Hurricane Mexiko Sturm
: Windgeschwindigkeit 195: Urlauber fliehen vor Hurrikan in Mexiko

Zigtausende Menschen mussten vor dem Hurrikan „Delta“ in Mexiko in Sicherheit gebracht werden. Warum der Killer-Sturm einen griechischen Buchstaben trägt.
Von
AFP
Cancún
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Das Militär hält sich für den Einsatz bereit: Hurricane „Delta“ über Mexiko.

AFP / Borges

Die Sturmsaison fällt 2020 besonders heftig aus, und Beobachter glauben, dass das mit dem Klimawandel zu tun hat: An der mexikanischen Karibikküste sind zehntausende Urlauber vor dem herannahenden Hurrikan „Delta“ in Sicherheit gebracht worden. Mehr als 40.000 Hotelgäste aus Cancún und anderen Urlaubsorten wurden am Dienstag (Ortszeit) in Notunterkünfte gebracht, wie ein Sprecher des örtlichen Hotelverbandes berichtete. Geschäfte sicherten ihre Schaufenster mit Spanplatten. Die Regierung mobilisierte tausende Soldaten, um im Notfall bei Rettungs- und Aufräumeinsätzen helfen zu können.

Hurrikan „Delta“ mit Tempo 195 und 10-Meter-Wellen

„Delta“ rückte am Mittwochmorgen (Ortszeit) als Hurrikan der Stufe 3 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Stundenkilometern auf die mexikanische Halbinsel Yucatán zu. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten und „potenziell katastrophalen“ Bedingungen durch den „extrem gefährlichen“ Sturm an der Nordostküste Yucatáns. Die Rede war auch von Wellen bis zu 10 Metern Höhe.

Wetterexperten gehen davon aus, dass der Hurrikan sich dann nordwärts über den Golf von Mexiko bewegen wird, bevor er am Donnerstagabend oder Freitagmorgen auf die Südküste der USA trifft, wahrscheinlich auf der Höhe von Louisiana. „Es ist Zeit für die Menschen in Louisiana, sich auf Hurrikan 'Delta' vorzubereiten“, schrieb der Gouverneur des Bundesstaates im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Alphabet reicht für Hurricane „Delta“ nicht mehr aus

Delta ist bereits der 26. namentlich verzeichnete Sturm der atlantischen Sturmsaison in diesem Jahr, die von Juni bis November dauern. Wegen der Vielzahl an Stürmen in der laufenden Saison mussten die Meteorologen bei den Namen bereits auf das griechische Alphabet zurückgreifen, nachdem das lateinische inzwischen ausgeschöpft ist.

Das waren bisher die heftigsten Stürme der Sommer- und Herbstsaison 2020:

Hurricane Laura (20. August bis 29. August)

Medicane Udine in Griechenland (Woche ab 16. September)

Hurricane Teddy (12. September bis 23. September)

Tödliches Oktober-Unwetter in Italien

Tropensturm Gamma (seit 2. Oktober aktiv)

Hurricane Delta ( seit 5. Oktober aktiv)