Silvesternacht in BW
: Drei Menschen sterben bei Bränden im Südwesten

In der Silvesternacht gibt es in Baden-Württemberg Hunderte Einsätze. Drei Menschen kommen bei Bränden ums Leben. Ein Mann verliert drei Finger. Die Bilanz der Einsatzkräfte.
Von
dpa
Stuttgart
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Wohnhaus brennt in der Silvesternacht: 01.01.2026, Baden-Württemberg, Bernstadt: Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen in Bernstadt ein Feuer in einem Haus. Nach einem Brand ist das Obergeschoss eines Wohnhauses in Bernstadt (Alb-Donau-Kreis) einsturzgefährdet. Ein Nachbar erlitt leichte Rauchvergiftung, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Haus ist unbewohnbar. Foto: Simon Zeiher/onw-images/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen in der Silvesternacht in Bernstadt im Alb-Donau-Kreis ein Feuer in einem Haus. Hier kam zum Glück niemand ums Leben.

Simon Zeiher/onw-images/dpa
  • Polizei und Feuerwehr in Baden-Württemberg hatten zahlreiche Silvestereinsätze, oft wegen Bränden.
  • In Pforzheim zählte die Polizei 230 Einsätze, in Aalen verursachten Feuerwerkskörper 45 Brände.
  • Ein Mann in Lahr verlor durch Feuerwerkskörper drei Finger, Unklarheit über die Möglichkeit einer OP.
  • In Ludwigsburg und anderen Orten entstanden hohe Schäden durch Brände, teils mit Verletzten.
  • Polizei Stuttgart zieht trotz Einsätzen positive Bilanz: Feuerwerksverbot wurde größtenteils eingehalten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Während andere feierten, hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst alle Hände voll zu tun. In den Leitstellen in Baden-Württemberg gingen zahlreiche Notrufe ein. Drei Menschen kamen in der Silvesternacht durch Feuer ums Leben.

Die Brände hätten sich im Schwarzwald in den Orten Bonndorf und Lenzkirch sowie in Giengen an der Brenz ereignet, wie das Innenministerium in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Wodurch die Brände ausgelöst wurden, ist bisher noch nicht bekannt.

In Lahr (Ortenaukreis) verlor ein 42-Jähriger durch die Explosion von Feuerwerkskörpern drei Finger. Der Mann sei von Sanitätern in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Ob die Finger wieder angenäht werden konnten, war zunächst unklar.

Feuerwerkskörper in Schule geworfen

In Heilbronn haben Unbekannte ein Fenster einer Schule eingeschlagen und Feuerwerkskörper in das Gebäude geworfen. Durch das Feuerwerk seien mehrere Möbel in Brand geraten, teilte eine Polizeisprecherin mit. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Zudem rückten Einsatzkräfte dort zu fast zwei Dutzend kleineren Bränden aus. Zwei Menschen wurden dabei leicht verletzt.

Mehrere Hausbrände in Baden-Württemberg mit hohen Schäden

In Bernstadt im Alb-Donau-Kreis kämpften in der Nacht fast 100 Einsatzkräfte gegen einen Großbrand in einem Mehrfamilienhaus. Die Bewohner waren nicht zu Hause, ein Nachbar erlitt eine leichte Rauchvergiftung, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Haus ist demnach unbewohnbar. Die Ermittler schätzen den entstandenen Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.

Bei einem Brand eines Mehrfamilienhauses im Landkreis Ludwigsburg sind neun Menschen leicht verletzt worden. Das Feuer sei im Flur des Hauses in Korntal-Münchingen ausgebrochen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Rettungskräfte behandelten die Verletzten vor Ort. Nach Angaben des Sprechers hatten sie Rauch eingeatmet.

Mehrere Menschen sind in der Silvesternacht bei dem Brand in einem Mehrfamilienhaus im Landkreis Ludwigsburg leicht verletzt worden.

Andreas Rometsch/KS-Images.de/dpa

Beim Brand einer Garage in Graben-Neudorf (Kreis Karlsruhe) wurde eine Frau leicht verletzt. Sie habe das Auto noch aus der Garage fahren wollen, als diese bereits in Flammen stand, sagte eine Sprecherin der Polizei. Die Flammen griffen auch auf das angrenzende Haus über. Die Ermittler schätzen den Schaden auf etwa 250.000 Euro.

In Aldingen (Kreis Tuttlingen) entstand bei einem Dachstuhlbrand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Zwei Bewohner würden vorsorglich wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung versorgt, teilte die Polizei mit. Das Gebäude sei aktuell nicht mehr bewohnbar. Ob Feuerwerkskörper die Brände auslösten, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt.

Viele kleine Brände gleichzeitig

Auch sonst gab es im Land viele Einsätze wegen kleinerer Brände. Allein das Polizeipräsidium in Pforzheim zählte am frühen Morgen bereits 230 Einsätze im Zusammenhang mit Silvester. In Aalen zählte das Polizeipräsidium für sein Dienstgebiet insgesamt 45 Brände durch Feuerwerkskörper. Dabei sei ein Gesamtschaden von mehr als 160.000 Euro entstanden, teilte die Polizei mit. Auch mehrere Gebäude gerieten in Brand.

Gerade die Vielzahl kleiner Brände sei besonders fordernd, vor allem wenn sie gleichzeitig gemeldet würden, sagte der Sprecher der Stuttgarter Feuerwehr, Daniel Anand. Aber auch Möbel auf Balkonen und Dachterrassen seien einige Male in Brand geraten. Er zählte rund 75 Einsätze bis zum frühen Morgen für die Landeshauptstadt. Teilweise war auch der Winterdienst im Einsatz. Gefrorenes Löschwasser musste von den Straßen entfernt werden.

In ganz Baden-Württemberg haben vor allem Mülltonnen und Hecken gebrannt. Einige Polizeipräsidien berichteten etwa von Böllern, die absichtlich in Mülltonnen geworfen wurden. Aber auch noch heiße, weggeworfene Feuerwerkskörper hätten Brände verursacht.

Polizei Stuttgart zieht positives Fazit

Die Polizei in Stuttgart zog trotz der Einsätze eine überwiegend positive Bilanz. Viele Menschen hätten sich an das Feuerwerksverbot in der Innenstadt gehalten. Einzelne Verstöße seien festgestellt worden, Verdächtige wurden festgenommen. Auch andere Polizeipräsidien sprachen für Silvester von einer vergleichsweise ruhigen Nacht.