Perseiden 2020 Meteore: So schön war die Nacht mit den Sternschnuppen der Perseiden am Himmel
Verglühender Kometenstaub am Nachthimmel: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden hat in der Nacht auf Donnerstag viele Menschen begeistert, die das Spektakel verfolgten. Das Deutsche Zentrum für Luft– und Raumfahrt rechnete im Vorfeld mit rund 60 Sternschnuppen pro Stunde, also durchschnittlich eine jede Minute.
Perseiden–Sternschnuppen per Langzeitbelichtung fotografiert
Wie viele waren es wirklich? Man muss schon genau aufpassen und braucht Geduld, zumindest, wenn man ein Foto von einer der Sternschnuppen aus den tiefen des Weltraums schießen möchte. Auch wenn das per Langzeitbelichtung geschieht. Unser Kollege Stefan Bentele hat sich nachts mit seiner Kamera auf Sternschnuppen–Jagd begeben.
Beobachtung der Perseiden auf dem Truppenübungsplatz bei Zainingen
Er wählte als Beobachtungsort eine Stelle, die nicht so stark von der so genannten Lichtverschmutzung betroffen ist: Der ehemalige Truppenübungsplatz nahe Zainingen im Kreis Reutlingen. Ein paar der Grüße aus dem All konnte er einfangen, mit der Kamera auf dem Stativ, einem Weitwinkelobjektiv sowie bei einer Blende von 1,4 und 8 Sekunden Belichtungszeit.
Das Foto, auf dem der Turm Waldgreut oben leicht angeschnitten ist, hat die Blickrichtung Süd–Südwest. Unten rechts im Bild sind Jupiter (großer heller Punkt) und Saturn (links daneben, kleinerer Punkt) zu sehen.
Woher kommt der Name „Perseiden“?
Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen. Die wahre Ursache der Perseiden liegt jedoch an anderer Stelle: Auf ihrer Bahn um die Sonne fliegt die Erde „durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen“, die der Komet 109P/Swift–Tuttle auf seiner Bahn hinterlassen hat, berichtet die Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland. Er wurde 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. Für seine Reise um die Sonne benötigt er rund 133 Jahre. Das nächste Mal wird der Komet nach Astronomenberechnung im Jahr 2126 sichtbar sein. Mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216 000 Kilometer pro Stunde, sind die Perseiden recht schnell. Helle Objekte, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln, sind keine Seltenheit.

