Meteorologen ändern Vorhersage
: Doch keine neue Hitzewelle in Baden-Württemberg

Meteorologen hatten für Baden-Württemberg eine neue Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad angekündigt. Doch diese bleibt offenbar aus.
Von
Florian Huth
Ulm
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ARCHIV - 35 Grad zeigt ein Thermometer am 29.05.2017 vor dem Münster in Freiburg (Baden-Württemberg). (Zu dpa: «Von Frost im April bis Hitzewelle - die Wetter-Extreme des Jahres» vom 008.12.2017) Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die befürchtete, weitere Hitzewelle ist nach Ansicht von Meteorologen wieder in die Ferne gerückt. (Archivfoto)

Patrick Seeger/dpa

Erst wurde eine neue Hitzewelle für Baden-Württemberg angekündigt. Diese bleibt aber wohl aus. Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind sich derzeit sicher, dass es in Baden-Württemberg nicht so heiß wird wie bislang erwartet.

Temperaturen in Baden-Württemberg bleiben wohl unter 30 Grad

„Es ist wahrscheinlich, dass es auch über das kommende Wochenende hinaus in den meisten Teilen des Landes unter oder höchstens um die 30 Grad warm wird“, sagte ein Meteorologe. Bis auf lokale Schauer erwartet der Deutsche Wetterdienst in den kommenden Tagen keinen verbreiteten Regen mehr in Baden-Württemberg. Bei steigenden Temperaturen bis zu 27 Grad am Donnerstag und Freitag soll es laut der Prognose weitgehend trocken bleiben. Nachts kühlt es örtlich deutlich ab.

Hitzewelle abgesagt: Keine Saharaluft in Baden-Württemberg

Die nächste erwartete Hitzewelle in Baden-Württemberg bleibt also aus. Doch was ist der Grund? Die Erklärung ist einfach: Die heiße Saharaluft, mit der gerechnet worden war, dringt nicht nach Deutschland vor. „Es liegt ein Tiefdruckgebiet über Polen und das bleibt nach derzeitiger Prognose auch das ganze nächste Wochenende bestehen“, sagte der Experte. Dieses Tief verhindere, dass sich die Luft aus der Sahara ausbreiten könne. „Die ganz heiße Luftmasse kommt deshalb nicht zu uns“, sagte er.

Ab Donnerstag wird es trocken in Baden-Württemberg

Laut dem Deutschen Wetterdienst ist am Mittwoch vorerst mit den letzten Regentropfen zu rechnen – abgesehen von vereinzelten, kräftigeren Schauern in den kommenden Tagen. Für viele ist das eine schlechte Nachricht: Besonders Landwirte, die dringend Wasser für ihre ausgetrockneten Felder und Wiesen benötigen, stehen vor Problemen. Auch Förster, Waldbesitzer und die Flussschifffahrt sind betroffen. Ohne anhaltenden Regen steigt die Waldbrandgefahr erneut – und die ohnehin niedrigen Pegelstände der Flüsse werden sich kaum erholen.

Informationen über Klima und Wetter

Der Deutsche Wetterdienst überwacht und dokumentiert das Klima hierzulande. Bei bevorstehenden Wetterereignissen wie Gewitter oder Hitze gibt der DWD Warnungen für betroffene Regionen aus. Für Baden-Württemberg zuständig ist die Außenstelle Stuttgart, darüber hinaus gibt es Wetterwarten wie die in Konstanz, Öhringen oder auf dem Feldberg.