Lars Klingbeil: Der Vorsitzende der SPD und wohl künftige Vize-Kanzler im Porträt

Lars Klingbeil ist der Parteivorsitzende der SPD und wahrscheinlich Vize-Kanzler. Jetzt muss er seine Partei in eine neue große Koalition führen. Alle wichtigen Fakten über den Politiker hier.
Matthias Bein/dpa- Lars Klingbeil, SPD-Vorsitzender und möglicher Vize-Kanzler unter Friedrich Merz.
- Seit 2021 Parteivorsitzender, seit 2025 zentrale Figur nach Bundestagswahl.
- Verheiratet mit Lena-Sophie Müller, keine Kinder.
- Gehalt: 10.012,89 Euro monatlich plus 9.000 Euro als SPD-Vorsitzender.
- Hobbies: Mitglied FC Bayern-Beirat, spielt Gitarre.
- Wichtige SPD-Minister: Pistorius, Bas, Hubig, Hubertz, Alabali-Radovan, Schneider.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Lars Klingbeil ist ein wichtiges Gesicht in der deutschen Politik. Als Parteivorsitzender der SPD gemeinsam mit Saskia Esken ist seine Meinung viel gefragt - weshalb er auch nach der Bundestagswahl in Politiksendungen und Talkshows ein Dauergast ist. Jetzt soll auch noch Vize-Kanzler und Finanzminister unter Friedrich Merz werden. Doch wer ist Lars Klingbeil? Wie kam er in die Politik? Hat er eine Familie? Hier sind alle Infos über den SPD-Mann im Überblick.
Lars Klingbeil im Steckbrief: Kinder, Ehefrau, Gehalt
Hier die wichtigsten Fakten zu Lars Klingbeil auf einen Blick:
- Name: Lars Klingbeil
- Geburtstag: 23. Februar 1978
- Geburtsort: Soltau (Niedersachsen)
- Wohnort: Munster
- Eltern: Mutter war Einzelhandelskauffrau, Vater Berufssoldat
- Ehefrau: Lena-Sophie Müller
- Kinder: keine
- Beruf/Ausbildung: Studium in Politikwissenschaften, Soziologie und Geschichte, dann Arbeit als Politiker
- Gehalt: Als Bundestagsabgeordneter bekommt Lars Klingbeil eine monatliche Entschädigung von 10.012,89 Euro. Zusätzlich erhält er 9.000 Euro Aufwandsentschädigung als SPD-Vorsitzender
- Website: www.lars-klingbeil.de
- X: @larsklingbeil
- Instagram: larsklingbeil
Vater, Mutter & Ehefrau: Das ist die Familie von Lars Klingbeil
Lars Klingbeil ist 1978 in Niedersachsen geboren und aufgewachsen. Er wuchs als Sohn einer Einzelhandelskauffrau und eines Soldaten auf. Sein Vater war Unteroffizier.
Im August 2019 hat Lars Klingbeil geheiratet. Seine Ehefrau ist Lena-Sophie Müller, die Geschäftsführerin der Initiative D21.

Lars Klingbeil und seine Frau Lena-Sophie Müller beim Bundespresseball 2022.
dpaLars Klingbeil Lebenslauf: So kam er in die Politik
Lars Klingbeil hat schon während seines Studiums in Hannover seine Politikkarriere begonnen. Er arbeitete im Wahlkreisbüro von Gerhard Schröder, der damals Bundeskanzler war. 2006 wurde er zum ersten Mal in den Kreistag im niedersächsischen Heidekreis gewählt. 2009 wurde er dann zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Im Oktober 2017 wurde Lars Klingbeil zum Generalsekretär der SPD gewählt. Dieses Amt hatte er bis 2021 inne. Seit 2021 ist er gemeinsam mit Saskia Esken Parteivorsitzender der SPD. Sein Nachfolger im Amt des Generalsekretärs wurde Kevin Kühnert. Der sich im Herbst 2024 allerdings aus der aktiven Politik zurückzog.
Seine Schwerpunkte lagen bisher in der Verteidigungspolitik, in der Netzpolitik bzw der Digitalisierung. Nach eigenen Angaben hat er im Zuge der Terroranschläge vom 11. September 2001 seine ursprünglich kritische Haltung gegenüber der Bundeswehr revidiert. Seitdem setzt er sich für die Modernisierung der Bundeswehr ein.
FC Bayern und Musik: Das sind die Hobbies von Lars Klingbeil
Lars Klingbeil ist seit 2022 Mitglied des Verwaltungsbeirats seines Lieblingsvereins, dem FC Bayern München. Zudem schreibt er, dass er gerne Gitarre spielt und deshalb in seinen Büros immer Gitarren hat, um beim Nachdenken auf ihnen zu spielen. Als Jugendlicher habe er in einer Band gespielt, berichtet er auf seiner Webseite.
Diese SPD-Minister soll es neben Klingbeil geben
In der neuen schwarz-roten Bundesregierung bleibt für die SPD Boris Pistorius Verteidigungsminister, die ehemalige Bundestagspräsidentin Bärbel Bas wird Arbeitsministerin. Wie die SPD am 5. Mai 2025 weiter mitteilte, wird Parteichef Lars Klingbeil wie angekündigt Finanzminister und Vizekanzler. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig übernimmt das Justizressort, die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Hubertz wird Bauministerium, die Antirassismus-Beauftragte Reem Alabali-Radovan Entwicklungsministerin und der bisherige Ostbeauftragte Carsten Schneider Umweltminister.
Klingbeil ist neuer Fraktionsvorsitzender
Drei Tage nach der historischen Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 hat die neue Parlamentsfraktion Parteichef Lars Klingbeil zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der Niedersachse erhielt 85,6 Prozent der Stimmen und damit deutlich weniger als sein Vorgänger Rolf Mützenich bei drei Wahlen zum Fraktionsvorsitzenden seit 2019. Klingbeil wird seine Partei in die Gespräche über eine Regierungsbildung mit der Union führen. Unklar ist, ob er nach erfolgreichen schwarz-roten Koalitionsverhandlungen Fraktionschef bleiben wird oder dann in die neue Bundesregierung wechselt.
