Marburg-Virus: Übertragung, Symptome und Todesrate– So gefährlich ist die Krankheit

Das Marburg-Virus gehört zu den gefährlichsten bekannten Krankheitserregern.
picture alliance / dpa | Photographer\ F. A. MurphyIn Ruanda ist es zu einem Ausbruch des hochansteckenden Marburg-Fiebers gekommen. In Hamburg wird ein Fall untersucht, bei dem eine Person das Virus auch nach Deutschland gebracht haben könnte. Wie gefährlich ist das Virus und welche Symptome ruft es hervor?
Marburg-Virus: Symptome, Verlauf und Todesrate
Das Marburg-Virus ist ein hochansteckendes und gefährliches Virus, welches das Marburg-Fieber (oder der Marburg-Viruskrankheit) hervorruft – eine schwere und oft tödliche virale hämorrhagischen Fiebererkrankung. „Hämorrhagisch“ bedeutet, dass es Blutungen auslösen kann. Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei bis zu 21 Tagen. Neben hohem Fieber treten Symptome wie Krämpfe, blutiges Erbrechen und Durchfall auf. Starke Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Brustschmerzen, Halsschmerzen, Bauchschmerzen und schwere wässrige Durchfälle sind ebenfalls typisch. In schweren Fällen kommt es zu inneren und äußeren Blutungen, was charakteristisch für hämorrhagische Fieber ist. Das Virus kann verschiedene Organe, einschließlich der Leber, Nieren und des zentralen Nervensystems, schädigen, was zu Multiorganversagen führt. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben bis zu 88 Prozent der Erkrankten. Der Erreger trägt den Namen der deutschen Stadt Marburg, weil sich dort 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infiziert hatten.
Übertragung und Behandlung
Übertragen wird das Virus durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter. Bisher gibt es laut dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin weder einen zugelassenen Impfstoff noch spezifische antivirale Medikamente, die das Marburg-Virus gezielt bekämpfen. Die Behandlung beschränkt sich auf unterstützende Maßnahmen, wie die Stabilisierung der Kreislauf- und Organfunktionen, die spezifische Behandlung einzelner Symptome und die Rehydrierung mit oraler oder intravenöser Flüssigkeit.
