Maximilian Krah nach SS-Äußerungen
: Ausschluss von AfD-Delegation im Europaparlament

Die EU-Delegation der AfD hat als Reaktion auf die Skandale vor der Europawahl 2024 gegen die Aufnahme ihres Spitzenkandidaten gestimmt.
Von
David Hahn
Brüssel
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Maximilian Krah

Maximilian Krah wurde von der AfD-Delegation für das Europaparlament ausgeschlossen.

Britta Pedersen/dpa

Maximilian Krah bleibt weiterhin Abgeordneter der AfD und wird nach der Europawahl in das Europaparlament einziehen. Seine neu gewählten Parteikollegen stimmten jedoch gegen die Aufnahme Krahs in die AfD-Delegation für das EU-Parlament.

Maximilian Krah von AfD-Delegation ausgeschlossen

Maximilian Krah zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung. Auf X, ehemals Twitter, ließ er ausrichten, dass er es für einen Fehler halte und wünschte den Parteikollegen viel Erfolg bei dem Versuch, wieder in die ID-Fraktion im Europaparlament aufgenommen zu werden.

Hintergrund: SS-Aussagen von Maximilian Krah

Der AfD-Spitzenkandidat für die Europawahl, Maximilian Krah, hatte der italienischen Zeitung „La Repubblica“ gesagt, nicht jeder SS-Mann sei ein Verbrecher gewesen. In Frankreich wurden die Aussagen als Verharmlosung der Nazizeit verstanden. Bis dahin gehörten AfD und der Rassemblement National im Europaparlament der Rechtsaußen-Fraktion Identität und Demokratie (ID) an. Spätestens seit November wurden allerdings massive Brüche deutlich: Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen distanzierte sich nach dem Potsdamer Geheimtreffen zur „Remigration“ im Namen ihrer RN deutlich von der AfD und drohte mit einem Ende der Zusammenarbeit. Auch ein Besuch von AfD-Chefin Alice Weidel in Paris Ende Februar besänftigte die französischen Rechtspopulisten nicht. Die ID Fraktion hatte als Folge der SS-Äußerungen Krahs die AfD aus ihren eigenen Reihen ausgeschlossen. Nun bemüht sich die AfD wieder in die Fraktion aufgenommen zu werden.

Gegen den AfD-Spitzenkandidaten Krah und den Listenzweiten Petr Bystron gibt es zudem Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldannahme aus Russland. Beide bestreiten die Vorwürfe.