Jahresrückblick 2023
: Diese Prominenten sind in diesem Jahr gestorben

2023 war ein Jahr des Abschieds von einigen unserer größten Persönlichkeiten. Eine Auswahl und ein Blick zurück.
Von
Zoe Fleckenstein
Ulm
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Die Ski-Ikone Rosi Mittermaier starb im Alter von 72 Jahren. (Archivbild)

Angelika Warmuth/dpa

Die Rückschau soll allen gewidmet sein, die bis zum Jahr 2023 die Welt mit ihrem einzigartigen Beitrag bereichert haben. Obwohl an dieser Stelle nicht alle bemerkenswerten und verstorbenen Persönlichkeiten Erwähnung finden, sie alle haben dazu beigetragen, unsere Welt etwas bunter zu machen.

Januar 2023

  • Walter Cunningham, amerikanischer Astronaut, starb am 3. Januar in Houston, Texas. Er nahm 1968 am ersten bemannten Raumflug des Apollo–Programms teil und umkreise elf Tage lang die Erde.
  • Rosi Mittermaier war eine deutsche Skirennläuferin. Am 4. Januar starb die erfolgreiche Sportlerin, die sowohl bei den Olympischen Winterspielen 1976 zwei Goldmedaillen gewann, als auch mehrere Siege beim Weltcup verzeichnen konnte. Zudem engagierte sie sich für Kinder und Gesundheit.
  • David Crosby war US–amerikanischer Gitarrist, Sänger, Schauspieler und Songwriter und gilt als einflussreicher US–Rockmusiker. Als Gründungsmitglied der „Byrds“ und Teil von „Crosby, Stills und Nash“ etablierte er sich in der Musikszene, aus der nicht mehr wegzudenken ist. Er starb am 18. Januar in Kalifornien.
  • Lisa Marie Presley, einziges Kind von Elvis und Priscilla Presley, startete nicht nur ihre eigene Musikkarriere, sondern wurde auch für ihr soziales Engagement geschätzt. Sie starb am 12. Januar und wurde nur 54 Jahre alt.
  • Gina Lollobrigida starb am 16. Januar in Rom. Sie galt als italienische Filmikone und spielte in Filmen wie „Der Glöckner von Notre Dame“. Unter anderem spielte sie mit Frank Sinatra und Anthony Quinn. 1961 erhielt sie den Golden Globe als beliebteste internationale Schauspielerin.
  • Wolfgang Draeger war Synchronsprecher und Schauspieler. Seine Stimme lieh er Woody Allen und James Cagney, sowie Kommissar Glockner in TKKG und Kommissar Reynolds in Die drei ???. Er starb am 23. Januar im Alter von 95 Jahren.

Februar 2023

  • Salomon „Sally“ Perel war Holocaust-Überlebender. Während dem Krieg führte er ein Doppelleben, wurde zugleich in die Rolle des Opfers als auch des Täters gezwungen, wie es beim Jüdischen Museum Berlin heißt. Er schrieb ein Buch über seine Geschichte und bemühte sich um die deutsch–israelische Verständigung. Dafür erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Am 2. Februar verstarb er mit 97 Jahren.
  • Paco Rabanne ist bekannt für edle Düfte — sein Parfüm machte ihn, neben futuristischen Modeentwürfen — erfolgreich. Am 3. Februar starb der 88–Jährige in Frankreich.
  • Tony Marshall wurde mit „Schöne Maid“ im Jahre 1971 bekannt. ALs Schlagersänger und rundum begabter Musiker begeisterte er die Menschen. Im Alter von 85 Jahren starb er am 3. Februar.
  • Hans Modrow war früherer Regierungschef der DDR. Er war der letzte Ministerpräsident der Staatspartei SED. Später war er für die PDS im Deutschen Bundestag und vertrat sie im Europaparlament. Der als Sozialist bekannte Politiker verteidigte und kritisierte die DDR im Rückblick. Er starb im Alter von 95 Jahren am 10. Februar.
  • Tim Lobinger, bekannt als Stabhochspringer mit 15 deutschen Meistertiteln und Weltmeister 2003 in Birmingham, starb am 16. Februar an Krebs. Er wurde nur 50 Jahre alt.
  • Walter Mirisch wurde mehrfach mit dem Oscar ausgezeichnet. Er war Filmproduzent und produzierte unter anderem „Manche mögen's heiß“ mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon. Zudem erhielt er Preise für seine humanitären Verdienste. Am 24. Februar starb er in Los Angeles, er wurde stolze 101 Jahre alt.

März 2023

  • Wayne Shorter prägte die Geschichte des Jazz stark mit. Der Saxofonist war nicht nur selbst ein Musiktalent, er war auch Komponist und erhielt zahlreiche Preise. Er wurde 89 Jahre alt und starb am 2. März.
  • Heinz Baumann war ein bekannter deutscher Schauspieler. Für seine Rolle in „Adelheid und ihre Mörder“ erhielt er 2002 den Bayerischen Fernsehpreis. Er verstarb am 4. März im Alter von 95 Jahren.
  • Antje Vollmer war die erste grüne Vizepräsidentin des Bundestags und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion. Sie war überzeugte Pazifistin. Zwei Tage nach ihrem Tod wurde sie im Bundestag als „herausragende Parlamentarierin“ gewürdigt. Sie starb nach langer Krankheit am 15. März mit 79 Jahren.
  • Paul Grant ist unter anderem durch seine Rollen in „Star Wars“ und „Harry Potter“ bekannt. Außerdem war er Stuntdouble. Er wurde nur 56 Jahre alt und verstarb am 20. März.
  • Robert Gallinowski war ein deutscher Schauspieler, unter anderem sah man ihn in „Polizeiruf 110“, im „Tatort“ und als Hauptkommissar in „Der Dicke“. Zudem sprach er in Hörspielen, malte und schrieb Gedichte. Er starb am 28. März.

April 2023

  • Klaus Teuber sorgte für viele schöne Stunden, er erfand das Spiel „Siedler von Catan“ wofür er vielfach ausgezeichnet wurde. Am 1. April verstarb er im Alter von 70 Jahren.
  • Dana Němcová war eine Dissidentin in der Tschechoslowakei, sie gehörte 1977 zu den Erstunterzeichnerinnen der Menschenrechtspetition „Charta 77“, wurde wegen ihrer politischen Arbeit inhaftiert und arbeitete auch später noch als Bürgerrechtlerin. Sie starb am 11. April im Alter von 89 Jahren.
  • Mary Quant gilt als Erfinderin des Minirocks. Die britische Modedesignerin wurde auch mit PVC kreativ, nutze es erstmals für einen Regenmantel. Sie wurde 93 Jahre alt, am 13. April verstarb sie in England.
  • Harry Belafonte sang den „Banana Boat Song“, war Schauspieler und politisch aktiv. Dafür gewann er zahlreiche Preise. Im stolzen Alter von 96 verstarb er am 25. April.

Mai 2023

  • Menahem Pressler war Pianist und Kammermusiker. Als Jugendlicher floh er mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten, in der USA gründete er 1995 das „Beaux Arts Trio“, mit dem er tausende Konzerte gab. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderem das Bundesverdienstkreuz. Mit 99 Jahren verstarb er am 6. Mai.
  • Klaus Feldmann war ein beliebter Nachrichtensprecher in der DDR. Auch nach der Wende arbeitete er im Journalismus, als Pressereferent und Redakteur. Zudem betätigte er sich als Autor. Am 16. Mai verstarb er mit 87 Jahren.
  • Andy Rourke war Teil der in den 80ern populären Rockband „The Smiths“. Als Bassist war er an Hits wie „This Charming Man“ beteiligt, die ein weltweites Publikum erreichten. Er starb am 19. Mai im Alter von 59 Jahren an Krebs.
  • Tina Turner, ein Weltstar der Rockmusik, starb nach Krankheit in der Schweiz. Mit Hits wie „Simly The Best“ und „What's Love Got To Do With It“ begeisterte sie über Grenzen hinweg. Sie wurde 83 Jahre alt.

Juni 2023

  • Silvio Berlusconi war einer der reichsten Unternehmer Italiens. Zudem war er noch bis zu seinem Tod in der Politik aktiv. Er war Gründer der Partei „Forza Italia“, seine politische Richtung war rechtspopulistisch. Um seine Person gab es zahlreiche Kontroversen. Er starb am 12. Juni im Alter von 86 Jahren.
  • Treat Williams spielte den Hippie „George Berger“ im Musical „Hair“ und war erfolgreicher Schauspieler in zahlreichen Filmen und Serien. Durch einen Motorradunfall starb er im Alter von 71 Jahren am 12. Juni.

Juli 2023

  • Milan Kundera starb am 11. Juli in Paris. Sein Lebenswerk lebt aber weiter, zahlreiche Bücher lassen den tschechisch–französischen Schriftsteller nicht in Vergessenheit geraten.
  • Heide Simonis war eine SPD–Politikerin, die erste Ministerpräsidentin eines Bundeslandes, Schleswig–Holstein. Neben ihrer politischen Karriere engagierte sie sich auf vielen Wegen: bei UNICEF, Initiativen und Stiftungen. Sie starb am 12. Juli mit 80 Jahren.
  • Jane Birkin war Schauspielerin und Sängerin, insbesondere war sie in Frankreich beliebt. Ihr Song „Je t'aime, moi non plus“ von 1976 brachte ihr auch musikalisch den Durchbruch. Am 16. Juli verstarb sie im Alter von 76 Jahren.
  • Christian Quadflieg kennen die meisten aus der ZDF–Serie „Der Landarzt“, in welcher er in den 90ern die Hauptrolle besetzte. Zudem war er im „Tatort“ und bei „Das Traumschiff“ zu sehen. Er verstarb am 16. Juli mit 78 Jahren.
  • Tony Bennett war ein erfolgreicher US–amerikanischer Musiker. Der Hit „I Left My Heart in San Francisco“ machte ihn berühmt. Er veröffentliche mehr als 70 Alben und gewann zahlreiche Preise. Am 21. Juli verstarb der Sänger mit 96 Jahren.
  • Sinead O'Connor war eine irische Sängerin. Sie wurde 1990 berühmt durch ihre Version des Songs „Nothing Compares 2 U“. Ihr Markenzeichen waren die kurz rasierten Haare. Zudem war sie politisch aktiv. In 2022 musste sie den Tod ihres Sohnes verkraften. O`Connor starb am 26. Juli 2023 im Alter von 56 Jahren.

August 2023

  • Jürgen Kluckert lebt in den Hörspielen weiter, die er eingesprochen hat. Viele werden ihn aus „Benjamin Blümchen“ kennen, andere aus synchronisierten Filmen, er sprach beispielsweise Chuck Norris und Morgan Freeman. Bei „Spongebob Schwammkopf“ lieh er Mr.Krabs seine Stimme. Er ist am 17. August mit 79 Jahren verstorben.
  • René Weller war ein vielfach ausgezeichneter Boxer, der auch für sein Äußeres auffiel. Er betrieb eine Boxschule und trat in Film und Fernsehen auf. Zudem versuchte er sich als Schlagersänger und landete wegen Drogenhandel im Gefängnis. Weller erkrankte zuletzt an Demenz und starb mit 69 Jahren am 22. August.
  • Toto Cutugno war ein Songwriter und Sänger aus Italien, der mit seinem Hit „L'Italiano“ berühmt wurde. Er verkaufte über 100 Millionen Tonträger und schrieb Lieder für andere Künstler. Zudem war er als Fernsehmoderator tätig. Am 22. August dieses Jahres starb er im Alter von 80 Jahren.

September 2023

  • Jimmy Buffett kam zu Ruhm und Erfolg, als sein Song „Margaritaville“ 1977 die Massen begeisterte. Am 1. September verstarb der Star mit 76 Jahren.
  • Steve Harwell war mit seiner Band „Smash Mouth“ bekannt geworden. Im Alter von 56 starb der Sänger am 4. September.
  • Roger Whittaker war erfolgreicher Schlagersänger. Der britische Sänger nahm auch deutsche Songs auf und war ein gern gesehener Gast im Lande. Am 13. September ist die Gesangs–Legende im Alter von 87 Jahren verstorben.
  • Ruth Fuchs, zweimalige Olympiasiegerin in Gold, war eine Thüringer Speerwerferin. Sie war zudem politisch engagiert und hatte ein Modegeschäft. Im Alter von 76 starb sie am 20. September.
  • Giorgio Napolitano war achteinhalb Jahre der italienische Präsident und wurde hoch geschätzt. Er trat aufgrund seines hohen Alters allerdings 2015 zurück. Am 22. September starb er mit 98 Jahren.
  • Sir Michael Gambon kennt man mit langem weißen Bart in der Rolle des „Albus Dumbledore“ in „Harry Potter“. Der Schauspieler verstarb mit 82 Jahren am 28. September.
  • Thomas Danneberg war ein beliebter Synchonsprecher, sowohl im Film als auch bei Werbespots oder Hörspielen. Er lieh seine Stimme zum Beispiel Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stellone. Am 30. September verstarb er mit 81 Jahren.

Der Synchronsprecher wurde 81 Jahre alt. (Archivbild)

Gerald Matzka/dpa-Zentralbild/dpa

Oktober 2023

  • Matthew Perrys Tod war ein Schock für viele Fans. Der erst 54 Jahre alte Schauspieler wurde durch die Sitcom „Friends“ bekannt, in der er 10 Jahre lang die Rolle des „Chandler“ übernahm. In seiner Biographie sprach er zudem über seine Drogensucht. Zuletzt soll er clean gewesen sein. Am 28. Okober ist der Star verstorben.
  • Hans Meiser kennen viele durch seine Talkshow beim Sender RTL in den 90ern. Zudem war er Moderator einer Reality–Show und wollte einen neuen Hörfunksender starten. Am 30. Oktober starb der Journalist im Alter von 77 Jahren.
  • Elmar Wepper ist Schauspieler, der durch seinen älteren Bruder zum Fernsehen fand. Er war zu sehen in „Zwei Münchner in Hamburg“ und „Der Kommissar“. Mit 79 Jahren ist er am 31. Oktober gestorben.

November 2023

  • Klaus Gendries spiele als Schauspieler in Serien wie „Polizeiruf 110“, „Der Bergdoktor“ und „in aller Freundschaft“. Zudem war er Regisseur und inszenierte mehrere Werke. Am 7. November starb er, er wurde 93 Jahre alt.
  • Rosalynn Carter, Ehefrau von Jimmy Carter und ehemalige First Lady bleibt für ihr soziales Engagement und ihre Bücher in Erinnerung. Sie verstarb am 19. November und wurde 96 Jahre alt.
  • Heidelinde Weis war eine Schauspielerin, Sängerin und liebte das Theater. Bekannt wurde sie in den 70ern und 80ern durch Serien wie „Traumschiff“ und „Schwarzwaldklinik“. Sie verstarb mit 83 Jahren am 24. November.
  • Inge Trisch erfand zahlreiche Figuren des DDR–Kinderfernsehens. Sie erfand zum Beispiel „Pittiplatsch“ und „Stine und das Urvieh“. Mit 89 Jahren ist sie am 29. November gestorben.
  • Henry Kissinger ist 100 Jahre alt geworden. Er floh mit 15 Jahren vor den Nazis und war später amerikanischer Aussenminister. Nach seiner Amtszeit berät er in politischen Fragen. Am 29. November verstirbt er und erhält zahlreiche Würdigungen.