Friedrich Merz
: Karriere und Privatleben – Der CDU-Politiker im Porträt

Das Ergebnis der Bundestagswahl 2025 konnte Friedrich Merz mit der CDU für sich entscheiden. Wer ist er privat und wie verlief seine Karriere?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Friedrich Merz ist CDU-Bundesvorsitzender und Unionsfraktionsvorsitzender und wird mit hoher Wahrscheinlich der neue Bundeskanzler. Alle Infos zum CDU-Politiker gibt es hier im Porträt.

Friedrich Merz ist CDU-Bundesvorsitzender und Unionsfraktionsvorsitzender und wird mit hoher Wahrscheinlich der neue Bundeskanzler. Alle Infos zum CDU-Politiker gibt es hier im Porträt.

Michael Kappeler/dpa
  • Friedrich Merz ist CDU-Vorsitzender und will 2025 Bundeskanzler werden.
  • Er wurde 1955 in Brilon geboren, ist verheiratet und hat drei Kinder.
  • Merz ist seit 1972 in der CDU und war von 1994 bis 2009 im Bundestag.
  • Er kandidierte dreimal für den CDU-Vorsitz und gewann 2021.
  • Merz plant einen politischen Kurswechsel und will in Deutschland investieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Friedrich Merz stand während des Wahlkampfes zur vorgezogenen Bundestagswahl 2025 an vorderster Front der CDU und konnte die meisten Stimmen für sich und seine Partei gewinnen. Alle Infos zu seinem Privatleben und seiner Karriere gibt es in diesem Porträt:

Merz Steckbrief im Steckbrief: Größe, Ehefrau, Kinder

  • Name: Friedrich Merz
  • Geburtstag: 11.11.1955
  • Geburtsort: Brilon
  • Größe: 1,98 m
  • Ehefrau: Charlotte Merz, Richterin in Arnsberg
  • Beruf: Rechtsanwalt, Richter, Politiker
  • Familie: drei Kinder (einen Sohn, zwei Töchter), fünf Enkelkinder
  • X: FriedrichMerz
  • Instagram: merzcdu
  • Homepage: www.friedrich-merz.de

Das Leben von Friedrich Merz

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon im Hochsauerland geboren und lebte dort bis zu seinem Abitur. Nach dem Wehrdienst studierte er in Bonn und Marburg, sein erstes juristisches Staatsexamen legte er in Düsseldorf ab. Es folgten das zweite juristische Staatsexamen und eine Anstellung als Richter am Amtsgericht in Saarbrücken. Ab 1986 arbeitete Friedrich Merz in einem Industrieverband in Bonn und Frankfurt bis zu seiner Wahl in das Europäische Parlament. Von 1986 bis 2021 war Friedrich Merz zudem fortlaufend als Rechtsanwalt tätig, er gehörte von 2005 bis Ende 2021 der internationalen Anwaltssozietät Mayer Brown LLP mit Sitz in Düsseldorf an. 2020 beendete er sein Aufsichtsratsmandat bei BlackRock.

Kinder und Ehefrau: Die Familie von Friedrich Merz

1981 heiratete Friedrich Merz seine Ehefrau Charlotte. Sie arbeitet heute als Direktorin des Amtsgerichts in Arnsberg. Gemeinsam haben sie drei Kinder: einen Sohn und zwei Töchter. Des Weiteren hat Friedrich Merz fünf Enkelkinder.

Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU kommt mit Ehefrau Charlotte Merz zum 69. Bundespresseball ins Hotel Adlon.

dpa

Friedrich Merz: Politischer Werdegang und Karriere

Friedrich Merz ist seit 1972 Mitglied der CDU. Seit 1989 hält er ein politisches Amt inne, damals als Abgeordneter im Europäischen Parlament. Zwischen 1994 und 2009 saß Merz im Bundestag, zwischen 2000 und 2002 war er Fraktionsvorsitzender der Partei. Nach 2009 verließ er die Politik und arbeitete wieder als Wirtschaftsanwalt und als Lobbyist. Seit 2018, nachdem Angela Merkel ihren Rücktritt aus der Politik bekannt gegeben hatte, erscheint Friedrich Merz wieder auf der politischen Bühne.

Friedrich Merz und der CDU-Vorsitz: Drei Anläufe

Dreimal hat sich Friedrich Merz seit 2018 um den Vorsitz der CDU beworben. Das erste Mal gab er sein Interesse im Oktober 2018 bekannt. Damals hatte Altkanzlerin Angela Merkel angekündigt, den Vorsitz abgeben zu wollen und bei der nächsten Bundestagswahl 2021 nicht mehr anzutreten. Neben Friedrich Merz standen Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn zur Wahl. Im zweiten Wahlgang verlor Merz gegen Kramp-Karrenbauer, die bis 2020 Vorsitzende der Partei war.

Im Februar 2020 gab Friedrich Merz bekannt, dass er erneut für den CDU-Parteivorsitz kandidieren würde. Dabei war es klar, dass der CDU-Parteivorsitzende dann womöglich bei der Wahl 2021 auch der Kanzlerkandidat der Union sein würde. Neben Merz bewarben sich diesmal Jens Spahn und Armin Laschet. Wegen der Corona-Pandemie wurde der CDU-Parteitag im Januar 2021 digital durchgeführt. Im zweiten Wahlgang unterlag Merz diesmal Armin Laschet, der später auch Kanzlerkandidat der Union wurde.

Nach der historischen Wahlniederlage der Union bei der Bundestagswahl 2021 legte Armin Laschet sein Amt nieder. Die CDU müsse sich neu aufstellen, um eine starke Opposition zu sein, so Laschet. Im November 2021 wurde klar, dass sich Friedrich Merz zum dritten Mal um den Parteivorsitz bewerben würde. Bei dieser Runde standen ihm Helge Braun und Norbert Röttgen gegenüber. Diesmal wurde vor dem Parteitag eine Mitgliederbefragung zum CDU-Vorsitzenden durchgeführt. Dabei entschieden sich 62,1 Prozent der rund 400.000 CDU-Mitglieder für Friedrich Merz. Beim CDU-Parteitag am 15. und 16. Januar 2021 wurde Merz offiziell zum Vorsitzenden gewählt.

Diese Politik will Friedrich Merz als Kanzler

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) hat für den Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl einen politischen Kurswechsel angekündigt. Nach der Bundestagswahl am 23. Februar werde es eine neue Bundesregierung geben, „die aufhört zu streiten und die sich daran macht, die Probleme unseres Landes mit einer anderen Politik zu lösen“, sagte der Oppositionsführer im November 2024 im Bundestag.

Die künftige Bundesregierung werde eine „grundlegend andere Politik“ betreiben, kündigte der CDU-Chef an - und nannte einige Schwerpunkte für eine künftige neue Regierung.

Es werde eine Bundesregierung sein, „die ihrer nationalen, ihrer europäischen und ihrer internationalen Verantwortung gerecht wird, die etwa mit Zurückweisungen an den Grenzen die Kontrolle über die Zuwanderung zurückgewinnt und die vor allem dafür sorgt, dass in Deutschland wieder mehr investiert wird und dass die Arbeitsplätze in unserem Land erhalten bleiben“, sagte der CDU-Chef.

Bei den Wahlergebnissen der Bundestagswahl 2025 wird klar, dass die deutsche Bevölkerung den CDU-Politiker in der Rolle des Bundeskanzlers sieht. Die Partei konnte rund 28,5 Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen.