Während des Zeitraums vom 14. Juli bis zum 24. August verstärkt sich die Aktivität des Meteorschauers. Zu den Spektakulärsten gehören die Perseiden, ein Überbleibsel eines Kometen. Der Höhepunkt des Sternschnuppen-Aufkommens wird am 14. August sein. Experten rechnen mit bis zu 100 Meteoren in einer Stunde, was aber in Mitteleuropa nicht erreichbar sein wird.

Die beste Beobachtungszeit

Der Sternenregen der Perseiden lässt sich am besten in der Zeit zwischen 23 Uhr und 5 Uhr in der Frühe beobachten. Es kann sich aber auch bereits am späten Abend ein Blick zum Himmel lohnen. Die besten Bedingungen herrschen bei klarem Himmel. Laut Wetterprognose bleiben die Nächte in dieser Zeit klar und auch mild. Beste Voraussetzungen also für die nächtliche Himmelsbeobachtung.
Der Sternhimmel im August
Der Sternhimmel im August
© Foto: dpa / Grafik

Der beste Beobachtungsort

Wer nach den Perseiden Ausschau halten will, sollte sich idealerweise an einen Ort mit möglichst freier Rundumsicht und ohne störendes Umgebungslicht begeben. Dann einfach die Blickrichtung nach Osten orientieren und den Himmel großzügig absuchen. Wer sich nicht sicher ist, in welche Richtung er schauen muss, orientiert sich einfach am markanten Sternbild Großer Wagen. Hat man das Sternbild ausfindig gemacht, verlängert man seine „Hinterachse“ über den Polarstern hinweg bis zum bekannten Himmels-W (Kassiopeia). Optische Hilfsmittel wie etwa ein Fernglas oder Teleskop sind nicht nötig.

Wichtige Tipps zum Fotografieren der Perseiden - Das ist bei Sternschnuppen-Fotos zu beachten

Wer die Perseiden fotografieren will. der sollte nach Möglichkeit ein Weitwinkelobjektiv benutzen. Ein stabiles Stativ ist unerlässlich, da an der Kamera mit Langzeitbelichtung fotografiert wird.

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Woher kommt der Name „Perseiden“?

Benannt sind die Sternschnuppen nach dem Sternbild Perseus, da es den Anschein hat, aus diesem auszuströmen. In Wirklichkeit sind sie aber das Überbleibsel des Kometen Swift-Tuttle, der alle 130 Jahre die Sonne umkreist.

Sternschnuppen – Glück und Unglück?

Warum wünschen wir uns eigentlich etwas, wenn wir eine Sternschnuppe sehen? Früher sahen die Menschen in den Sternen göttliche Lichtfunken und Sternschnuppen selbst galten als Dochte, die beim Putzen der Himmelskerzen durch Engel herunterfielen.
In anderen Gegenden hingegen deuteten sie auf Unheil hin: Beispielsweise in der Mongolei. Dort zeigen sich in Sternschnuppen die Seelen Verstorbener auf der Reise ins Jenseits. Im Indischen Ozean glauben die Bewohner einer Insel, dass Sternschnuppen böse Geister sind, die mit Fackeln Jagd auf Menschen machen.