Ruanda
: Todeszahl durch Marburg-Virus steigt

In Ruanda ist es zu einem Ausbruch des hochansteckenden Marburg-Fiebers gekommen. Die aktuelle Lage im Überblick.
Von
David Hahn
Kigali
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Marburg-Virus: ARCHIV - 07.08.2017, NA, Hamburg: ARCHIV - HANDOUT - Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des Marburg-Virus (undatiertes Handout). Das Marburg-Virus gehört zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern. (zu dpa: «Sechs Tote durch Marburg-Fieber in Ruanda») Foto: Bernhard-Nocht-Institut/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Marburg-Virus gehört zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern.

Bernhard-Nocht-Institut/dpa

Das Marburg-Virus trägt den Namen der deutschen Stadt, weil sich dort 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten. Jetzt sorgt der Erreger in Ruanda für eine Tragödie.

Marburg Virus in Ruanda: Mehr als zehn Todesfälle

Laut dem Gesundheitsministerium sind in Ruanda bisher mehr als 10 Patienten an der Viruserkrankung gestorben und insgesamt 29 Fälle bestätigt (Stand 1. Oktober 2024).

19 Patientinnen und Patienten werden aktuell behandelt und seien isoliert. Sie sollen nach Angaben der Deutschen-Presse Agentur (dpa) vor allem dem medizinischen Personal angehören. Derzeit laufen Untersuchungen, um den Ursprung des Ausbruchs festzustellen, hieß es. In allen Gesundheitseinrichtungen würden die Präventionsmaßnahmen erhöht.

In Hamburg sorgte derweil ein Großeinsatz am Hauptbahnhof für Aufsehen. In einem der Züge befand sich eine Person, die das Marburg-Virus nach Deutschland gebracht haben könnte.

Das Marburg-Virus

Mit Symptomen wie Fieber, Krämpfen, blutigem Erbrechen und Durchfall gehört das Marburg-Fieber zu den gefährlichsten Virusarten überhaupt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben bis zu 88 Prozent der Erkrankten. Vermutet wird, dass das Virus ursprünglich von Flughunden stammt. Alle Infos zur Übertragung, den Folgen und Heilungschancen gibt es in diesem Artikel.