Der Winter ist ein guter Zeitpunkt, um seine Obst- und Nussbäume im Garten zu verschneiden. Durch das Beschneiden wird der Baum gestutzt und geformt, um eine gute Ernte und ein gesundes Wachstum zu fördern.

Apfel, Birne, Kirsche - Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Baumschnitt?

In dieser Tabelle zeigen wir Empfehlungen für einen guten Zeitpunkt für den Baumschnitt. Trotzdem sollte auf das Wetter geachtet werden. Für einen Baumschnitt sollte es nicht zu nass sein, da sich sonst Pilze in den Schnittwunden des Baumes festsetzen können und auch nicht zu kalt. Starker Frost würde ebenfalls den Wunden und damit dem Baum schaden. Und jetzt kommt die Tabelle für den Winterschnitt:
  • Apfel - Februar, März
  • Birne - Februar, März
  • Pflaume/Zwetschge - Februar, März
  • Kirsche - im Winter gar nicht schneiden, sondern Juli/August
  • Pfirsich - März
  • Wein - Februar, März
  • Quitte - Februar, März
  • Aprikose - März
  • Walnuss - Dezember/Januar
  • Haselnuss - Oktober bis März

Obstbaumschnitt - Was ist zu beachten?

Beim korrekten Baumschnitt ist es wichtig, überschüssige, kranke oder beschädigte Äste zu entfernen, um die Pflanze zu stärken und zu formen. Gärtner sollten außerdem darauf achten, dass die Baumkrone nicht zu dicht ist und genug Licht und Luft durch die Äste und Blätter zirkulieren kann.
Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Schnittwunden sauber und schräg gestellt werden, damit sie gut abtrocknen und nicht ein Eintrittspunkt für Pilzsporen oder Schädlinge werden.

Obstbaumschnitt - Das richtige Werkzeug

Welches Werkzeug man für den Obstbaumschnitt verwendet, hängt von der Dicke der Zweige und Äste ab. Für Zweige mit einer Dicke von bis zu 1,5 Zentimetern kann eine scharfe Gartenschere verwendet werden. Dickeres Holz kann dann mit einer Astschere zu Leibe gerückt werden. Wenn die Äste auch dafür zu stark sind, greifen Hobbygärtner zu Hand- oder Bügelsägen.
Diese Grafik zeigt, wie Bäume korrekt in Form gebracht werden.
Diese Grafik zeigt, wie Bäume korrekt in Form gebracht werden.
© Foto: dpa

Baumschnitt: Wie verletze ich den Baum so wenig wie möglich?

Wer die Schere oder Säge ansetzt, sollte nicht hier und da ein bisschen was wegnehmen. Die Experten raten zum Entfernen weniger, dickerer Äste. Denn jede Schnittwunde treibt den Baum an, wieder stärker auszutreiben.
Daher empfehlen die Profis auch, Triebe, die im kommenden Sommer senkrecht nach oben wachsen werden, wegzureißen. Man spricht hier auch von den Wassertrieben oder Wasserschossern, die sich etwa als Folge von zu starkem Rückschnitt im Vorjahr bilden.
Sie haben aber meist ziemlich weiches Gewebe, welches anfällig für Krankheiten ist. Die Wassertriebe tragen nur wenig Früchte und können den Fruchtertrag des Baums einschränken.