Santorini: Warum bebt die Erde aktuell?

Zahlreiche Menschen fliehen wegen der aktuellen Erdbeben auf Santorini auf das Festland.
Socrates Baltagiannis/dpa- Erdbeben auf Santorini sorgen für Flucht vieler Menschen aufs Festland.
- Ursache: Tektonische Bewegungen zwischen afrikanischer und eurasischer Platte.
- Erdbeben entstehen durch Spannungen an Plattengrenzen, freigesetzte Energie verbreitet sich als seismische Wellen.
- Weltweit häufigste Erdbeben an Rändern der Pazifischen Platte und in Japan.
- Genaues Vorhersagen von Erdbeben bleibt schwierig trotz Technik und Beobachtungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beben um die griechische Ferieninsel Santorini treten immer wieder auf. Die aktuelle Erdbebenserie lässt jedoch die Sorge vor einem noch stärkeren Hauptbeben und gravierenden Folgen wachsen. Was ist der Grund für die derzeitigen Beben?
Santorini: Warum kommt es vor Griechenland zu Erdbeben?
Im Ägäischen Meer treffen die afrikanische Platte und Eurasien aufeinander. Nach Angaben von n-tv stehen die aktuellen Erdbeben nicht im Zusammenhang mit einem Vulkanausbruch, sondern gehen auf die tektonischen Bewegungen zurück. Entlang einer Bruchzone am Meeresboden zwischen den Inseln Santorini und Amorgos würden sich zwei Krustenblöcke verschieben und dabei die Erdbeben verursachen. Im Folgenden gibt es die Entstehung von Erdbeben im Allgemeinen noch genauer erklärt:
Entstehung von Erdbeben
Die Erklärung von Erdbeben liegt unter der Erdoberfläche. Zum Verständnis des Erdaufbaus hilft es, sich die Erde als eine Pflaume vorzustellen. Die oberste Schicht ist dabei die Erdkruste. Sie ist im Vergleich zum Rest des Erdinneren sehr dünn. Darunter liegt der Erdmantel, welcher im Vergleich bei der Pflaume das Fruchtfleisch darstellen würde. Geht man vor bis zum Erdmittelpunkt, stößt man dort auf einen heißen, halb flüssigen Erdkern. Im Inneren ist die Erde jedoch nicht fest, sondern in Bewegung. Da der Erdkern deutlich heißer ist als die Erdkruste, kommt es laut der Aktion Deutschland hilft zu Wärmeströmungen. Diese können die Erdkruste, welche aus verschiedenen Platten besteht, bewegen. Oft sind dies nur wenige Zentimeter im Jahr.
Neue Erdkruste entsteht dort, wo sich zwei Platten voneinander wegbewegen. Dann tritt in der Zone dazwischen heiße, flüssige Lava aus. Bewegen sich die Platten allerdings aufeinander zu, falten sich die Plattenränder auf, oder die schwerere Platte taucht unter die leichtere. Die sich dabei aufbauenden Spannungen können gewaltig sein. Lösen sich diese Spannungen ruckartig, entstehen Erdbeben. Die freigesetzte Energie breitet sich in Form von seismischen Wellen aus, die durch die Erde fortbewegen.
Für die Bewegung der Platten, welche Erdbeben verursacht, gibt es auch einen Namen: Plattentektonik. Treffen diese Platten aufeinander, spricht man von drei Hauptarten an Plattengrenzen: divergierend (auseinanderdriftend), konvergierend (aufeinander zu bewegend) und transformierend (aneinander vorbeigleitend). Nicht immer sind Erdbeben die Auswirkung, wenn Platten aufeinandertreffen. So entstehen auch Gebirge durch dieses Phänomen.
Weitere Ursachen von Erdbeben
Es gibt auch nicht–plattentektonische Ursachen von Erdbeben, wie beispielsweise vulkanische Aktivität oder tektonische Dehnungen. In diesen Fällen entstehen Erdbeben durch das Brechen von Gestein aufgrund von Druckveränderungen. In beiden Fällen sind Erdbeben jedoch eher lokal messbar und breiten sich nicht so stark aus.
Erdbebengefahr: Wo kommt es am häufigsten zu Erdbeben?
Täglich werden laut DRK mehrere tausend Erdbeben aufgezeichnet, wobei jedoch nur sehr wenige davon spürbar sind. Auch in Deutschland kommt es immer wieder zu Erdbeben, die jedoch nicht allzu stark ausfallen. Da Deutschland sich in der Mitte der Eurasischen Platte befindet, kommt es zu weniger und milderen Erdbeben. Starke Erschütterungen treten eher an den Plattengrenzen auf. Am häufigsten kommt es dabei zu Erdbeben an den Rändern der Pazifisches Platte, also an der Westküste von Südamerika und im Osten Asiens und Australiens. Auch der Süden der Eurasischen Platte sorgt mit drastischen Erdbeben für Schlagzeilen. Verheerende Erdbeben entstehen vor allem an konservativen und konvergenten Plattengrenzen. Betrachtet man Länder, so ist die Erde in Japan am aktivsten. Das Land liegt in der Grenzzone von gleich vier geologischen Platten, die sich alle gegeneinander bewegen. Erdbeben, die sich im Meer ereignen, können zudem Tsunamis auslösen.
Probleme mit der Vorhersage
Computermodelle können laut Angaben der Aktion Deutschland hilft berechnen, wann und wo ein Beben wahrscheinlich ist. Außerdem beobachten Satelliten die Erdbewegungen aus dem All. Spezielle Geräte, sogenannte Seismografen, zeichnen Erdbewegungen auf Papier auf. Und manche Forscher haben beobachtet, dass sich Ziegen, Elefanten oder Vögel vor einem Beben in Sicherheit bringen. Trotz der Vielzahl an Beobachtungen lassen sich aufgrund der Komplexität des Erdinneren der genaue Zeitpunkt, Ort und die Stärke eines zukünftigen Erdbebens nicht zuverlässig und präzise vorhersagen. Auch bei Santorini ist derzeit noch unklar, ob es noch zu einem stärkeren Hauptbeben kommen wird.
