?

Leider kann man Mückenstiche nicht hundertprozentig vermeiden. Den Juckreiz, den die Stiche dann auslösen, kann unerträglich sein – besonders wenn man mehr als nur einen Stich hat. Mückenstiche an den Händen oder Füßen können auch sehr lästig sein, weil es schwer ist, diese Stellen nicht zu berühren. Das ist nämlich das A und O gegen Mückenstiche: NICHT kratzen! Das Aufkratzen der Stiche kann nämlich zu bösen Entzündungen führen. Und kratzen hilft einfach nicht langfristig. Folgende Hausmittel sollen angeblich gegen den Juckreiz helfen:
  • Eiswürfel / Kühlpads
  • Essig
  • Zwiebel
  • Ingwer
Es gibt auch eine Reihe von Cremes und Gele, die helfen können. Diese müssen sogenannte Antihistaminika enthalten, damit sie auch wirken. Manche Menschen reagieren besonders schwer auf Mückenstiche. Bei einer starken Schwellung oder Rötung sollte ein Arzt aufgesucht werden.