Schatten, Wind, UV-Schutz
: Stiftung Warentest prüft Sonnenschirme - das sind ihre Tipps

Einen Sonnenschirm kaufen: Klingt nach einer machbaren Aufgabe. Doch worauf sollte man achten, damit der Schirm seine Aufgaben sicher erfüllt? Die Stiftung Warentest hat sich das genauer angesehen.
Von
dpa
Berlin
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Wasserqualität der Badeseen: ARCHIV - 29.08.2024, Niedersachsen, Oldenburg: Ein Paar sitzt bei sonnigem Wetter und hohen Temperaturen auf zwei Liegen unter einem Sonnenschirm im Sand. (zu dpa: «Bis zu 38 Grad – Hitzewelle rollt auf Niedersachsen zu») Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bieten bis zu einem gewissen Punkt auch Schutz vor UV-Strahlen: Sonnenschirme.

Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • Stiftung Warentest gibt Tipps zum Sonnenschirmkauf – elf Modelle im „test“, Ausgabe 7/2026.
  • Schirm sollte Fläche je Seite um 50 cm überragen. 3 m passen für vier bis sechs Personen.
  • Neigbarer Schirm hilft bei niedriger Sonne. Große Schirme brauchen sehr schwere Ständer.
  • Helle Stoffe kühlen stärker, dunkle kaschieren Schmutz. UV-Schutz meist sehr hoch.
  • UVB-Durchlass unter 0,1 Prozent bei fast allen Modellen, dennoch unter dem Schirm eincremen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer draußen nicht in der prallen Sonne schmoren will, braucht ihn, den Sonnenschirm. Doch Schirm ist nicht gleich Schirm. Will man den passenden für den eigenen Balkon oder Garten finden, sollte man etwa auf die richtige Größe achten.

Die Stiftung Warentest, die elf Sonnenschirm-Modelle unter die Lupe genommen hat («test“, Ausgabe 7/2026), empfiehlt etwa, dass der Schirm die Fläche, die er beschatten soll, an jeder Seite um 50 Zentimeter überragt. Drei Meter Durchmesser reichen demnach für Esstische mit vier bis sechs Personen aus. Will man große Loungegruppen mit einem Schirm ausstatten, sollte es dann eher das Vier-Meter-Stück sein.

Sinnvoll kann es außerdem sein, einen neigbaren Schirm zu wählen: Der ist vor allem dann von Vorteil, wenn die Sonne niedrig steht. Je größer der Schirm, desto schwerer sollte außerdem der passende Ständer dazu ausfallen. Stichwort: Wind. Für Ampelschirme mit etwa drei Metern Durchmesser empfehlen Anbieter der Stiftung Warentest zufolge sogar Ständer mit bis zu 200 Kilogramm Gewicht.

Brauche ich unter dem Schirm Sonnencreme?

Und bei der Farbe? Da spielt, klar, der eigene Geschmack eine Rolle. Helle Farben reflektieren allerdings das Sonnenlicht besser: Unter einem hellen Schirm ist es deshalb kühler als unter einem dunklen. Dafür ist auf letzterem Schmutz weniger gut zu sehen.

Übrigens: Guten oder sehr guten UV-Schutz bieten alle von den Warentestern untersuchten Sonnenschirme - bis auf ein Modell. Sie erreichen den Schutzfaktor 80 - und ließen im Labor weniger als 0,1 Prozent der schädlichen UVB-Strahlen durch. Selbst das schlechteste Modell in dieser Kategorie kommt immerhin noch auf den Schutzfaktor 60.

Doch Vorsicht: Selbst der beste Schirm hält den Testern zufolge nicht alle Sonnenstrahlen ab. Hauswände beispielsweise reflektieren sie - und senden sie dann seitlich unter den Schirm. Am besten schmiert man sich also auch unter dem Schirm gut mit Sonnencreme ein.

Im Test waren sechs Ampel- und vier Marktschirme zu mittleren Preisen von 60 bis 999 Euro. Je ein Ampel- und ein Marktschirm erhielten das Gesamturteil „gut“, je drei Schirme fanden die Warentester „mangelhaft“, insgesamt dreimal gab es ein „Befriedigend“.