Die Corona-Pandemie greift mit der Omikron-Variante in Europa weiter um sich: Mitten in der Winterurlaubszeit ändert die Bundesregierung kurz vor Jahresende wichtige Regeln für beliebte Urlaubsländer. Wöchentlich bewertet das RKI die weltweite Lage neu angesichts der schnell steigenden Corona-Zahlen. So auch in der letzten Woche des Jahres 2021. Erneut wurden Länder auf die Liste der Hochrisikogebiete gesetzt, so dass sich jene, die eine Reise geplant haben die Fragen stellen:
  • Welche Länder gelten aktuell als Hochrisikogebiet?
  • Was bedeutet das für die Einreise und Rückkehr?
  • Was gilt für Geimpfte, Genesene und Ungeimpfte?
  • Welche Regeln gelten für die Quarantäne?

RKI: Italien, Malta und Kanada werden zu Risikogebieten erklärt

Österreich wurde vergangene Woche nach sechs Wochen von der Risikoliste gestrichen. Die Bundesregierung stuft nun aber die beliebten Urlaubsländer Italien und Malta wegen hoher Corona-Infektionszahlen ab Samstag, 01.01..2021, als Hochrisikogebiete ein. Das gilt auch für Kanada und San Marino, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag, 30.12.2021, bekanntgab.

RKI-Liste: Reise-Regelungen für Großbritannien, Südafrika und Namibia sollen gelockert werden

Ab dem kommenden Dienstag will die Bundesregierung die wegen der starken Ausbreitung der Omikron-Variante verhängten Einreisebeschränkungen für Großbritannien, Südafrika, Namibia und sechs weitere afrikanische Staaten wieder lockern. Die neun Länder sollen dann vom Virusvariantengebiet zum Hochrisikogebiet zurückgestuft werden. Das RKI weist aber darauf hin, dass kurzfristige Änderungen möglich sind.
Für Virusvariantengebiete gelten deutlich schärfere Einreisebeschränkungen als für Hochrisikogebiete. Fluggesellschaften dürfen aus diesen Ländern im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden.
Neben Großbritannien, Südafrika und Namibia sind derzeit noch Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik und Simbabwe Virusvariantengebiete.

Liste aktueller Hochrisikogebiete in Europa

Ab 01.01.2022 gelten unter anderem folgende Länder als Hochrisikogebiete:
  • Italien
  • Malta
  • San Marino
  • Dänemark – inklusive der Färöer und Grönland
  • Frankreich
  • Norwegen
  • Belgien
  • Griechenland
  • Kroatien
  • Niederlande
  • Schweiz
  • Spanien inklusive Balearen und Kanaren
  • Portugal inklusive Azoren und Madeira
  • Finnland
  • Monaco
  • Zypern

Wer muss in Quarantäne nach der Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet?

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Bei der Rückreise muss eine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Ungeimpfte Kinder, die älter als 6 Jahre sind, brauchen zusätzlich einen negativen Antigen-Schnelltest. Zudem müssen Ungeimpfte für 10 Tage in Quarantäne, die nach 5 Tagen verkürzt werden kann. Kinder unter 6 Jahren müssen für 5 Tage in Quarantäne.

Diese Nachweise braucht man bei der Rückkehr nach Deutschland

Seit 23.12.2021 besteht eine generelle Nachweispflicht. Die bedeutet, dass alle Reisenden ab 6 Jahren grundsätzlich bei Einreise nach Deutschland über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Das gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels und unabhängig davon, ob man in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet war.

Reisewarnung nach Einstufung zum Risikogebiet

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot.

Definition Hochrisikogebiete: Was ist ein Risikogebiet?

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Virusvariantengebiete in Europa und der Welt

Insgesamt werden mehr als 50 Länder vom RKI ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete geführt. Hinzu kommen neun Virusvariantengebiete, zu denen neben afrikanischen Ländern wegen der massiven Ausbreitung der Corona-Virusvariante Omikron auch Großbritannien zählt. Ein Virusvariantengebiet ist die höchste Corona-Risikokategorie. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet: Das gilt bei der Einreise nach Deutschland

Die Bundesregierung hatte die Regeln für die Einreise aus Virusvariantengebieten wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus erst kürzlich verschärft. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, braucht künftig auch einen negativen PCR-Test. Die verschärften Schutzvorkehrungen sollen laut Verordnung dazu beitragen, dass Infektionen frühzeitig vor der Einreise entdeckt werden. Die PCR-Testverpflichtung besteht auch für Reisende, die nur auf der Durchreise einen Stopp in Deutschland machen. Nachweis- und Testpflichten gelten mit der Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung demnächst für alle ab einem Alter von sechs Jahren.