Sommerferien in Niedersachsen
: Hier drohen Staus und Verspätungen zum Ferienstart

In Niedersachsen beginnen am 06.07. die Sommerferien. Viele Menschen wollen mit dem Auto oder der Bahn verreisen. Wo ist die Gefahr für Staus und Verspätungen besonders groß?
Von
Emily Bader
Hannover
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In Niedersachsen beginnen bald die Sommerferien. Viele Menschen wollen mit dem Auto oder der Bahn verreisen. Wo drohen Staus, Verspätungen und Ausfälle?

Julian Stratenschulte/dpa

In Niedersachsen beginnen in wenigen Wochen die Sommerferien. Konkret ist in Niedersachsen vom 06. Juli bis 16. August 2023 schulfrei. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um mit dem Auto oder der Bahn in den Urlaub zu fahren. Dabei kommt es immer wieder zu hohen Verkehrsaufkommen, Staus und Bahnchaos. Wo ist die Stau– und Verspätungsgefahr im Sommer2023 in Niedersachsen besonders hoch?

Niedersachsen: Hier drohen Staus im Sommer 2023

Für die Sommerferien 2023 in Niedersachsen prognostiziert der ADAC einige besonders staubelastete Autobahnabschnitte und einige Strecken mit erhöhter Staugefahr. Außerdem gibt es einige Baustellen, die zu Verkehrschaos führen können. Das sind die Streckenabschnitte im Überblick:

  • Auf der A2 von Hannover Richtung Braunschweig warnt der ADAC vor erhöhter Staugefahr.
  • Der Streckenabschnitt der A7 auf Höhe Hannover/Braunschweig ist laut ADAC besonders staubelastet.
  • Auf der A7 zwischen Hannover und Hamburg befinden sich Baustellen in beide Richtungen zwischen Garlstorf und Thieshope.
  • Auf der A7 zwischen Hannover und Kassel befinden sich Baustellen in beide Richtungen zwischen Göttingen und Hann. Münden–Hedemünden.

Reisen mit der Bahn in Niedersachsen: Hier drohen Verspätungen und Ausfälle

Auch auf dem Schienennetz in Niedersachsen werden im Sommer 2023 nach Angaben der Deutschen Bahn einige Bauarbeiten stattfinden, die zu Verspätungen und Ausfällen im Zugverkehr führen können. Wer über diese Strecken mit der Bahn in den Urlaub fahren will, sollte also genügend Zeit einplanen oder nach alternativen Strecken suchen.

  • Vom 16. Juni bis 24. August 2023 wird zwischen Wolfsburg und Braunschweig die aktuell noch eingleisige Strecke ausgebaut. Während der Bauarbeiten kommt es zwischen Wolfsburg und Göttingen zu Umleitungen über Hannover. Konkret werden die Züge der zweistündlichen ICE–Linie Frankfurt–Kassel–Braunschweig–Berlin zwischen Göttingen und Wolfsburg über Hannover–Messe/Laatzen (teilweise mit Halt) umgeleitet. Die Halte Hildesheim und Braunschweig entfallen.
  • Zwischen 23. Juni und 5. August werde die Gleisanlagen zwischen Rheine und Osnabrück modernisiert. Von diesen Bauarbeiten sind auch Halte und Abfahrten in Niedersachsen betroffen. Die Züge der zweistündlichen IC–Linie Amsterdam–Rheine–Osnabrück–Hannover–Berlin werden zwischen Rheine und Osnabrück über Münster (mit zusätzlichem Halt) umgeleitet. Die Züge aus Richtung Amsterdam erreichen die Bahnhöfe in Bünde, Minden (Westf.), Hannover, Wolfsburg, Stendal und Berlin rund 60 Minuten später, in Richtung Amsterdam fahren die Züge in diesen Bahnhöfen bis zu 90 Minuten früher ab. Teilweise werden Züge der ICE–Linie Köln–Dortmund–Münster–Hannover–Berlin über Dortmund und Bielefeld umgeleitet.
  • Vom 1. April bis 9. Dezember 2023 wird die Schnellfahrstrecke Kassel–Fulda saniert. Dies hat Auswirkungen auf die Fahrt nach und durch Niedersachsen. Die Züge der stündlichen ICE–Linie Bremen/Hamburg–Hannover–Göttingen–München fahren in der einen Stunde mit einem langen ICE nach Hamburg. In der anderen Stunde fahren die Züge mit zwei Zugteilen bis Hannover. Von dort verkehrt ein Zugteil nach Hamburg und ein Zugteil nach Bremen. Während der Bauarbeiten werden die langen ICE–Züge von/nach Hamburg mit einer Fahrzeitverlängerung von 60 Minuten über Nürnberg–Erfurt–Göttingen mit Ersatzhalten in Erfurt und Eisenach umgeleitet. Daher entfallen die Halte Würzburg, Fulda und Kassel–Wilhelmshöhe. In der anderen Stunde werden die ICE–Züge mit zwei Zugteilen über eine andere Strecke umgeleitet. Durch die Umleitung sind die Züge jeweils 60 Minuten länger unterwegs.