Preise gleichen sich an
: E-Autos laut Studie auch ohne Förderung günstiger

E-Autos sind auf dem Vormarsch: Immer mehr Käufer greifen zu, obwohl staatliche Prämien fehlen. Der Preisunterschied zu Benzinern ist fast verschwunden.
Von
dpa
Bochum/Frankfurt
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Zahlreiche Autos sind am Morgen auf der Autobahn A28 unterwegs (Aufnahme mit langer Belichtungszeit). Nahe Westerstede soll ein neues Autobahndreieck von A28 und der Küstenautobahn A20 entstehen. (zu dpa: «Studie: E-Autos auch ohne Förderung erfolgreich»)

Hauke-Christian Dittrich/dpa
  • E-Autos 2025 fast so günstig wie Verbrenner – Preisunterschied sank auf 1.340 Euro.
  • Marktanteil vollelektrischer Autos stieg ohne Kaufprämien von 13 % auf über 22 %.
  • Hersteller gewährten Rabatte: 18,1 % bei E-Autos, 19,3 % bei Verbrennern.
  • Neue Kaufprämien laut Studie überflüssig – Marktkräfte gleichen Preise an.
  • 2026: Mehr E-Autos erwartet, inkl. VW ID Polo; chinesische Hersteller streben Exporterfolg an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Auf dem deutschen Markt für Neuwagen haben Elektroautos im Jahr 2025 mächtig aufgeholt. Allein die Marktkräfte hätten dafür gesorgt, dass die Preisunterschiede zu gleichwertigen Verbrennern geschmolzen seien, berichtet das Bochumer Center Automotive Research (Car) in seiner regelmäßigen Rabattstudie. Statt eines durchschnittlichen Mehrpreises von gut 7.300 Euro noch zu Jahresbeginn waren Elektromodelle im Dezember nur noch 1.340 Euro teurer als ein gleichwertiger Verbrenner.

Der Marktanteil der vollelektrischen Batterieautos kletterte auch ohne staatliche Kaufprämien von gut 13 auf über 22 Prozent zum Jahresende. Das Institut beobachtet für seine Analyse bei den jeweils 20 wichtigsten Modellen (Verbrenner/Batterie) die Transaktionspreise, die Käufer tatsächlich für die Autos zahlen müssen. Die Hersteller gewährten bei E-Autos im Schnitt einen Rabatt von 18,1 Prozent auf den Listenpreis. Bei Verbrennern betrug der durchschnittliche Nachlass 19,3 Prozent.

Neue Kaufprämien überflüssig?

Die Schere werde sich weiter schließen. Bei einigen Modellen wie dem Mini Cooper bestehe bereits Preisparität, zumal die Elektromodelle zunehmend von Skaleneffekten und geringeren Rohstoffkosten profitierten. Für die Entwicklung seien allein Marktkräfte verantwortlich, betont CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer. Es habe 2025 keinen nennenswerten Ausbau der Lade-Infrastruktur und keine subventionierten Kaufanreize gegeben. Die von der Bundesregierung geplanten Kaufprämien seien überflüssig und dürften vollständig in Mitnahme-Effekten enden.

Dudenhöffer rechnet für das Jahr 2026 mit einem weiteren Anstieg des Elektroanteils. Die CO2-Flottenvorgaben für die Hersteller blieben bestehen, und es kämen wichtige neue E-Modelle wie der VW ID Polo auf den Markt. Auch dürften die chinesischen Hersteller ihre Exportbemühungen ausweiten. Schnelle Erfolge erwarte er für BYD und Co. allerdings nicht, so Dudenhöffer.