NATO‑Mitglieder 2026: Aktuelle Liste & Karte der NATO-Länder

Eine Flagge der Nato weht im Wind vor dem Nato-Hauptquartier in Brüssel. Welche Staaten gehören alles zur NATO?
Anna Ross/dpaDie NATO (North Atlantic Treaty Organization) ist das wichtigste transatlantische Verteidigungsbündnis. Sie wurde 1949 gegründet und vereint heute Staaten aus Nordamerika und Europa. Ziel ist die gemeinsame Sicherheit der Mitglieder, insbesondere durch das Prinzip der kollektiven Verteidigung: Ein Angriff auf ein Mitglied gilt laut Artikel 5 als Angriff auf alle. Welche Länder haben sich in dem Bündnis alles zusammengeschlossen?
Liste der NATO-Mitglieder 2026
Im Jahr 2026 umfasst die NATO 32 Mitgliedsstaaten. Den Anfang unternahmen zwölf Staaten, welche am 4. April 1949 den Nordatlantikvertrag unterschrieben:
- Belgien
- Dänemark (mit Grönland)
- Frankreich
- Vereinigtes Königreich (mit Malta)
- Island
- Italien
- Kanada
- Luxemburg
- Niederlande
- Norwegen
- Portugal
- USA
In den folgenden Jahren traten die hier aufgelisteten Länder der NATO bei:
- Griechenland (seit 1952)
- Türkei (seit 1952)
- Deutschland (seit 1955)
- Spanien (seit 1982)
- Polen (seit 1999)
- Tschechien (seit 1999)
- Ungarn (seit 1999)
- Bulgarien (seit 2004)
- Estland (seit 2004)
- Lettland (seit 2004)
- Litauen (seit 2004)
- Rumänien (seit 2004)
- Slowakei (seit 2004)
- Slowenien (seit 2004)
- Albanien (seit 2009)
- Kroatien (seit 2009)
- Montenegro (seit 2017)
- Nordmazedonien (seit 2020)
- Finnland (seit 2023)
- Schweden (seit 2024)
Karte der NATO-Länder 2026

Die Mitglieder der Nato im Überblick. Grafik-Karte Nr. 105866, Querformat 135 x 110 mm, "Die Mitglieder der Nato (Aktualisierung)", Grafik: A. Brühl/B. Bolte, Redaktion: M. Lorenz
dpa-InfografikGehört Grönland zur NATO?
Um Grönland ist aktuell ein vorwiegend geopolitischer Machtstreit innerhalb des westlichen Lagers entbrannt. Obwohl die Insel zum Königreich Dänemark und damit zur NATO gehört, sorgen US-Forderungen von Präsident Donald Trump nach stärkerer Kontrolle für Spannungen, weil Grönland strategisch zentral für Arktis-Routen, Rohstoffe und militärische Ziele ist. Für die NATO liegt die Gefahr derzeit weniger in einem unmittelbaren Krieg, sondern in der Bedrohung der Bündniseinheit. Wenn ein Mitgliedstaat Druck auf einen anderen ausübt, schwächt das Glaubwürdigkeit und Abschreckung und schafft Unsicherheit über das Zusammenspiel im Krisenfall.
Der Generalsekretär der NATO ist der höchste zivile Vertreter des Bündnisses und leitet die politische und administrative Arbeit der Organisation. Eine Liste aller Generalsekretäre seit 1952 sowie Informationen zu den Aufgaben gibt es hier in diesem Artikel.
