• Das ist ein Grund, warum der Lockdown beim Corona-Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (66/CDU) bis - vorerst - 7.03.2021 verlängert wurde.
Wie geht es weiter mit den weiterhin strengen Corona-Regeln in Deutschland? Auf dem Gipfel wurde vereinbart, dass die Maßnahmen erst gelockert werden können, wenn die 7-Tage-Inzidenz weiter sinkt und der Trend mit insgesamt positiven Fallzahlen in Deutschland anhält. Doch der abnehmende Trend ist wegen der Mutationen von SARS-CoV-2 in Gefahr.

Furcht vor Corona-Mutationen in Deutschland

Dementsprechend ist die Furcht vor Mutationen groß. Das ist nicht unbegründet, Virologen warnen vor der Ausbreitung der Varianten aus
  • England (B117),
  • Südafrika (B1351/501.V2)
  • Brasilien (P1/B11248)
Sie machen mittlerweile einen wachsenden Anteil der Neuinfektionen in Deutschland aus. Sie sind hochansteckend und Impfstoffe wirken teilweise nicht so gut, etwa der von Astrazeneca.

Gefährliche Manaus-Mutation P1 aus Amazonasgebiet in Brasilien

Besonders viel Sorgen bereitet aktuell die Mutation aus Brasilien mit der Bezeichnung P1, die auch auch die Bezeichnung B.1.1.248 trägt. Sie wird auch „Manaus-Variante“ oder Amazonas-Variante genannt. Die Fakten zu dieser Mutation:
  • P1 soll bis zu dreimal ansteckender sein, also um mehr als 70 Prozent.
  • Die südafrikanische und brasilianische Variante tragen laut SWR eine weitere Veränderung im Erbgut: E484K.
  • E484K schwächt vermutlich die Immunabwehr, das heißt: Antikörper können nicht mehr am Virus andocken, es „entgeht“ den bereits gebildeten Antikörpern von genesenen Corona-Patienten. Dieser Effekt wird „Immun-Escape“ genannt.
  • 90 Prozent der Neuinfektionen im Amazonas-Bundesstaat gehen laut NTV auf die Mutation P1 zurück.
  • Die neue Mutation war im Januar bei vier Menschen festgestellt worden, die aus dem Amazonasgebiet in Brasilien nach Japan einreisten. Seither gibt es mehr Fälle in Japan.
  • Die Manaus-Mutation ist auch in Deutschland eingetroffen, es gibt mindestens einen Fall in Hessen durch einen Reiserückkehrer.
  • Nach Angaben des brasilianischen Gesundheitsministers Eduardo Pazuello sind Impfstoffe gegen P1 wirksam.
Allerdings sagte der Minister NTV zufolge nicht, um welche Impfstoffe es geht.

Mutationen in Deutschland: Trotz Impfung Kontaktbeschränkungen bis Ende 2022?

Die Mutationen werden Deutschland noch lange beschäftigen, Der Virologe Klaus Stöhr kündigte in dem Sender am Mittwoch an, dass die Kontaktbeschränkungen in Deutschland - trotz der angelaufenen Massenimpfungen - noch bis Ende des Jahres 2021 nötig sein würden.
Das ist problematisch mit Blick auf erhoffte Öffnungen, die von einer niedrigen Inzidenz von bundesweit 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen 7 Tagen abhängige gemacht werden.
Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mahnte: „Wenn wir nicht aufpassen, machen wir alle Erfolge zunichte. Und die Kombination aus überstürzter Lockerung und Mutation, die ist echt hochgefährlich.“ Dann könne es eine dritte Krankheitswelle geben. „Und diese dritte Welle werden uns die Menschen auch nicht so richtig verzeihen.“