Der US-Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Ramstein ist aktuell häufig in den Nachrichten. Doch wo liegt die US-Basis eigentlich genau und was ist über sie und ihre Geschichte bekannt? Alle Infos gibt es hier in der Übersicht.

Der US-Stützpunkt Ramstein liegt in Rheinland-Pfalz

Der Luftwaffenstützpunkt Ramstein bei Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz ist der wichtigste Flughafen der US-Streitkräfte in Europa. Nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan im vergangenen Jahr diente die größte US-Airbase außerhalb Amerikas neben Doha im Golfemirat Katar als Drehkreuz, um Zehntausende Afghanen in Sicherheit zu bringen. Berichten zufolge spielt Ramstein auch eine zentrale Rolle bei der Datenübermittlung für die umstrittenen Drohneneinsätze des US-Militärs - wie zum Beispiel im Jemen oder in Somalia.
Lange Zeit waren auf der Air Base in Rheinland-Pfalz Atomwaffen stationiert. In der Region um Kaiserslautern leben derzeit rund 54.000 US-Bürger.

Ist die Militärbasis Ramstein US-Gebiet oder deutsches Gebiet?

„Ausländische Militärliegenschaften in Deutschland sind kein ‚extraterritoriales’ Gebiet des Entsendestaates“, heißt es in einer Information des Deutschen Bundestags in Bezug auf Rechtsfragen zur US-Militärbasis Ramstein. Demnach liegt die Militärbasis auf deutschem Hoheitsgebiet. Schon häufiger gab es in der Vergangenheit Diskussionen über die rechtliche Stellung des Stützpunkts. Eigentlich gilt dort deutsches Recht, allerdings hat das US-Militär bestimmte Sonderrechte und Immunität.

Kann man die Air Base Ramstein besuchen?

Immer wieder kommt die Frage auf, ob es möglich ist, den US-Stützpunkt auch als Zivilist zu betreten. Nach Informationen der Seite des Deutsch-Amerikanisches Bürgerbüros sind Besichtigungen des Flugplatz wohl möglich. „Die Flugplatzbesuche werden, außer an deutschen und amerikanischen Feiertagen, von Montag bis Freitag während regulärer Dienstzeiten durchgeführt und sind kostenlos“, heißt es dort. Besichtigungen unterliegen jedoch bestimmten Bedingungen.

Ramstein: Unglück in den 80er Jahren

Der heute größte europäische Nato-Flughafen ist seit den 1950er Jahren in Betrieb. Seit den 1970er Jahren beherbergt er auch das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe. Bei einem Bombenanschlag der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) 1981 wurden dort 20 Menschen verletzt. Die Katastrophe bei einer Flugschau im August 1988 brachte den Stützpunkt abermals in die Schlagzeilen: 70 Menschen kamen ums Leben, es gab Hunderte Verletzte.