Sahra Wagenknecht: Kinder, Familie & Co. – Die Gründerin des BSW im Porträt

Sahra Wagenknecht, Parteivorsitzende Bündnis Sahra Wagenknecht. Alles über die Politikerin im Porträt.
Sören Stache/dpa- Sahra Wagenknecht gründete die Partei BSW und wird Regierungsverantwortung in Ostdeutschland übernehmen.
- Geboren 1969 in Jena, war sie zuvor bei Die Linke aktiv.
- Wagenknecht war von 1997 bis 2013 verheiratet, seit 2014 mit Oskar Lafontaine.
- Mit Alice Schwarzer initiierte sie das „Manifest für Frieden“.
- BSW erzielte schnell Wahlerfolge, beteiligt sich an Regierungen in Brandenburg und Thüringen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sahra Wagenknecht ist in erster Linie für ihre Mitgliedschaft der Linken-Partei bekannt, erregte jedoch im Jahr 2023 besonders viel Aufmerksam mit der Bekanntgabe ihres Parteiaustritts. Kurz darauf gründete sie, gemeinsam mit anderen ehemaligen Linken-Politikern, das "Bündnis Sahra Wagenknecht". Nachdem sie 2024 den Status einer Partei erlangen konnten, haben sie am Bundestagswahlkampf 2025 teilgenommen. Nun ist klar, dass sie die fünf-Prozent-Hürde nicht erreicht haben und somit keinen Einzug in den Bundestag erhalten. Wer ist die BSW-Politikerin eigentlich? Alle Infos zu ihrem Privatleben und ihrer Karriere erfahrt ihr in diesem Porträt:
Familie, Kinder & Twitter: Sahra Wagenknecht im Steckbrief
- Name: Sahra Wagenknecht
- Geburtstag: 16. Juli 1969
- Geburtsort: Jena
- Wohnort: Merzig, Saarland
- Eltern: persischer Vater (verschollen), deutsche Mutter (Kunsthändlerin)
- Ehe: Ralph-Thomas Niemeyer (geschieden 2013), Oskar Lafontaine (seit 2014)
- Kinder: keine
- Beruf: Politikerin
- Twitter: @SWagenknecht
- Website: www.sahra-wagenknecht.de
- Instagram: sahra_wagenknecht
Die frühen Jahre von Sahra Wagenknecht
Sahra Wagenknecht ist 1969 in der DDR geboren als Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter. Ihr Vater verschwand, als Wagenknecht noch sehr jung war, während einer Reise in den Iran. Als Mädchen und junge Frau war sie in der Freien Deutschen Jugend (FDJ) aktiv. 1989 trat sie der SED bei, kurz vor der Wende. Nach der Wende begann Wagenknecht ihr Studium in Philosophie und Neueren Deutschen Literatur. 1996 schloss sie ihr Magister ab. Danach begann sie eine Promotion in Wirtschaftswissenschaften.
Wagenknechts politische Karriere
Während ihres Studiums begann Sahra Wagenknecht ihre politische Laufbahn. Ab dem Jahr 1991 engagierte sie sich im Parteivorstand der PDS. Gleichzeitig war sie von 1991 bis 2010 Mitglied der kommunistischen Plattform, die vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestuft wurde.
2004 wurde Sahra Wagenknecht ins Europaparlament gewählt. Hier blieb sie bis 2009, als sie zum ersten Mal in den Bundestag gewählt wurde. Von 2015 bis 2019 war sie die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag und bei der Bundestagswahl 2017 waren sie und Dietmar Bartsch Spitzenkandidaten. 2021 wurde sie wieder in den Bundestag gewählt.
Sahra Wagenknecht privat: Kinder, Ehe und Oskar Lafontaine
Über das Privatleben von Sahra Wagenknecht ist vergleichsweise wenig in der Öffentlichkeit bekannt. Sie war von 1997 bis 2013 mit dem Filmproduzenten Ralph-Thomas Niemeyer verheiratet. Nach ihrer Trennung und Scheidung wurde bekannt, dass Wagenknecht eine Beziehung mit dem ehemaligen Linken-Chef Oskar Lafontaine führte. Im Jahr 2014 heiratete das Paar und sie leben gemeinsam an der Grenze zu Frankreich im Saarland. Sahra Wagenknecht hat keine eigenen Kinder, während Oskar Lafontaine zwei Söhne und drei Enkelkinder hat.
Sahra Wagenknecht und das „Manifest für Frieden“
Kurz vor dem ersten Jahrestag des Krieges von Russland in der Ukraine veröffentlichte Sahra Wagenknecht gemeinsam mit Alice Schwarzer ein "Manifest für Frieden". Die dazugehörige Petition sammelte innerhalb von zwei Wochen mehr als 600.000 Unterschriften im Internet ein. Am 25.2.2023 rief die Linkenpolitikerin zu einer Demonstration unter dem Motto "Aufstand für Frieden" in Berlin auf.
Wagenknecht und die Parteigründung
Wagenknecht und neun weitere Bundestagsabgeordnete waren im Oktober 2023 aus der Partei Die Linke ausgetreten. Das Bündnis Sahra Wagenknecht wurde zunächst als Verein gegründet, um die Partei vorzubereiten. Sie sammelte 1,4 Millionen Euro an Spenden als Startkapital für die Partei, wie BSW-Schatzmeister Ralph Suikat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland mitteilte.
Am 8. Januar 2024 hat das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) die offizielle Gründungsveranstaltung als Partei abgehalten. Zum Auftakt sagte die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht in einem Berliner Hotel, es sei „ein bisschen auch ein historischer Tag“, dass „wir den Grundstein für eine Partei legen, die das Potenzial hat, das bundesdeutsche Parteienspektrum grundlegend zu verändern und vor allem die Politik in unserem Land grundsätzlich zu verändern“. Die Gründung selbst fand hinter verschlossenen Türen statt.
Das BSW und die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg
Das BSW fuhr nur wenige Monate nach seiner Gründung bei den Europawahlen und den drei Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg Wahlerfolge ein. In Brandenburg (mit der SPD) und in Thüringen (mit CDU und SPD) wird das BSW sogar in der Landesregierung sitzen. In Sachsen scheiterten die Koalitionsgespräche zwischen CDU, SPD und dem BSW allerdings. Hier regiert aktuell eine Minderheitsregierung aus CDU und SPD.
Das BSW und die Bundestagswahl 2025
Nachdem die neue Partei bei den Europawahlen vergleichsweise erfolgreich war, stand fest, dass sie auch zur Bundestagswahl 2025 antreten würden. Die Hoffnung: Der Einzug in den Bundestag. Doch kurz vor Ende der Stimmenauszählung wird klar, dass sie die nötige fünf-Prozent-Hürde nicht erreichen würde. Es fehlten schlussendlich 0,03 Prozent.
